Leseempfehlung

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Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen
Lean Startup (Foto: bücher.de)
Lean Startup (Foto: bücher.de)

Dieses Buch ist ein Muss für alle Unternehmensgründer. Aber auch Innovations- und Produktentwicklungsinteressierte kommen auf ihre Kosten. Die Rede ist von „Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen“. Eric Ries entwickelte im September 2008 die Lean Startup Methode und veröffentlichte daraufhin 2011 sein Buch. Mithilfe seiner Methodik sollen die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe herausgearbeitet werden. Eric Ries beschreibt diesen Prozess auf seine Weise: “We must learn what customers really want, not what they say they want or what we think they should want.” (Dt.: ”Wir müssen lernen, was die Kunden wirklich möchten, nicht was sie sagen, dass sie es möchten oder was wir denken, dass sie es mögen sollten.“) Durch das Aufstellen und Testen von Hypothesen, die elementare Faktoren für den Erfolg einer Geschäftsidee enthalten, kann anhand von evaluierten Daten das Geschäftsmodell optimiert werden.

Das Lean-Startup-Tool ist schnell, ressourcenfreundlich und radikal erfolgsorientiert. Es hat sich bereits in der Praxis bewährt und setzt sich auch in Deutschland immer stärker durch. Mithilfe des Ansatzes können Szenarien für Geschäftsideen erprobt werden, um Ideen, Produkte und Märkte permanent einem Evaluationsprozess zu unterziehen. Es wird geprüft, gemessen und überarbeitet, sodass spontane Kurswechsel möglich sind. Viele Startups scheitern, weil sie keinen konsequenten Geschäftsplan verfolgen, um kundengerechte Produkte zu schaffen und neue Märkte zu erschließen. Nach Ries ist ein systematisches Vorgehen bei der Unternehmensgründung mithilfe von wissenschaftlichen Methoden unabdingbar.

Eric Ries setzt einen Impuls an alle Gründungsinteressierte: “Start-up success is not a consequence of good genes or being in the right place at the right time. Success can be engineered by following the right process, which means it can be learned, which means it can be taught.” (Dt.: „Der Erfolg eines Startups ist keine Folge von guten Genen oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Erfolg kann durch die Befolgung der richtigen Prozessschritte konstruiert werden, was bedeutet, dass er gelernt werden kann, was bedeutet, dass er gelehrt werden kann“).

 

Eric Ries hat die Lean-Startup-Methode entwickelt und in den USA äußerst populär gemacht. Er ist Autor des Existenzgründer-Blogs Startup Lesson Learned und war Mitgründer von IMVU, einem Spiele- und Unterhaltungsnetzwerk. 2007 ernannte ihn die Business Week zu einem der besten Nachwuchsgründer im Technologiebereich. 2010 wurde er Entrepreneur-in-Residence an der Harvard Business School. Darüber hinaus hat er an vielen Büchern mitgeschrieben und ist weiterhin als Gründer tätig, so zum Beispiel als Senior-Software-Ingenieur bei There.com.

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Kopf schlägt Kapital

Lesen Sie das Buch nicht! Sie bringen Ihre Festanstellung in Gefahr! – Gründerszene

Günter Faltin (* 25. November 1944 in Bamberg) ist ein deutscher Hochschullehrer und Unternehmensgründer.

Günter Faltins Buch Kopf schlägt Kapital ist ein Aufruf zum Gründertum. Wer nach Inspiration für ein unternehmerisches Vorhaben sucht, findet sie hier auf 250 Seiten in 11 mitreißenden Kapiteln. Der Hochschullehrer und Entrepreneur schreibt von Tee, der Macht der Ideen und wie unternehmerisches Denken erlernt werden kann.

Bereits von Anfang an grenzt er Entrepreneurship deutlich von Business Administration ab und stellt gängige Ansichten zum Unternehmertum kritisch in Frage. Seine Herangehensweise ist jedoch nicht aus der Luft gegriffen: jahrelanges Lehren und das eigene Unternehmen, welches er auf Basis seiner im Buch genannten Überlegungen zum Erfolg geführt hatte, prägen die Worte des Professors. Seine These, dass weder nur Kapital, noch Managementfertigkeiten den Erfolg eines Startups ausmachen, sondern vor allem die simple Idee dahinter wird durch zahlreiche Praxisbeispiele unterstützt. Damit wird ein Aspekt betont, welcher mit dem deutschen Wort Unternehmertum oft verloren geht, während der englische Begriff Entrepreneurship diese kreative Note beibehält. Zudem unterstreicht Faltin die Bedeutung des Entrepreneurial Design, der Ausarbeitung eines unternehmerischen Konzepts, welche die Idee erstmals in wirtschaftlichen Gewinn transformiert.

Laut Autor ist es hierbei wichtig, die Überforderungsfalle geschickt zu umgehen und sich nicht von typischen Problemen eines Selbstständigen bei der Gründung behindern zu lassen. Besonders sollte man sich nicht von den Ängsten zu wenig Kapital zu besitzen verunsichern lassen, sondern die vorhandenen Komponenten richtig einzusetzen und Aufgaben auch delegieren. Dies kann auf ganz kleiner und auf großer Ebene stattfinden – das Prinzip der Komponenten bleibt gleich.

Es ist genau dieses Prinzip, dass Kopf schlägt Kapital zu einer hervorragenden Leseempfehlung für junge Gründer macht: Faltin propagiert das intensive Auseinandersetzen mit der eigenen Idee bis diese unerschütterlich ist. Gründer sollen die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen, soziale wie wirtschaftliche. Faltin motiviert dazu, gelernte Muster und Ideen vom großen Unternehmertum kritisch zu überdenken. Er plädiert auf pragmatische Art und Weise für ein Gewissen, für die Kreativität, für die Idee – und dies überzeugend, wie wir meinen.

Das Buch ist auf Englisch und auf Deutsch bei den einschlägigen Onlinehändlern und im eigenen Shop (auch als eBook) sowie in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich.

 

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The Hard Thing About Hard Things

Der US-Amerikanische Unternehmer Ben Horowitz wurde 1966 in London geboren. Er absolvierte – wie könnte es anders sein – ein Computer Science Studium. Jedoch nicht in Stanford, sondern an der Columbia University sowie der UCLA.

Nach dem Masterabschluss begann er seine Karriere als Engineer beim Computerhersteller Silicon Graphics. Wenige Jahre später heuerte er als einer der ersten Mitarbeiter bei Netscape an, dem Unternehmen, welches den ersten kommerziell erfolgreichen Webbrowser entwickelte. Sein Vorgesetzter war dabei ein gewisser Marc Andreessen, welcher in seiner weiteren Karriere noch eine große Rolle spielen sollte.

51rfw4jbqtlNach dem Verkauf von Netscape an AOL in 1998 arbeitete Horowitz dort für kurze Zeit als Vice President of eCommerce, bevor er gemeinsam mit Andreessen sein erstes eigenes Unternehmen Loudcloud, einen IT-Management-Softwareanbieter (später Opsware), gründete.

Im März 2001, ca. ein Jahr nach Platzen der DotCom-Blase, ging das Unternehmen an die Börse. Nach einigen Höhen und Tiefen, einer Übernahme und der Umbenennung in Opsware, sowie eines rapiden Wachstums auf über 500 Mitarbeiter, wurde das Unternehmen 2007 schließlich für rund 1,6 Milliarden US-Dollar an Hewlett-Packard verkauft.

Doch auch nach diesem Geschäftsabschluss sollten sich die Wege von Horowitz und Andreessen nicht trennen. 2009 gründeten die beiden gemeinsam die Venture-Capital-Gesellschaft Andreessen Horowitz (kurz a16z), welche mit Investments in u. A. Skype, Facebook, Groupon, Twitter, Instagram in Zynga  als eine der erfolgreichsten weltweit gilt.

Kurz nach der Gründung begann Horowitz außerdem mit dem Bloggen. Auf seiner Homepage bloggte der HipHop-Fan von 2010-2015 regelmäßig über Management-Themen, Technologie und das Silicon Valley. Oftmals werden seine Beiträge dabei von Songtexten seiner favorisierten Rapsongs eingeleitet. Auch sein Lieblingsbuch High Output Management des Intel-Gründers Andy Grove wird mehrmals genannt.

In seinem Buch The Hard Thing About Hard Things: Building A Business When There Are No Easy Answers (auf Deutsch: Wenn es hart auf hart kommt: Schwierige Management-Situationen und wie man sie meistert) greift er schließlich die wichtigsten Themen und Beiträge aus seinem Blog auf, überarbeitet und vertieft diese. Den Leser erwarten wertvolle Managementratschläge, welche Horowitz in seiner langen Karriere als Unternehmer sammeln konnte. Für angehende Gründer, Technologie- und Management-Interessierte und auch HipHop-Fans absolute Pflichtlektüre und eine klare Kaufempfehlung.

Das Buch ist auf Englisch und auf Deutsch bei den einschlägigen Onlinehändlern (auch als eBook) sowie in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich.

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Das Handbuch für StartUps, das sollten Sie lesen!

„… das beste Buch zum Thema Startup-Gründung was ich je gelesen habe, was besonders an dem hohen Bezug zur Praxis liegt.“ – My Business Blog

 

Wie wir wissen, ist ein Startup keine Miniaturausgabe eines etablierten Unternehmens, sondern eine temporäre, flexible Organisation auf der Suche nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Diese Erkenntnis liegt dem Handbuch für Startups zugrunde und macht das Buch „Startup Owner´s Manual: The Step-By-Step Guide for Building a Great Company” zu DEM wertvollen Begleiter für alle Gründerinnen und Gründer. Doch auch Nicht-Gründer können durch das Lesen dieses Buches für sich und ihre Arbeit großen Gewinn schöpfen. Steve Blank und Bob Dorf schrieben das Manual bereits im Jahre 2012 – heutzutage wird es als eines der Standardwerke für Entrepreneur weltweit gesehen und ist auch im Masterstudium Intra- und Entrepreneurship (tech) ein wichtiges Werk.

Doch was kann das Buch?

Durch sein Schritt-für-Schritt-Vorgehensmodell sichert es einen strukturierten Gründungsprozess. Dazu schafft das Buch (durch die Verknüpfung des Lean-Ansatzes, der Customer Development Prinzipien sowie von Konzepten wie Design Thinking) genau auf die Bedürfnisse von Gründerinnen und Gründer einzugehen. Plus: Es bietet als Alternative Anleitungen für physische und digitale Märkte an und ist so auch ideal für Corporate Startups und Spin-offs. Dies ist noch nicht alles! Neben seiner umfassende Inhaltliche Vielfalt, bietet es mehr als 40 hilfreiche Checklisten.

Deutsche Ausgabe

Seit September 2014 können wir hier in Deutschland eine deutsche Übersetzung mit dem Titel „Das Handbuch für StartUps“ erwerben. Prof. Nils Högsdal (Professor für Entrepreneurship an der Hochschule der Medien) und der Entrepreneur Daniel Bartel haben hier bei der Übersetzung fachlich unterstützt. Speziell für Deutschland gibt es dazu sieben exklusive deutsche Case-Studies von Startups wie Simpleshow oder von Corporate Startups wie CAR2GO. Wer an diesen interessiert ist, sollte sich überlegen die deutsche Version zu kaufen.

Unser Fazit

Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle deutschen Gründerinnen und Gründer, sei es das amerikanische Original „Statup Owner´s Manual: The Step-By-Step Guide for Building a Great Company” oder die deutschsprachige Ausgabe „Das Handbuch für StartUps“. Wer sich einlesen möchte, kann hier das deutsche Vorwort sowie Kapitel 1 und 2 lesen oder hier als PDF herunterladen.