Monat: Mai 2021

Virtuelles After-Work-Event am 01. Juli 2021

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Online-Event am Donnerstag, 01. Juli 2021 von 18 – 19.30 Uhr. Unter dem Motto „Was braucht man für ein erfolgreiches Gründertum im digitalen Zeitalter?“ bieten wir Ihnen ein interaktives 90-minütiges Online-Event an.

Melden Sie sich jetzt direkt an via E-Mail an weiterbildung@hdm-stuttgart.de oder über unseren LinkedIn-Event.

Sie erhalten vor Veranstaltungsbeginn einen Link zum Online-Event. Die Veranstaltung findet über „Zoom Cloud Meetings“ statt.

Wir freuen uns auf Sie!

Unser Programm für Sie:

Vortrag: Digitale Welt = exponentielle Welt?
Sprechende: Prof. Dr. Högsdal (Hochschule der Medien)

In seinem Vortrag gibt Herr Prof. Dr. Högsdal antworten auf die Frage: Warum die neue digitale Welt eine exponentielle Welt ist und was Sie dafür wissen und können müssen. Die Leistungsfähigkeit vieler digitaler Technologien verdoppelt sich alle 18-24 Monate. Sein Vortrag untersucht was dies für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle und für Beschäftigte bedeutet und welche Kompetenzen Ihnen helfen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Workshop:
Sprechende: Dr. Jordi Mauri (Universität Stuttgart) und Manuel Pflumm (talentturbine GmbH)

In ihrem Workshop nehmen Herr Dr. Jordi Mauri und Herr Manuel Pflumm die Teilnehmenden auf eine kurzweilige, interaktive Reise zur Gründerpersönlichkeit: Bin ich eine Gründerpersönlichkeit? Was motiviert mich zur Selbständigkeit? Welche Kompetenzen bringe ich mit, welche muss ich mir noch aneignen, um erfolgreich zu gründen? Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden entdecken zu lassen, welche Gründerperson sie sein könnten.

Kurzvorstellung unserer Sprechenden an diesem Abend:

Prof. Dr. Nils Högsdal

Prof. Dr. Nils Högsdal vertritt an der Hochschule der Medien Stuttgart die Lehrgebiete Corporate Finance und Entrepreneurship mit einem Schwerpunkt auf Innovationsentwicklung, (Corporate) Entrepreneurship und Lean Startup. Er ist Prorektor für Innovation und Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Intra- und Entrepreneurship (tech) (MBE) seitens der HdM.  Für seine Lehre erhielt er 2015 den Landeslehrpreis. Nils Högsdal war viele Jahre als Geschäftsführer bei TATA Interactive Systems tätig und verantwortete den internationalen Bereich der Planspielaktivitäten unter der Marke „Topsim“. Neben seiner Lehrtätigkeit ist er nun in der Startup-Szene als Investor und Mentor sowie als Juror u.a. für Jugend Gründet und den Landespreis für junge Unternehmen in Baden-Württemberg aktiv.

Dr. Jordi Mauri

Dr. Jordi Mauri verfügt durch seine Tätigkeit als Innovationsmanager für Universitäten, KMUs und Industrieverbände im europaweiten Kontext über eine langjährige Praxiserfahrung. An der Universität in Valencia (UPV) hat er sich intensiv mit der Gestaltung von innovativen Prozessen in Unternehmen und Regionen auseinandergesetzt. Dabei hat er sich auf eine neue Innovationsmethodik konzentriert, die die Interaktion zwischen drei Blickwinkeln – Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft – betrachtet. Sein fundiertes Wissen hat er dabei von der Konzeption bis zur Gestaltung sowie Realisierung an von ihm betreuten universitären Ausgründungen einbringen können. Seit 2020 arbeitet er als Start-up Coach am Institut für Entrepreneurship in Technology and Science an der Universität Stuttgart. 

Manuel Pflumm

Nach über 10 Jahren als Führungskraft und Geschäftsführer eines E-Learning-Anbieters entschied sich Manuel Pflumm seinen eigenen unternehmerischen Weg zu gehen und das gleich doppelt. Mit seinem Unternehmen talentturbine GmbH begleitet er Kunden dabei, Talentmanagement als Führungsprinzip im Unternehmen zu verankern. Darüber hinaus ist er auch Mitgründer der Leaderfy GmbH, einem Ed-Tech-Startup im Bereich der Führungskräfteentwicklung, das mit einer hochdynamischen Simulation die Zukunftsfähigkeit des Führungsverhaltens erproben lässt. Als diplomierter Wirtschaftswissenschaftler und systemischer Coach ist Manuel Pflumm zudem Dozent in unserem Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) (MBE).

Neues Format für Schüler*innen: Start-up BW@School

Mit dem Projekt „Start-up BW@School“ bringt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Schülerinnen und Schüler mit Gründerpersönlichkeiten in Kontakt und ermöglicht es ihnen, die Welt der Start-ups hautnah zu erleben. Die interssierten Klassen bereiten gemeinsam mit ihrer Lehrkraft ein Interview mit einer Gründerin oder einem Gründer an ihrer Schule vor. Hierfür erhalten Sie ein Workbook. Das Workbook für „Start-up BW@School“ findet man hier zum Download.

Durch die Begegnung und den Austausch mit realen Nachwuchs-Unternehmerinnen und Unternehmern werden die Schülerinnen und Schüler für die Themen Gründung und Selbständigkeit sensibilisiert. Zusätzlich erhalten sie authentische Eindrücke aus dem Berufsalltag von Gründerinnen und Gründern. Das Angebot richtet sich an Klassen ab der neunten Jahrgangsstufe.

Weitere Informationen für Schulen, das Tour-Tagebuch sowie eine Datenbank mit Gründerinnen und Gründer, die in die Schulen kommen, erhalten Sie hier.

Gründungsstipendium EXIST kompakt vorgestellt

Die meisten, die etwas mit Startups zu tun haben, haben sicherlich schon mal von EXIST Gründungsstipendium gehört. Doch was genau verbirgt sich hinter der Förderungsmaßnahme? Tim Kucklies hat mit Johanna Kutter vom Startup Center der Hochschule der Medien ein Interview rund um das EXIST-Programm geführt. Erfahren Sie im Interview, wie Teams an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen ein Gründungsvorhaben vorantreiben können.

Was genau ist EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Teams, die an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung ein Gründungsvorhaben vorantreiben möchten. Dabei sollte es sich um innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Gründungsvorhaben mit signifikantem Alleinstellungsmerkmal und guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten handeln. Daneben gibt es auch noch das EXIST-Forschungstransfer-Programm. Dieses eignet sich für Entwicklungsvorhaben, die noch einen größeren Forschungsanteil beinhalten, bis sie Richtung Marktreife gehen können.“

An wen richtet sich EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium richtet sich in erster Linie an Absolvent:innen einer Hochschule, deren Abschluss maximal 5 Jahre zurückliegt. Genauso können sich Wissenschaftler:innen und ehemalige wissenschaftlicher Mitarbeiter:innen bewerben. Es werden maximal 3 Personen pro Vorhaben mit einem Stipendium gefördert. Es gibt insgesamt viele Ausnahmeregelungen bei diesen formalen Antragskriterien (z.B. Studierende oder Teammitglieder mit qualifizierender Berufsausbildung). Bei Zweifeln, ob man als Team antragsberechtigt ist, am besten beim Gründungsnetzwerk der eigenen Hochschule eine Erstberatung anfordern. In Stuttgart ist das zum Beispiel https://startupcampus0711.de/beratung/ ganz wichtig: Nehmt ca. 6 Monate vor euerm gewünschten Förderbeginn den Kontakt zu den Hochschul-Gründungsberater:innen auf, da die Erstellung und Begutachtung des Antrags meistens viel länger dauert, als gedacht.“

Welche Voraussetzungen muss man für eine EXIST-Förderung mitbringen?

„Neben den formalen Kriterien, müssen auf das Vorhaben drei wichtige Dinge zutreffen. Erstens muss es sich um eine Innovationhandeln, wobei es nicht zwingend eine Produkt- oder Prozessinnovation in technologischer Hinsicht sein muss. Auch Geschäftsmodell- und Serviceinnovationen haben durchaus Chancen. Wichtig ist, dass es sich entscheidend vom aktuellen „Stand der Technik“ abhebt sowie über ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal verfügt. Zwingend notwendig ist auch der wissenschaftliche Ursprung der Idee. Da es sich bei EXIST um ein Hochschul-Ausgründungsprogramm handelt sollte die Idee aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung (z.B. im Rahmen einer Abschlussarbeit, einer Forschungsarbeit, eines Studienschwerpunkts, einer Promotion, etc.) entstanden sein. Zweitens muss das Teamüberzeugen: Im geförderten Team müssen alle Kernkompetenzen verankert sein, die für das Vorhaben notwendig sind. Neben den technisch-fachlichen Fähigkeiten braucht es auch Projektmanagement/BWL- und Branchen-Kenntnisse. Teams, die sich schon länger kennen und erprobt haben, dass sie gut zusammenarbeiten können, haben die besseren Chancen. Und drittens muss ein relevantes Marktpotentialvorhanden sein, das wirtschaftliche Erfolgsaussichten verspricht. Es kommt hier also darauf an, dass man gut darstellt, wie die Idee auf lange Sicht rentabel am Markt existieren kann. Um ein Gefühl zu kriegen, welche Vorhaben gefördert werden, kann man sich gut durch die News und Vorhabenslisten auf der EXIST-Seite klicken. Ich empfehle allen, die eine Antragsstellung in Erwägung ziehen, sich folgenden Artikel durchzulesen.“

Welche Geschäftsmodelle kommen bei EXIST in Frage?

„Ein wesentlicher Faktor ist, dass das Geschäftsmodell skalierbar ist und die wirtschaftliche Basis für ein wachsendes Unternehmen hergeben kann. Das kann durchaus auch ein Geschäftsmodell mit sozialem Mehrwert sein, das schließt sich absolut nicht aus. Ein schönes aktuelles Beispiel an der HdM hierfür ist zum Beispiel Voto. Der Status der Geschäftsmodellentwicklung ist auch wichtig für die Einschätzung, ob eine Antragsstellung Sinn macht: Beim EXIST-Gründerstipendium sollte schon der „Product-Solution-Fit“ vorliegen, das heißt, dass schon ein Prototyp existieren muss und Pilotkunden/-partner in sogenannten Letter of Intents ihr Interesse an dem Produkt bekundet haben sollen.“

Was beinhaltet die EXIST-Förderung?

„Das EXIST-Gründerstipendium ist sozusagen der Rolls-Royce der staatlichen Förderprogramme für Gründer:innen. Es gibt je nach Vorhaben ca. 120.000€ für eine Teamgründung vom Bundeswirtschaftsministerium. Bis zu 3 Personen erhalten ein monatliches Stipendium (die Höhe ist abhängig vom Status der Person), Sach- und Coachingmittel von bis zu 35.000€ sowie ganz viel Support seitens der Hochschule, z.B. begleitet sie ein:e Mentor:in aus der Professorenschaft sowie ein:e Ansprechpartner:in aus dem Gründernetzwerk der Hochschule, man hat Anspruch auf Räume, Infrastruktur, etc.“

Gibt es Verpflichtungen, die durch eine EXIST-Förderung entstehen?

„Laut Stipendiatenvertrag verpflichtet man sich zur Erfüllung einiger Meilensteine (z.B. Zwischenstandspräsentation, Business Plan Erstellung) und dem Einhalten einiger Regelungen (z.B. keine Nebentätigkeit, etc.). Viel wichtiger als diese Verpflichtungen „auf dem Papier“ ist aber die intrinsische Motivation, dass man sich voll und ganz seinem Vorhaben widmet und den staatlichen Support nutzt, um entschieden voranzukommen, denn ein Jahr ist schnell vorbei. Natürlich beinhaltet jede Gründungsreise ein oder mehrere Kurswechsel (Pivots). Das ist völlig in Ordnung und führt nicht zum Abbruch des Vorhabens. Im besten Falle schafft man innerhalb dieses ersten Jahres, dass das Vorhaben so reift, dass es einen relevanten „Proof“ am Markt einfährt und für eine Anschlussfinanzierung in Frage kommt (z.B. über Business Angels, Pilotkundenaufträge, Venture Fonds oder weiterführende Förderprogramme).  Darüber hinaus hat vermutlich jede Hochschule eine unterschiedliche Erwartungshaltung an ihre EXIST-Teams. Wir an der HdM bieten beispielsweise unseren Stipendiat:innen ein Begleitprogramm mit Input- und Vernetzungsveranstaltungen an und legen die Teilnahme an einem weiterführenden Accelerator-Programm sehr ans Herz. Ebenso freuen wir uns darüber, wenn sich aktive und ehemalige Stipendiat:innen für die Nachkommer engagieren und uns im Bereich der Sensibilisierung für das Thema Gründung an der Hochschule unterstützen.“

Einen herzlichen Dank an Johanna Kutter und Tim Kucklies für das Interview!

Die Bewerbung für den Stuttgarter Innovationspreis 2021 ist gestartet

Der Stuttgarter Wirtschafts- und Innovationspreis wird von der Landeshauptstadt Stuttgart als Anerkennung für herausragende innovative Leistungen vergeben. Die Auszeichnung soll die Bedeutung von Innovationen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes würdigen.

Startups, die Ihren Sitz oder ihre Betriebsstätte im Stadtgebiet (23 Stadtbezirken und 152 Stadtteile) der Landeshauptstadt Stuttgart haben, dürfen sich mit ihren innovativen technischen oder nicht-technischen Lösungen, Organisations- und Marketingkonzepten oder Geschäftsmodellen bewerben.

Der Preis für Startups ist mit 20.000 € dotiert. Eine Bewerbung ist bis zum 01. Juli 2021 möglich. Voraussetzung für Startups ist, dass die Gründung nach dem 01. Januar 2016 stattgefunden hat und, dass der Sitz im Stuttgarter Stadtgebiet ist. Am 25. November 2021 entscheidet dann eine unabhängige Jury mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Stuttgarts über die Preisvergabe.

Hier erfolgt die Bewerbung für den Startup-Wettbewerb.
Hier erhalten Sie alle weiteren Informationen zum Stuttgarter Innovationspreis 2021.