EBMC-Finale mit Herz und Verstand

EBMC-Finale mit Herz und Verstand
 Sieben Teams aus sieben Ländern nahmen am EBMC Ideenwettbewerb teil. (Quelle: Petra Rösch)
Sieben Teams aus sieben Ländern nahmen am EBMC Ideenwettbewerb teil. (Quelle: Petra Rösch)

Der demographische Wandel als Innovationsquelle: Am 30. und 31. Mai 2017 fand an der Hochschule der Medien (HdM) und im Rathaus Stuttgart das Finale des internationalen Ideenwettbewerbs Entrepreneurial Brains Made on Campus (EBMC) statt. Dabei stellten 32 Studierende von neun europäischen Hochschulen ihre Projekte vor.

Sieben Teams, die die Vorrunde an ihrer jeweiligen Hochschule Anfang des Jahres gewonnen hatten, trafen sich zum Finale in Stuttgart. Qualifiziert hatten sich Studierende der Birmingham City University BCU (England), University of Abertay/Dundee Business School (Schottland), Johannes-Kepler-Universität Linz (Österreich), Inholland University Amsterdam (Niederlande), University of Malaga (Spanien), Budapest Metropolitan University (Ungarn), der HdM sowie der Hochschulen Aalen und Reutlingen (Deutschland).

Der vom Startupcenter der HdM initiierte Wettbewerb ging im Januar 2017 in die achte Runde und wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart und der bwcon GmbH durchgeführt. Die deutsche Vorrunde fand am 31. März und 1. April 2017 in Stuttgart statt. Angetreten sind 16 Studierende der Hochschulen Aalen und Reutlingen sowie der HdM Stuttgart. Die HdM kooperiert derzeit mit den Hochschulen Aalen und Reutlingen im Projekt „Spinnovation“ (spinnovation.info), um den Gründergeist noch mehr zu stärken.

An der Hochschule der Medien bereiteten sich die Teams auf das Finale vor. (Quelle: Petra Rösch)
An der Hochschule der Medien bereiteten sich die Teams auf das Finale vor. (Quelle: Petra Rösch)

Social Entrepreneurship im Fokus

In dieser Saison galt es Probleme zu lösen, die mit dem demographischen Wandel einhergehen. In den Vorrunden entwickelten die Teams innerhalb von zwei Tagen Lösungen für die Bereiche Alters-, Bevölkerungs-, Einkommens- und Bildungsstruktur, die auf digitalen Technologien basieren.

Die Geschäftsmodelle wurden während des ersten Finaltages gemeinsam mit den Coaches Dr. Inge Hill (BCU), Hannah Schneider (HdM), Martin Cremer (bwcon), Florian Demaku (HdM), Prof. Dr. Jürgen Münch (HS Reutlingen), Veljko Sekelj (pag.es) und Joaquin Soucheiron (bwcon) verfeinert. Die Teams wurden darüber hinaus von ihren Dozenten Ana Muñiz Fernández, Helen Smith, Hannah Jacob, Ferenc Kiss, Richard Leighton, Alexander Stockinger und Bart Terhorst unterstützt. Valentina Grillea (bwcon) gab wertvollen Input in Sachen Geschäftsmodell-Validierung.

„Der EBMC erfindet sich immer wieder neu. Unternehmerische Qualifikation bedeutete diesmal auch die Sensibilisierung für soziale Probleme“, erklärte Magdalena Weinle, Organisatorin des Wettbewerbs am Generator HdM Startup Center.

„Entrepreneurial Mindset and Heartset“

EBMC-Finale fand im Rathaus in Stuttgart statt. (Quelle: Petra Rösch)
Das EBMC-Finale fand im Rathaus in Stuttgart statt. (Quelle: Petra Rösch)

Am zweiten Finaltag wurden die Ideen nach einem intensiven Pitchtraining mit der Münchener Schauspielerin und Sängerin Bettina Ullrich vor großem Publikum im Rathaus Stuttgart präsentiert. Acht Juroren, nämlich Sandra Baumholz (Wirtschaftsförderung Stadt Stuttgart, Simona Pede (bwcon), Margit Wolf (WRS), Alexander Bernhard (Wizemann Space Stuttgart), Dr.-Ing. Alexander Erhard (Innovationszentrum Aalen), Stuart Simpson (European Office Vienna), Thomas Rehmet (Hochschule Reutlingen) sowie Arndt J. Upfold (ifex, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg), durften die Pitches bewerten. In seiner Laudatio stellte Stuart Simpson vom European Office Vienna fest, wie wichtig nicht nur ein „Entrepreneurial Mindset“, sondern auch ein „Entrepreneurial Heartset“ sei. Beides stellten alle Teams in unterhaltsamen aber auch nachdenklich stimmenden Auftritten unter Beweis.

Die Mannschaft der Baden-Württembergischen Hochschulen belegte den ersten Platz in der Kategorie „Best Business Model“. Ihre Idee war es, wohnungssuchende Studenten und ältere, hilfsbedürftige Personen, die Wohnraum anbieten können, zusammenzubringen. Der Preis für den „Best Pitch“ ging an das Herrenteam aus Malaga, das eine App zur Verkürzung der Wartezeiten in Notaufnahmen entwickelt hat. Der „Greatest Social Impact“ wurde der App der schottischen Damenmannschaft bescheinigt, die es ausländischen Studierenden erleichtern soll, in Schottland den Alltag zu meistern. Die „Craziest Idea“ kam aus Linz, nämlich eine Videoplattform, die die Erinnerungen und Geschichten von Oma und Opa archiviert. In einem spannenden Rennen um den Publikumspreis machte die Senioren-Online-Community aus Birmingham kurz vor der Amsterdamer Uni-Such-App und dem Budapester Karriere-Guide das Rennen.

Für entspannte Finaltage sorgte unter anderem das Getränkesponsoring des Startups Tranquini mit leckerer Relax-Limo. Umso ausgelassener wurde danach in der Schankstelle gefeiert, wo “Closed for Holidays” ein exklusives EBMC-Konzert gab.

Die Teilnehmer am EBMC-Finale hatte sichtlich Spaß! (Quelle: Petra Rösch)
Die Teilnehmer am EBMC-Finale hatten sichtlich Spaß! (Quelle: Petra Rösch)

Ana Muñiz Fernández von der Universität Malaga fasste zusammen: „It has been a real pleasure to share with you, and all the students, these intense days of competition in which we have all won in experiences, knowledge, new friends and, above all, a lot of fun.“

startupcenter-stuttgart.de/ebmc

 

 

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