Monat: August 2016

Buzzword: Skalierbarkeit

Im Kontext von Geschäftsmodellen ist oftmals von Skalierbarkeit die Rede.

Abgeleitet ist der Begriff vom lateinischen Wort scala, welches zu Deutsch Treppe bedeutet. Gemeint ist damit im weitesten Sinne ein Auf- oder Abstieg oder eine Größenveränderung.

So findet das Wort in zahlreichen Bereichen Anwendung:

  • In der Bildbearbeitung wird von Skalierung gesprochen, wenn Fotos in Ihrer Größe verändert werden.
  • Skalierbare Schriftarten lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern und verkleinern.
  • In der EDV meint Skalierung die Anpassung von Software- und Datenbanksystemen an steigende Anforderungen (Nutzerzahlen, Inhalte).

Auch in der Wirtschaft – und hierbei vor allem im Startup-Kontext – kommt das Schlagwort zum Einsatz.

Oftmals wird die Frage gestellt, ob ein bestimmtes Geschäftsmodell oder Unternehmen, welches dieses umsetzt, skalierbar ist. In diesem Zusammenhang ist Skalierbarkeit gleichzusetzen mit der Fähigkeit eines Unternehmens (bzw. Geschäftsmodells), auch bei zunehmender Unternehmensgröße (d. h. wachsendem Umsatz und Kosten, steigenden Kunden- und Mitarbeiterzahlen oder der Expanison in neue Märkte) performant zu bleiben.

Bild: Shutterstock/Sunny Studio
Bild: Shutterstock/Sunny Studio

 

Da digitale Geschäftsmodelle – und hier besonders jene, welche mit immateriellen Gütern (Software & Co.) handeln – meist durch hohe Investitionskosten und abnehmende Grenzkosten geprägt sind, werden viele Modelle vorschnell als skalierbar bezeichnet. Allerdings muss auch der adressierbare Zielmarkt in die Gleichung miteinbezogen und die unternehmensinternen Prozesse entsprechend stabil sein, um Skalierbarkeit sicherzustellen.

Mehr zum Thema Skalierbarkeit finden Sie nachfolgend:

Landesmittel zur Unterstützung von Gründungen

Um den Gründergeist weiter zu stärken, unterstützt das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg neun Projekte an Hochschulen und Universitäten, die unternehmerisches Denken unter den Studierenden voranbringen wollen. Die Hochschulen Reutlingen, Aalen und die Hochschule der Medien Stuttgart konnten mit ihrem Projekt „Spinnovation“ überzeugen: 1,75 Millionen Euro Fördermittel stellt das Land für drei Jahre zur Verfügung.

Aufgabe der HdM im Rahmen des Projekts ist es, die bereits erfolgreich etablierten Entreperneurship-Formate Idea und Advance auf die beiden anderen Hochschulen zu übertragen sowie die Studierenden aus Aalen und Reutlingen in den europäischen Ideen-Wettbewerb Entrepreneurial Brains Made on Campus (EBMC) zu integrieren.

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Foto: Petra Rösch

Außerdem sollen an den beteiligten Hochschulen gemeinsam zwei neue Veranstaltungsformate zum Thema Entrepreneurship (Sensibilisierung und Validierung) sowie ein Konzept für die Betreuung aussichtsreicher Gründungsideen entwickelt werden. Alle Aktivitäten sollen durch wissenschaftliche Begleitforschung auch nachhaltig an den Hochschulen verankert werden.

Hartmut Rösch, Leiter des Startup Centers der Hochschule der Medien, sieht in dem Projekt die Chance, die ohnehin schon sehr ausgeprägte Existenzgründungskultur an der HdM weiter zu stärken und auch Studiengänge zu erreichen, die bislang wenig gründungsaffin sind: „Uns geht es vor allem darum, bei den Studierenden die Lust auf mehr Eigenverantwortung zu wecken und deren Denken und Handeln um eine unternehmerische Perspektive zu erweitern.“

Das Programm sei auch eine ideale Ergänzung zum berufsbegleitenden Master Intra-/Entrepreneurship der im Oktober 2016 an den Start geht. Rösch: „Elemente, die im Rahmen des Projekts Spinnovation entwickelt und positiv evaluiert wurden, sollen mittelfristig auch den gemeinsamen Master bereichern.“