Gründerwissen

Rückschau auf den After-Work-Event des Studiengangs

Am 1. Juli 2021 konnten wir unter dem Motto „Was braucht man für ein erfolgreiches Gründertum im digitalen Zeitalter?“ 15 Teilnehmende zum virtuellen After-Work-Event des berufsbegleitenden Master-Studiums Intra- und Entrepreneurship (tech) begrüßen. Dabei nahmen unsere Impulsgeber Prof. Dr. Nils Högsdal, Dr. Jordi Mauri und Manuel Pflumm die Teilnehmenden auf die eigene Heldenreise zur Gründerpersönlichkeit im digitalen Zeitalter. Mit einer Mischung aus Impulsvorträgen und Serios Play Workshop mit virtuellen Playmobil-Avataren erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das erfolgreiche Gründen.

Nach der Begrüßung startete Manuel Pflumm mit einem Impulsvortrag zum Thema Persönlichkeit, Motivation und Kompetenzen für erfolgreiches Gründen. Dabei gab er Einblicke in aktuelle Studien, um die Frage zu beantworten, ob Persönlichkeitsmerkmals Rückschlüsse auf den Gründungserfolg geben können. Er stellte dabei heraus, dass die Selbstwirksamkeit, also der Glaube, für die Ergebnisse des eigenen Handelns selbst verantwortlich zu sein und diese aktiv beeinflussen zu können, viele erfolgreiche Gründer aufweisen. Beim Thema Motive und Interessen unterstrich er, dass der Gründungserfolg umso stärker mit den Motiven korreliert, je mehr diese sich in Einklang mit der Gründungsaufgabe zeigen.

Nach diesem Impuls übernahm Dr. Jordi Mauri den Staffelstab und erörterte in einem interaktiven Workshop mit den Teilnehmenden die Frage, welche Stärken die Teilnehmenden für eine erfolgreiche Gründung mitbringen. Dazu mussten die Teilnehmenden auf Miro-Board ein Gründungs-Canvas ausfüllen und Ihre Vision als zukünftige Gründer*innen formulieren. Um Ihre zukünftige Gründungs-Geschichte „lebendig“ werden zu lassen, durften sich die Teilnehmenden einen Gründer*in-Avatar aus einer Vielzahl von virtuellen Playmobil-Figuren auswählen, um mit Hilfe des Avatars Ihre persönliche Heldenreise zur Gründung zu erzählen. Ob nun Wikinger, Drachen-Beschwörerin oder Surfer-Boy, die Playmobil-Avatar hatten sehr kreative und spannende Gründungs-Stories zu erzählen!

Den Event rundete Prof. Dr. Nils Högsdal mit seinem Vortrag zum Thema „Digitale Welt = Exponentielle Welt“ ab. Dabei stellte er anhand von Beispielen heraus, warum die Geschichte der Digitalisierung eine Geschichte von exponentiellen Wachstum mit neuen technologischen Möglichkeiten ist. Er stellte heraus, das etablierte Player in den Märkten dazu tendieren, dass sie mitunter Veränderungen solange nicht war oder ernst nehmen, bis diese kurz vor dem „Tipping Point“ stehen. Dies resultiert in viel Potenzial für das Aufkommen von erfolgsversprechende Gründungen. Nils Högsdal unterstrich, dass Unternehmen neue Wege finden müssen, sich mit überschaubaren Risiko technologische Handlungsoptionen offen zu halten. Und eine große Möglichkeit dies zu tun, wären Investitionen in ein Portfolio von Startups.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und unseren Impulsgebern Nils, Jordi und Manuel für einen wunderbaren virtuellen Event!

Landespreis 2020 für junge Unternehmen

Am 15. Juli wurde der Landespreis 2020 für junge Unternehmen verliehen. Der Landespreis ist mit 90.000 € dotiert und ist eine Anerkennung für Unternehmer*innen, die mit viel Einsatz ihre Ideen verwirklichen. Im März 2020 konnten sich baden-württembergische Unternehmen, die nach 2009 gegründet wurden, für den Landespreis 2020 bewerben – egal, ob Sie aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungssektor oder der Gesundheitswirtschaft kommen. Für den Landespreis 2020 gingen über 600 Bewerbungen ein. Ministerpräsident Winfried Kretschmann konnte am 15.07.2021 in der L‑Bank in Stuttgart folgende Gewinner ehren:

Der mit 40.000 € dotierte erste Platz ging an die comemso GmbH aus Ostfildern. Das im Jahr 2010 gegründete Unternehmen für Prüf- und Messsysteme hat sich weltweit einen Namen bei Testgeräten für Batterie-Steuergeräte und Testsysteme für Ladestationen gemacht. Den zweiten Platz und damit der Gewinn von 30.000 € Preisgeld erhielt die SchoolCraft GmbH aus St. Johann. Das Team von SchoolCraft stellt über eine selbst entwickelte Software interaktive Werkzeuge zur Verfügung, damit Lehrende eigenständig Vorlagen für ihren Unterricht erstellen können. Der dritte Platz und 20.000 € Preisgeld ging an die Arztpraxis im GeLo in Lorch, die eine ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau im ländlichen Raum durch den Aufbau eines Gesundheitszentrums verfolgt.

Die Pressemitteilung zum Landespreis 2020 für junge Unternehmen finden Sie hier.

Virtuelles Finale von ASAP BW

Am Donnerstag, den 29. Juli 2021, findet von 16 bis 18 Uhr das große Finale der sechsten Runde von ASAP BW statt. In fünf Challenges haben die teilnehmenden Teams aus Studierenden, Absolvent*innen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden ihre Ideen zu einem validierten Geschäftsmodell entwickelt und die Finalteams haben nun die Möglichkeit, Ihre Gründungsideen live via Zoom vor Publikum und vor der Jury zu pitchen. Bis zum 19. Juli 2021 können Teams noch ihre Bewerbung bei ASAP BW einreichen und sich damit für das Finale #6 qualifizieren.

Das Academic Seed Accelerator Program (ASAP BW) ist ein landesweiter Wettbewerb der besten Gründungsideen aller Hochschulen aus ganz Baden-Württemberg. Ziel des Programms ist es, jedes Semester die besten Gründungsideen aus dem Hochschulumfeld in Baden-Württemberg zu finden und den talentiertesten Teams mit den hoffnungsvollsten Gründungsideen den Übergang in Förderungsprogramme zu erleichtern.

Alle Informationen zum Finale finden Sie hier.

Virtuelles After-Work-Event am 01. Juli 2021

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Online-Event am Donnerstag, 01. Juli 2021 von 18 – 19.30 Uhr. Unter dem Motto „Was braucht man für ein erfolgreiches Gründertum im digitalen Zeitalter?“ bieten wir Ihnen ein interaktives 90-minütiges Online-Event an.

Melden Sie sich jetzt direkt an via E-Mail an weiterbildung@hdm-stuttgart.de oder über unseren LinkedIn-Event.

Sie erhalten vor Veranstaltungsbeginn einen Link zum Online-Event. Die Veranstaltung findet über „Zoom Cloud Meetings“ statt.

Wir freuen uns auf Sie!

Unser Programm für Sie:

Vortrag: Digitale Welt = exponentielle Welt?
Sprechende: Prof. Dr. Högsdal (Hochschule der Medien)

In seinem Vortrag gibt Herr Prof. Dr. Högsdal antworten auf die Frage: Warum die neue digitale Welt eine exponentielle Welt ist und was Sie dafür wissen und können müssen. Die Leistungsfähigkeit vieler digitaler Technologien verdoppelt sich alle 18-24 Monate. Sein Vortrag untersucht was dies für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle und für Beschäftigte bedeutet und welche Kompetenzen Ihnen helfen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Workshop:
Sprechende: Dr. Jordi Mauri (Universität Stuttgart) und Manuel Pflumm (talentturbine GmbH)

In ihrem Workshop nehmen Herr Dr. Jordi Mauri und Herr Manuel Pflumm die Teilnehmenden auf eine kurzweilige, interaktive Reise zur Gründerpersönlichkeit: Bin ich eine Gründerpersönlichkeit? Was motiviert mich zur Selbständigkeit? Welche Kompetenzen bringe ich mit, welche muss ich mir noch aneignen, um erfolgreich zu gründen? Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden entdecken zu lassen, welche Gründerperson sie sein könnten.

Kurzvorstellung unserer Sprechenden an diesem Abend:

Prof. Dr. Nils Högsdal

Prof. Dr. Nils Högsdal vertritt an der Hochschule der Medien Stuttgart die Lehrgebiete Corporate Finance und Entrepreneurship mit einem Schwerpunkt auf Innovationsentwicklung, (Corporate) Entrepreneurship und Lean Startup. Er ist Prorektor für Innovation und Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Intra- und Entrepreneurship (tech) (MBE) seitens der HdM.  Für seine Lehre erhielt er 2015 den Landeslehrpreis. Nils Högsdal war viele Jahre als Geschäftsführer bei TATA Interactive Systems tätig und verantwortete den internationalen Bereich der Planspielaktivitäten unter der Marke „Topsim“. Neben seiner Lehrtätigkeit ist er nun in der Startup-Szene als Investor und Mentor sowie als Juror u.a. für Jugend Gründet und den Landespreis für junge Unternehmen in Baden-Württemberg aktiv.

Dr. Jordi Mauri

Dr. Jordi Mauri verfügt durch seine Tätigkeit als Innovationsmanager für Universitäten, KMUs und Industrieverbände im europaweiten Kontext über eine langjährige Praxiserfahrung. An der Universität in Valencia (UPV) hat er sich intensiv mit der Gestaltung von innovativen Prozessen in Unternehmen und Regionen auseinandergesetzt. Dabei hat er sich auf eine neue Innovationsmethodik konzentriert, die die Interaktion zwischen drei Blickwinkeln – Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft – betrachtet. Sein fundiertes Wissen hat er dabei von der Konzeption bis zur Gestaltung sowie Realisierung an von ihm betreuten universitären Ausgründungen einbringen können. Seit 2020 arbeitet er als Start-up Coach am Institut für Entrepreneurship in Technology and Science an der Universität Stuttgart. 

Manuel Pflumm

Nach über 10 Jahren als Führungskraft und Geschäftsführer eines E-Learning-Anbieters entschied sich Manuel Pflumm seinen eigenen unternehmerischen Weg zu gehen und das gleich doppelt. Mit seinem Unternehmen talentturbine GmbH begleitet er Kunden dabei, Talentmanagement als Führungsprinzip im Unternehmen zu verankern. Darüber hinaus ist er auch Mitgründer der Leaderfy GmbH, einem Ed-Tech-Startup im Bereich der Führungskräfteentwicklung, das mit einer hochdynamischen Simulation die Zukunftsfähigkeit des Führungsverhaltens erproben lässt. Als diplomierter Wirtschaftswissenschaftler und systemischer Coach ist Manuel Pflumm zudem Dozent in unserem Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) (MBE).

Neues Format für Schüler*innen: Start-up BW@School

Mit dem Projekt „Start-up BW@School“ bringt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Schülerinnen und Schüler mit Gründerpersönlichkeiten in Kontakt und ermöglicht es ihnen, die Welt der Start-ups hautnah zu erleben. Die interssierten Klassen bereiten gemeinsam mit ihrer Lehrkraft ein Interview mit einer Gründerin oder einem Gründer an ihrer Schule vor. Hierfür erhalten Sie ein Workbook. Das Workbook für „Start-up BW@School“ findet man hier zum Download.

Durch die Begegnung und den Austausch mit realen Nachwuchs-Unternehmerinnen und Unternehmern werden die Schülerinnen und Schüler für die Themen Gründung und Selbständigkeit sensibilisiert. Zusätzlich erhalten sie authentische Eindrücke aus dem Berufsalltag von Gründerinnen und Gründern. Das Angebot richtet sich an Klassen ab der neunten Jahrgangsstufe.

Weitere Informationen für Schulen, das Tour-Tagebuch sowie eine Datenbank mit Gründerinnen und Gründer, die in die Schulen kommen, erhalten Sie hier.

Gründungsstipendium EXIST kompakt vorgestellt

Die meisten, die etwas mit Startups zu tun haben, haben sicherlich schon mal von EXIST Gründungsstipendium gehört. Doch was genau verbirgt sich hinter der Förderungsmaßnahme? Tim Kucklies hat mit Johanna Kutter vom Startup Center der Hochschule der Medien ein Interview rund um das EXIST-Programm geführt. Erfahren Sie im Interview, wie Teams an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen ein Gründungsvorhaben vorantreiben können.

Was genau ist EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Teams, die an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung ein Gründungsvorhaben vorantreiben möchten. Dabei sollte es sich um innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Gründungsvorhaben mit signifikantem Alleinstellungsmerkmal und guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten handeln. Daneben gibt es auch noch das EXIST-Forschungstransfer-Programm. Dieses eignet sich für Entwicklungsvorhaben, die noch einen größeren Forschungsanteil beinhalten, bis sie Richtung Marktreife gehen können.“

An wen richtet sich EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium richtet sich in erster Linie an Absolvent:innen einer Hochschule, deren Abschluss maximal 5 Jahre zurückliegt. Genauso können sich Wissenschaftler:innen und ehemalige wissenschaftlicher Mitarbeiter:innen bewerben. Es werden maximal 3 Personen pro Vorhaben mit einem Stipendium gefördert. Es gibt insgesamt viele Ausnahmeregelungen bei diesen formalen Antragskriterien (z.B. Studierende oder Teammitglieder mit qualifizierender Berufsausbildung). Bei Zweifeln, ob man als Team antragsberechtigt ist, am besten beim Gründungsnetzwerk der eigenen Hochschule eine Erstberatung anfordern. In Stuttgart ist das zum Beispiel https://startupcampus0711.de/beratung/ ganz wichtig: Nehmt ca. 6 Monate vor euerm gewünschten Förderbeginn den Kontakt zu den Hochschul-Gründungsberater:innen auf, da die Erstellung und Begutachtung des Antrags meistens viel länger dauert, als gedacht.“

Welche Voraussetzungen muss man für eine EXIST-Förderung mitbringen?

„Neben den formalen Kriterien, müssen auf das Vorhaben drei wichtige Dinge zutreffen. Erstens muss es sich um eine Innovationhandeln, wobei es nicht zwingend eine Produkt- oder Prozessinnovation in technologischer Hinsicht sein muss. Auch Geschäftsmodell- und Serviceinnovationen haben durchaus Chancen. Wichtig ist, dass es sich entscheidend vom aktuellen „Stand der Technik“ abhebt sowie über ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal verfügt. Zwingend notwendig ist auch der wissenschaftliche Ursprung der Idee. Da es sich bei EXIST um ein Hochschul-Ausgründungsprogramm handelt sollte die Idee aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung (z.B. im Rahmen einer Abschlussarbeit, einer Forschungsarbeit, eines Studienschwerpunkts, einer Promotion, etc.) entstanden sein. Zweitens muss das Teamüberzeugen: Im geförderten Team müssen alle Kernkompetenzen verankert sein, die für das Vorhaben notwendig sind. Neben den technisch-fachlichen Fähigkeiten braucht es auch Projektmanagement/BWL- und Branchen-Kenntnisse. Teams, die sich schon länger kennen und erprobt haben, dass sie gut zusammenarbeiten können, haben die besseren Chancen. Und drittens muss ein relevantes Marktpotentialvorhanden sein, das wirtschaftliche Erfolgsaussichten verspricht. Es kommt hier also darauf an, dass man gut darstellt, wie die Idee auf lange Sicht rentabel am Markt existieren kann. Um ein Gefühl zu kriegen, welche Vorhaben gefördert werden, kann man sich gut durch die News und Vorhabenslisten auf der EXIST-Seite klicken. Ich empfehle allen, die eine Antragsstellung in Erwägung ziehen, sich folgenden Artikel durchzulesen.“

Welche Geschäftsmodelle kommen bei EXIST in Frage?

„Ein wesentlicher Faktor ist, dass das Geschäftsmodell skalierbar ist und die wirtschaftliche Basis für ein wachsendes Unternehmen hergeben kann. Das kann durchaus auch ein Geschäftsmodell mit sozialem Mehrwert sein, das schließt sich absolut nicht aus. Ein schönes aktuelles Beispiel an der HdM hierfür ist zum Beispiel Voto. Der Status der Geschäftsmodellentwicklung ist auch wichtig für die Einschätzung, ob eine Antragsstellung Sinn macht: Beim EXIST-Gründerstipendium sollte schon der „Product-Solution-Fit“ vorliegen, das heißt, dass schon ein Prototyp existieren muss und Pilotkunden/-partner in sogenannten Letter of Intents ihr Interesse an dem Produkt bekundet haben sollen.“

Was beinhaltet die EXIST-Förderung?

„Das EXIST-Gründerstipendium ist sozusagen der Rolls-Royce der staatlichen Förderprogramme für Gründer:innen. Es gibt je nach Vorhaben ca. 120.000€ für eine Teamgründung vom Bundeswirtschaftsministerium. Bis zu 3 Personen erhalten ein monatliches Stipendium (die Höhe ist abhängig vom Status der Person), Sach- und Coachingmittel von bis zu 35.000€ sowie ganz viel Support seitens der Hochschule, z.B. begleitet sie ein:e Mentor:in aus der Professorenschaft sowie ein:e Ansprechpartner:in aus dem Gründernetzwerk der Hochschule, man hat Anspruch auf Räume, Infrastruktur, etc.“

Gibt es Verpflichtungen, die durch eine EXIST-Förderung entstehen?

„Laut Stipendiatenvertrag verpflichtet man sich zur Erfüllung einiger Meilensteine (z.B. Zwischenstandspräsentation, Business Plan Erstellung) und dem Einhalten einiger Regelungen (z.B. keine Nebentätigkeit, etc.). Viel wichtiger als diese Verpflichtungen „auf dem Papier“ ist aber die intrinsische Motivation, dass man sich voll und ganz seinem Vorhaben widmet und den staatlichen Support nutzt, um entschieden voranzukommen, denn ein Jahr ist schnell vorbei. Natürlich beinhaltet jede Gründungsreise ein oder mehrere Kurswechsel (Pivots). Das ist völlig in Ordnung und führt nicht zum Abbruch des Vorhabens. Im besten Falle schafft man innerhalb dieses ersten Jahres, dass das Vorhaben so reift, dass es einen relevanten „Proof“ am Markt einfährt und für eine Anschlussfinanzierung in Frage kommt (z.B. über Business Angels, Pilotkundenaufträge, Venture Fonds oder weiterführende Förderprogramme).  Darüber hinaus hat vermutlich jede Hochschule eine unterschiedliche Erwartungshaltung an ihre EXIST-Teams. Wir an der HdM bieten beispielsweise unseren Stipendiat:innen ein Begleitprogramm mit Input- und Vernetzungsveranstaltungen an und legen die Teilnahme an einem weiterführenden Accelerator-Programm sehr ans Herz. Ebenso freuen wir uns darüber, wenn sich aktive und ehemalige Stipendiat:innen für die Nachkommer engagieren und uns im Bereich der Sensibilisierung für das Thema Gründung an der Hochschule unterstützen.“

Einen herzlichen Dank an Johanna Kutter und Tim Kucklies für das Interview!

TTI – Unterstützung mit mehr als nur drei Buchstaben

 

TTI, die Technologie-Transfer-Initiative der Universität Stuttgart, eine zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer, die nach Unterstützung in gründungsbezogenen Fragen suchen. Die TTI bietet zudem Beratung hinsichtlich Fördermöglichkeiten, der Nutzung von Hochschulressourcen oder auch der Erstellung eines korrekten Businessplans. Darüber hinaus ist es möglich mithilfe der Universität sein eigenes Unternehmen zu gründen. Hierbei sollten allerdings die Erstberatung, Fördermittelberatung und die Planung in Zusammenarbeit mit der TTI vorausgehen.

Förderprogramme

Die TTI bietet Unterstützung bei einer großen Auswahl an Förderprogrammen an, die sich allerdings hinsichtlich der Voraussetzungen, der Förderungsinhalte und der Förderungsdauer unterscheiden können. Im Fokus steht hierbei, das geeignetste Programm für jeden Gründer zu finden und somit die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.

Aktuelle Förderprogramme lassen sich zum einen in der Förderdatenbank (http://www.foerderdatenbank.de/) finden, die einen Überblick über sämtliche auch gründungsbezogene Programme des Bundes, der Länder und der EU bietet.

gEin zentrales Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg ist dabei das Förderprogramm Junge Innovatoren ( http://www.junge-innovatoren.de/ ) . Dieses richtet sich unter anderem an Bewerber/-innen, die promovieren oder eine Bundesförderung erhalten haben. Voraussetzungen hierbei sind eine innovative Idee, die Vorlage eines Businessplan und die Betreuung durch einen Hochschullehrer/-in. In der Förderung enthalten ist beispielsweise die kostenlose Nutzung der Räumlichkeiten der Hochschule oder auch Gruppen- und Einzelcoaching.

Ein weiteres, bekanntes, Förderprogramm ist das EXIST-Gründerstipendium, ein Förderprogramm des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (http://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html). Der Fokus des Stipendiums liegt auf technologisch-innovativen Gründungsvorhaben und soll Gründungsinteressierte unterstützen die Idee in einen Businessplan umzusetzen. Das Stipendium unterscheidet sich in zwei Förderphasen. Die erste Phase behandelt die Durchführung von Entwicklungsarbeiten, die Entwicklung von Prototypen und die Erstellung eines Businessplan. Die zweite Phase beschäftigt sich mit der marktreifen Ausarbeitung des Konzepts und der Aufnahme der Geschäftstätigkeit.

Standort

Für innovative Unternehmen besteht die Möglichkeit im Technologiezentrum der Universität Stuttgart kostengünstig Büro- und Laborflächen anzumieten. Das Technologiezentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Universität Stuttgart, der Hochschule der Medien und zum Frauenhofer Institut. Zudem ist eine gute Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, als auch ausreichend Parkplätze gewährleistet. 

Fazit

Gründen an der Universität Stuttgart bietet Gründungsinteressierten die Vorteile individueller Beratung, eines großen Netzwerks der Universität, der Forschungseinrichtungen und junger Unternehmen des Technologiezentrums. Zudem hilft die Beratung der TTI hinsichtlich möglicher Förderprogramme den jungen Unternehmen ein Standbein in der Startup-Welt zu schaffen.

Buzzword: Skalierbarkeit

Im Kontext von Geschäftsmodellen ist oftmals von Skalierbarkeit die Rede.

Abgeleitet ist der Begriff vom lateinischen Wort scala, welches zu Deutsch Treppe bedeutet. Gemeint ist damit im weitesten Sinne ein Auf- oder Abstieg oder eine Größenveränderung.

So findet das Wort in zahlreichen Bereichen Anwendung:

  • In der Bildbearbeitung wird von Skalierung gesprochen, wenn Fotos in Ihrer Größe verändert werden.
  • Skalierbare Schriftarten lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern und verkleinern.
  • In der EDV meint Skalierung die Anpassung von Software- und Datenbanksystemen an steigende Anforderungen (Nutzerzahlen, Inhalte).

Auch in der Wirtschaft – und hierbei vor allem im Startup-Kontext – kommt das Schlagwort zum Einsatz.

Oftmals wird die Frage gestellt, ob ein bestimmtes Geschäftsmodell oder Unternehmen, welches dieses umsetzt, skalierbar ist. In diesem Zusammenhang ist Skalierbarkeit gleichzusetzen mit der Fähigkeit eines Unternehmens (bzw. Geschäftsmodells), auch bei zunehmender Unternehmensgröße (d. h. wachsendem Umsatz und Kosten, steigenden Kunden- und Mitarbeiterzahlen oder der Expanison in neue Märkte) performant zu bleiben.

Bild: Shutterstock/Sunny Studio
Bild: Shutterstock/Sunny Studio

 

Da digitale Geschäftsmodelle – und hier besonders jene, welche mit immateriellen Gütern (Software & Co.) handeln – meist durch hohe Investitionskosten und abnehmende Grenzkosten geprägt sind, werden viele Modelle vorschnell als skalierbar bezeichnet. Allerdings muss auch der adressierbare Zielmarkt in die Gleichung miteinbezogen und die unternehmensinternen Prozesse entsprechend stabil sein, um Skalierbarkeit sicherzustellen.

Mehr zum Thema Skalierbarkeit finden Sie nachfolgend:

Insights zu Engagement Marketing von der Hochschule der Medien und Twitter Deutschland

Welche Rolle spielt Engagement Marketing heute und wie interagieren User online mit Marken und Unternehmen? Die Antwort auf diese Fragestellung findet sich in der neue Digitalmarketingstudie “Engagement Marketing Insights”, welche im Rahmen einer Kooperation zwischen der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) und Twitter Deutschland entstanden ist. Wir möchten diese Gelegenheit gerne nutzen, um Twitter nachträglich zum zehnjährigen Bestehen zu gratulieren.

Prof. Dr. Jürgen Seitz und Prof. Harald Eichsteller sind Marketing-Professionals mit langjähriger Erfahrung und haben gemeinsam eine Studie zu einem der aktuellen Top-Themen im digitalen Dialogmarketing – dem Engagement Marketing – veröffentlicht. Pünktlich zur Online Marketing Rockstars Expo und Conference in Hamburg am 25. Februar 2016, präsentiert die Studie den Status Quo, Trends und Perspektiven von Engagement Marketing in Deutschland. Unterstützt durch Twitter Deutschland haben die beiden Herausgeber über 200 Experten und Entscheider zu ihrer Einschätzung bezüglich Engagement Marketing und dessen zukünftiger Bedeutung befragt.

Die kompletten Ergebnisse stehen Ihnen kostenlos hier zum Download zu Verfügung. Folgend stellen wir Ihnen einige Highlights der Studie vor:

  • Engagement Marketing Bedeutung steigt: Über 80 Prozent der Befragten sagen, dass die Optimierung auf Engagement KPIs und die Verbesserung von Engagement-Tracking an Relevanz gewinnt.
  • Engagement Marketing wird gesehen: Über 70 Prozent der befragten Experten bescheinigen Engagement Marketing eine bessere Wahrnehmung als klassische Werbung.
  • Influencer überholen Celebritys: Über 70 Prozent messen Bloggern, Youtube- und Social-Media-Influencern zukünftig eine große Bedeutung zu und wollen verstärkt auf diese setzen.
  • Deutschland hat Aufholbedarf: 75 Prozent sehen aktuell signifikanten Nachholbedarf beim Engagement Marketing in Deutschland.
  • Herausforderung für moderne Marketingabteilungen: Die Experten bewerten es dabei als große Herausforderungen für moderne Marketingabteilungen, die verschiedenen Kanäle adäquat zu bespielen sowie die richtigen Ansätze zu wählen.

 

 

Buzzword: Traction

Der Begriff „Traction“ hat sich innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz im Stammwortschatz eines jeden Entrepreneurs verdient. „To gain traction“ lässt sich dabei umgangssprachlich als „Fuß fassen“ oder „an Boden gewinnen“ übersetzten. Wie Naval Ravikant, Co-Founder von AngelList, vereinfacht erläutert, lässt sich Traction genauer als Beweis dafür beschreiben, dass eine Nachfrage im Markt vorhanden ist – das Startup ist sozuagen „an etwas dran“. In Verbindung mit Traction finden sich häufig die im gleichnamigen Buch von Gabriel Weinberg und Justin Mares beschriebenen 19 Vermarktungsstrategien zur Steigerung von Traction und somit dem Wachstum eines Unternehmens. Klassische Maßnahmen wie Search Engine Marketing, E-Mail Marketing und Business Development, aber auch auf unkonventionelle PR oder virales Marketing zählen dazu. Wollen Sie mehr über das Thema wissen? Weitere Informationen zu Traction finden Sie hier.

Traction Bullseye Framework
Traction Bullseye Framework