Gründerwissen

The Hard Thing About Hard Things

Der US-Amerikanische Unternehmer Ben Horowitz wurde 1966 in London geboren. Er absolvierte – wie könnte es anders sein – ein Computer Science Studium. Jedoch nicht in Stanford, sondern an der Columbia University sowie der UCLA.

Nach dem Masterabschluss begann er seine Karriere als Engineer beim Computerhersteller Silicon Graphics. Wenige Jahre später heuerte er als einer der ersten Mitarbeiter bei Netscape an, dem Unternehmen, welches den ersten kommerziell erfolgreichen Webbrowser entwickelte. Sein Vorgesetzter war dabei ein gewisser Marc Andreessen, welcher in seiner weiteren Karriere noch eine große Rolle spielen sollte.

51rfw4jbqtlNach dem Verkauf von Netscape an AOL in 1998 arbeitete Horowitz dort für kurze Zeit als Vice President of eCommerce, bevor er gemeinsam mit Andreessen sein erstes eigenes Unternehmen Loudcloud, einen IT-Management-Softwareanbieter (später Opsware), gründete.

Im März 2001, ca. ein Jahr nach Platzen der DotCom-Blase, ging das Unternehmen an die Börse. Nach einigen Höhen und Tiefen, einer Übernahme und der Umbenennung in Opsware, sowie eines rapiden Wachstums auf über 500 Mitarbeiter, wurde das Unternehmen 2007 schließlich für rund 1,6 Milliarden US-Dollar an Hewlett-Packard verkauft.

Doch auch nach diesem Geschäftsabschluss sollten sich die Wege von Horowitz und Andreessen nicht trennen. 2009 gründeten die beiden gemeinsam die Venture-Capital-Gesellschaft Andreessen Horowitz (kurz a16z), welche mit Investments in u. A. Skype, Facebook, Groupon, Twitter, Instagram in Zynga  als eine der erfolgreichsten weltweit gilt.

Kurz nach der Gründung begann Horowitz außerdem mit dem Bloggen. Auf seiner Homepage bloggte der HipHop-Fan von 2010-2015 regelmäßig über Management-Themen, Technologie und das Silicon Valley. Oftmals werden seine Beiträge dabei von Songtexten seiner favorisierten Rapsongs eingeleitet. Auch sein Lieblingsbuch High Output Management des Intel-Gründers Andy Grove wird mehrmals genannt.

In seinem Buch The Hard Thing About Hard Things: Building A Business When There Are No Easy Answers (auf Deutsch: Wenn es hart auf hart kommt: Schwierige Management-Situationen und wie man sie meistert) greift er schließlich die wichtigsten Themen und Beiträge aus seinem Blog auf, überarbeitet und vertieft diese. Den Leser erwarten wertvolle Managementratschläge, welche Horowitz in seiner langen Karriere als Unternehmer sammeln konnte. Für angehende Gründer, Technologie- und Management-Interessierte und auch HipHop-Fans absolute Pflichtlektüre und eine klare Kaufempfehlung.

Das Buch ist auf Englisch und auf Deutsch bei den einschlägigen Onlinehändlern (auch als eBook) sowie in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich.

Buzzword: Skalierbarkeit

Im Kontext von Geschäftsmodellen ist oftmals von Skalierbarkeit die Rede.

Abgeleitet ist der Begriff vom lateinischen Wort scala, welches zu Deutsch Treppe bedeutet. Gemeint ist damit im weitesten Sinne ein Auf- oder Abstieg oder eine Größenveränderung.

So findet das Wort in zahlreichen Bereichen Anwendung:

  • In der Bildbearbeitung wird von Skalierung gesprochen, wenn Fotos in Ihrer Größe verändert werden.
  • Skalierbare Schriftarten lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern und verkleinern.
  • In der EDV meint Skalierung die Anpassung von Software- und Datenbanksystemen an steigende Anforderungen (Nutzerzahlen, Inhalte).

Auch in der Wirtschaft – und hierbei vor allem im Startup-Kontext – kommt das Schlagwort zum Einsatz.

Oftmals wird die Frage gestellt, ob ein bestimmtes Geschäftsmodell oder Unternehmen, welches dieses umsetzt, skalierbar ist. In diesem Zusammenhang ist Skalierbarkeit gleichzusetzen mit der Fähigkeit eines Unternehmens (bzw. Geschäftsmodells), auch bei zunehmender Unternehmensgröße (d. h. wachsendem Umsatz und Kosten, steigenden Kunden- und Mitarbeiterzahlen oder der Expanison in neue Märkte) performant zu bleiben.

Bild: Shutterstock/Sunny Studio
Bild: Shutterstock/Sunny Studio

 

Da digitale Geschäftsmodelle – und hier besonders jene, welche mit immateriellen Gütern (Software & Co.) handeln – meist durch hohe Investitionskosten und abnehmende Grenzkosten geprägt sind, werden viele Modelle vorschnell als skalierbar bezeichnet. Allerdings muss auch der adressierbare Zielmarkt in die Gleichung miteinbezogen und die unternehmensinternen Prozesse entsprechend stabil sein, um Skalierbarkeit sicherzustellen.

Mehr zum Thema Skalierbarkeit finden Sie nachfolgend:

Insights zu Engagement Marketing von der Hochschule der Medien und Twitter Deutschland

Welche Rolle spielt Engagement Marketing heute und wie interagieren User online mit Marken und Unternehmen? Die Antwort auf diese Fragestellung findet sich in der neue Digitalmarketingstudie “Engagement Marketing Insights”, welche im Rahmen einer Kooperation zwischen der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) und Twitter Deutschland entstanden ist. Wir möchten diese Gelegenheit gerne nutzen, um Twitter nachträglich zum zehnjährigen Bestehen zu gratulieren.

Prof. Dr. Jürgen Seitz und Prof. Harald Eichsteller sind Marketing-Professionals mit langjähriger Erfahrung und haben gemeinsam eine Studie zu einem der aktuellen Top-Themen im digitalen Dialogmarketing – dem Engagement Marketing – veröffentlicht. Pünktlich zur Online Marketing Rockstars Expo und Conference in Hamburg am 25. Februar 2016, präsentiert die Studie den Status Quo, Trends und Perspektiven von Engagement Marketing in Deutschland. Unterstützt durch Twitter Deutschland haben die beiden Herausgeber über 200 Experten und Entscheider zu ihrer Einschätzung bezüglich Engagement Marketing und dessen zukünftiger Bedeutung befragt.

Die kompletten Ergebnisse stehen Ihnen kostenlos hier zum Download zu Verfügung. Folgend stellen wir Ihnen einige Highlights der Studie vor:

  • Engagement Marketing Bedeutung steigt: Über 80 Prozent der Befragten sagen, dass die Optimierung auf Engagement KPIs und die Verbesserung von Engagement-Tracking an Relevanz gewinnt.
  • Engagement Marketing wird gesehen: Über 70 Prozent der befragten Experten bescheinigen Engagement Marketing eine bessere Wahrnehmung als klassische Werbung.
  • Influencer überholen Celebritys: Über 70 Prozent messen Bloggern, Youtube- und Social-Media-Influencern zukünftig eine große Bedeutung zu und wollen verstärkt auf diese setzen.
  • Deutschland hat Aufholbedarf: 75 Prozent sehen aktuell signifikanten Nachholbedarf beim Engagement Marketing in Deutschland.
  • Herausforderung für moderne Marketingabteilungen: Die Experten bewerten es dabei als große Herausforderungen für moderne Marketingabteilungen, die verschiedenen Kanäle adäquat zu bespielen sowie die richtigen Ansätze zu wählen.

 

 

Buzzword: Traction

Der Begriff „Traction“ hat sich innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz im Stammwortschatz eines jeden Entrepreneurs verdient. „To gain traction“ lässt sich dabei umgangssprachlich als „Fuß fassen“ oder „an Boden gewinnen“ übersetzten. Wie Naval Ravikant, Co-Founder von AngelList, vereinfacht erläutert, lässt sich Traction genauer als Beweis dafür beschreiben, dass eine Nachfrage im Markt vorhanden ist – das Startup ist sozuagen „an etwas dran“. In Verbindung mit Traction finden sich häufig die im gleichnamigen Buch von Gabriel Weinberg und Justin Mares beschriebenen 19 Vermarktungsstrategien zur Steigerung von Traction und somit dem Wachstum eines Unternehmens. Klassische Maßnahmen wie Search Engine Marketing, E-Mail Marketing und Business Development, aber auch auf unkonventionelle PR oder virales Marketing zählen dazu. Wollen Sie mehr über das Thema wissen? Weitere Informationen zu Traction finden Sie hier.

Traction Bullseye Framework
Traction Bullseye Framework

 

 

Das Handbuch für StartUps, das sollten Sie lesen!

„… das beste Buch zum Thema Startup-Gründung was ich je gelesen habe, was besonders an dem hohen Bezug zur Praxis liegt.“ – My Business Blog

 

Wie wir wissen, ist ein Startup keine Miniaturausgabe eines etablierten Unternehmens, sondern eine temporäre, flexible Organisation auf der Suche nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Diese Erkenntnis liegt dem Handbuch für Startups zugrunde und macht das Buch „Startup Owner´s Manual: The Step-By-Step Guide for Building a Great Company” zu DEM wertvollen Begleiter für alle Gründerinnen und Gründer. Doch auch Nicht-Gründer können durch das Lesen dieses Buches für sich und ihre Arbeit großen Gewinn schöpfen. Steve Blank und Bob Dorf schrieben das Manual bereits im Jahre 2012 – heutzutage wird es als eines der Standardwerke für Entrepreneur weltweit gesehen und ist auch im Masterstudium Intra- und Entrepreneurship (tech) ein wichtiges Werk.

Doch was kann das Buch?

Durch sein Schritt-für-Schritt-Vorgehensmodell sichert es einen strukturierten Gründungsprozess. Dazu schafft das Buch (durch die Verknüpfung des Lean-Ansatzes, der Customer Development Prinzipien sowie von Konzepten wie Design Thinking) genau auf die Bedürfnisse von Gründerinnen und Gründer einzugehen. Plus: Es bietet als Alternative Anleitungen für physische und digitale Märkte an und ist so auch ideal für Corporate Startups und Spin-offs. Dies ist noch nicht alles! Neben seiner umfassende Inhaltliche Vielfalt, bietet es mehr als 40 hilfreiche Checklisten.

Deutsche Ausgabe

Seit September 2014 können wir hier in Deutschland eine deutsche Übersetzung mit dem Titel „Das Handbuch für StartUps“ erwerben. Prof. Nils Högsdal (Professor für Entrepreneurship an der Hochschule der Medien) und der Entrepreneur Daniel Bartel haben hier bei der Übersetzung fachlich unterstützt. Speziell für Deutschland gibt es dazu sieben exklusive deutsche Case-Studies von Startups wie Simpleshow oder von Corporate Startups wie CAR2GO. Wer an diesen interessiert ist, sollte sich überlegen die deutsche Version zu kaufen.

Unser Fazit

Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle deutschen Gründerinnen und Gründer, sei es das amerikanische Original „Statup Owner´s Manual: The Step-By-Step Guide for Building a Great Company” oder die deutschsprachige Ausgabe „Das Handbuch für StartUps“. Wer sich einlesen möchte, kann hier das deutsche Vorwort sowie Kapitel 1 und 2 lesen oder hier als PDF herunterladen.