Modul im Fokus

Modul im Fokus: Business Model Generation

Wir haben uns mit Professor Dr. Högsdal getroffen und ihm einige Fragen zum Modul ‚Business Model Generation‘ gestellt.

(Zum Videointerview geht es hier oder durch einen Klick auf das Bild unten)

Prof. Dr. Högsdal

 

Nachfolgend finden Sie ein Transkript des obigen Videos.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Moduls?

Das Modul Business Model Generation, was übrigens auch Design Thinking beinhaltet, ist mal vereinfacht der Weg von der ersten Idee bis hin zum tragfähigen, nachhaltigen Geschäftsmodell. Es geht also auch wirklich darum – und da kommt der altbekannte Spruch rein „Innovation ist die Fähigkeit, auch eine Rechnung für eine Idee zu stellen.“ – also die Frage, wie man – wie gesagt – aus einer Idee echte Umsätz erzielen kann, wie das funktionieren kann.

Welche Kompetenzen werden in dem Modul vermittelt?

Also fangen wir hier beim Modul Business Model Generation mit den Methoden an. Wir setzen sehr stark auf Action Learning. Das heißt, die Studierenden werden wirklich an einem eigenen Beispiel, an einer eigenen Idee, Schritt für Schritt die Idee und die Hypothesen zum Geschäftsmodell validieren. Man geht heraus, man spricht mit potentiellen Kunden, man spricht mit potentiellen Partnern, man findet heraus, wie der Markt funktioniert. Man wird in vielen Fällen auch mal scheitern, feststellen, das funktioniert so nicht, wie man sich das gedacht hat. Aber lieber im Kleinen scheitern, einen Pivot – eine Anpassung des Geschäftsmodells – vornehmen und dann am Schluss mit einem durch validierten Geschäftsmodell erfolgreich gründen.

Welche Relevanz hat das Modul für den gesamten Studiengang?

Also im Gesamtkontext Entrepreneurship zu Business Model Generation möchte ich sehr plakativ sagen: Früher hat man Entrepreneurship-Lehre irgendwie als „Was mit Businessplänen“ definiert, vielleicht noch andere Aspekte. Wenn ich sehe, wie sich die Forschung und die Erkenntnis verändert hat, wissen wir heute, dass Entrepreneurship eigentlich die Lehre davon ist, wie neue Geschäftsmodelle entstehen. Das ist relevant für Startups, aber am Ende scheitern Startups nicht am Geld, sondern daran, dass sie kein tragfähiges Geschäftsmodell haben und in etablierten Unternehmen geht es genau so weiter: Es geht viel weniger um Produktinnovationen, sondern um Geschäftsmodellinnovationen und darauf gibt die klassische Betriebswirtschaftslehre kaum eine Antwort, aber Entrepreneurship-Education in diesem Modul ‚Geschäftsmodellentwicklung‘ in meinen Augen sehr wohl.

Werden Grundlagen für den Besuch des Moduls vorausgesetzt?

Also das Interessante ist: Beim Besuch des Moduls ‚Business Model Generation‘ geht es weniger um klassische Betriebswirtschaftslehre bei den Grundlagen, sondern eher um die Fähigkeit, fast schon wissenschaftlich arbeiten zu können. Warum? Ich habe eine Idee, ich habe eine Hypothese. Diese Hypothese wird entweder validiert oder falsifiziert. Ich muss erkennen, dass Scheitern ein Teil des Weges ist, dass Scheitern zum Prozess gehört und das ist nichts anderes, als wenn ein Sozialwissenschaftler Experimente durchführt oder wenn ein Naturwissenschaftler im Labor Experimente durchführt. Also von daher, ein gewisses, akademische Grundverständnis, wie man an so etwas herangeht und dass man offen an Hypothesen herangeht, ist mit A und O die wichtigste Grundqualifikation. Alles andere lerne ich im Laufe des Studiums hier.

Möchten Sie noch etwas besonders hervorheben?

Ich denke, zu den Besonderheiten des Moduls ‚Geschäftsmodellentwicklung‘ ist tatsächlich, dass man nicht seiner eigenen Idee hereinkommt, sondern, dass man wirklich offen in ein Team hereinkommt, in ein Team herein geht und sich durchaus auf etwas Anderes auch einlässt und in der Lage ist, mal ganz wilde Ideen in Geschäftsmodellen umzusetzen und zu validieren und das ist meine Erfahrung aus den Pilotmodulen, es ist auch sehr stark ein Lernen voneinander. Und das Spannende an dem Modul ist: Gerade in der Gruppenarbeit sind gemischte Teams, in denen Ingenieure mit Wirtschaftswissenschaftlern zusammenarbeiten, meistens die erfolgreichsten Teams.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Professor Högsdal!

Modul im Fokus: System Dynamics – Modellierung und Simulation

 

Wir haben uns mit Frau Professor Dr. Meike Tilebein getroffen und ihr einige Fragen zum Modul System Dynamics – Modellierung und Simulation gestellt.

(Zum Videointerview geht es hier oder durch einen Klick auf das Bild unten)

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Video-URL: https://innovative-entrepreneurship.de/wp-content/uploads/2016/10/system_dynamics_2016-mie-prof_dr_meike_tilebein.mov

Nachfolgend finden Sie ein Transkript des obigen Videos.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Moduls?

System Dynamics, das ist eine Methode, die in den 50er Jahren am MIT (Massachusettes Institute of Technology, Anm. d. Red.) erfunden wurde, die auch genutzt wurde, um diesen berühmten Bericht an den Club of Rome – Die Grenzen des Wachstums –  zu erstellen. Da war ein Simulationsmodell Basis für diesen Bericht an den Club of Rome und wir wollen in diesem Modul diese Methode erlernen und uns die Sachverhalten ansehen, die besonders spannend für Entrepreneurship & Intrapreneurship sind in diesem Zusammenhang.

Welche Kompetenzen werden in dem Modul vermittelt?

Was können die Studierenden, wenn das Modul absolviert wurde? Ich glaube, eine ganz wichtige Kompetenz besteht darin, wirklich Systeme zu sehen in Sachverhalten. Nämlich zu erkennen, „Dieser Sachverhalt passt auf diesen Archetyp“ und dann auch natürlich, diese Dinge modellieren zu können, sei es als Kausaldiagramm aufmalen zu können und dann auch zu wissen, „Da gibt es diese und jene Eingriffsmöglichkeiten um dieses unerwünschte Verhalten zu ändern oder auch unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden“ und natürlich die Kompetenz, dass man auch selbst modellieren kann mit einer Simulationssprache, die System Dynamics unterstützt, um eigene kleine Modelle und Simulationen zu erstellen.

Welche Relevanz hat das Modul für die Wirtschaftswissenschaften?

Weil man viele von den bekannten Sachverhalten aus der Betriebswirtschaftslehre, zum Beispiel, dass Innovationsdiffusion wie eine S-Kurve verläuft, hier mit einer zusätzlichen Perspektive versieht – dieser dynamischen Perspektive – sodass man die Mechanismen dahinter verstehen und das Ganze auch simulieren kann. Simulieren ist ja auch etwas, was eine typische ingenieurwissenschaftliche Herangehensweise auf der anderen Seite ist. Und aus dieser Simulation kann man natürlich auch Erkenntnisse erzielen um zu sagen, „Hier ist der Zeitpunkt, wo ich eingreifen muss, sonst bin ich unrettbar verloren“ oder „Dieser Mechanismus funktioniert auf diese Art und Weise. Wenn ich es schaffe, hier einen Eingriff zu machen, dann habe ich bis hier noch die Chance, das ganze Systemverhalten umzudrehen“.

Also das sind spannende Fragestellungen, die man vielleicht schon kennt aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive. Hier aber noch Mal mit einer zusätzlichen dynamischen und auch Struktur-Sichtweise, die erklärt, welche Mechanismen darunter liegen um daraus dann natürlich auch mögliche Eingriffe identifizieren zu können.

Werden fortgeschrittene Kenntnisse in Mathematik vorausgesetzt?

Nein, das Ganze ist auch machbar, ohne dass die Mathematikkenntnisse, sehr, sehr stark ausgeprägt sind. Ganz im Gegenteil – diese Methode wurde auch für Leute gemacht, die gar nicht so mathematikaffin sind.

Natürlich, jedes Simulationsmodell, was ich erstelle, hat zur Basis – anders geht es nicht – mathematische Gleichungen, aber die Art und Weise, wie man dort hinkommt, das ist eine Besondere hier bei der Methode System Dynamics und die macht es vom Vorgehen her so geeignet , dass man auch mit Leuten modelliert, die eigentlich nicht sehr mathematikaffin sind.

Möchten Sie noch etwas besonders hervorheben?

Das Beer Game, das ist ein tolles Spiel, bei dem man wirklich für sich selbst sehr unmittelbar erfahren kann, was eine solche Wertschöpfungskette eigentlich bedeutet und wie gut es ist, dass man eine Systemsicht hat und vielleicht seine eigene Position nicht so sehr stark abgrenzt, dass man sagt „Der böse Markt da draußen ist Schuld an allem Unglück, was mir widerfährt“.

Stattdessen steht am Ende die Erkenntniss „Ich trage selbst zu diesem Problem BEI, was sich mir hier am Ende darstellt“. Das Tolle ist, dass am Ende wirklich immer wieder das Chaos sehr groß ist und man sieht, dass eine vermeintlich einfache Lieferkette nicht gut zu beherrschen ist.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Professor Tilebein!

Nils Högsdal
Advanced Finance

Wir haben uns mit Professor Dr. Högsdal getroffen und ihm einige Fragen zum Modul Advanced Finance gestellt.

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Was sind die wesentlichen Inhalte des Moduls?

Das Modul Advanced Finance könnte man im Prinzp als eine Art „Fit für die Geschäftsführung“ bezeichnen. Das heißt, alles, was jemand als Gründer oder eben als Geschäftsführer wissen muss zum Thema Finanzierung, Unternehmensberwertung, Gestaltung von Verträgen, Kauf und Verkauf von Unternehmen ist in diesem Modul irgendwo abgedeckt und beinhaltet.

Prof. Dr. rer.pol. Dipl.-Kfm. Nils Högsdal
Prof. Dr. Nils Högsdal

Welche Kompetenzen werden in dem Modul vermittelt?

Sie sind danach in der Lage, Unternehmensbewertungen nachzuvollziehen, zu verstehen und mitzugestalten. Sie sind in der Lage, zu verstehen, welche Form von Finanzierung in welcher Phase eines Projektes oder einer Gründung adäquat ist. Eigenkaptial, Fremdkapital, aber auch mezzanine Mittel bis hin zu innovativen Mitteln wie Crowdfunding und Crowdfinancing.

Zu den Methoden: Es ist viel Lernen an realen Beispielen und Fallstudien. Wir machen zum Beispiel eine sogenannte Due Dilligence, also die Prüfung der Bücher eines Unternehmens vor einem Verkauf beziehungsweise einem Anteilskauf an einem durchaus realen Beispiel. Wir setzen ein kleines Planspiel ein, bei dem man Unternehmensbewertungen nachvollzieht und wir werden natürlich auch mit realen Beispielen am Thema Finanzierung arbeiten.

Welche Relevanz hat das Modul für den gesamten Studiengang?

Im Gesamtkontext ist auf jeden Fall die Rolle der Finanzierung generell zu nennen. Ein bisschen salopp hieß es früher „Ohne Moß nichts los“. Ich muss ein Projekt finanzieren können. Ich brauche die Budgets, die Mittel dafür. Es geht ganz praktisch darum, dass ich in der Lage bin, auch den Mehrwert dieses Projektes zu zeigen. Wenn ich eine tolle Idee habe und beweisen kann, dass ich eine Bewertung von mehreren Millionen dafür bekommen kann eines Tages, dann bin ich auch in der Lage, vielleicht ein Budget von 200.000 bis 300.000 Euro intern zu erhalten, um dieses Projekt durchzuführen. Oder wenn ich ein Startup habe, dessen Wert in die Millionen gehen kann, dann wird auch ein Business Angel in einer sehr frühen, risikoreichen Phase sich vielleicht mit einigen Zehntausend Euro beteiligen.

Werden Grundlagen für den Besuch des Moduls vorausgesetzt?

Ein Wirtschaftswissenschaftler, der das Modul belegt, wird im Normalfall die Grundlagen mitbringen. Er muss die Bilanz verstehen können, er muss die Gewinn- und Verlustrechnung verstehen können.

Für einen Ingenieur oder einen anderen Fachfremden ist es wichtig, im Vorfeld das Modul Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre gehört zu haben. Führungsorientiertes Rechnungswesen schadet nicht, aber das kann man auch durchaus parallel belegen.

Möchten Sie noch etwas besonders hervorheben?

Ich war zwölf Jahre lang selbst Gründer und Geschäftsführer. Und wenn ich an das Modul Advanced Finance denke: Mir hätte es geholfen, vor meiner Gründung einen Teil des Wissens gehabt zu haben. Vieles hat man eben „the hard way“ während der Arbeit gelernt und der ein oder andere Fehler hätte vielleicht vermieden werden können.

 

 

 

Von der Idee bis zum Vertrieb – Erfolgreicher Start des Kontaktstudiums

Mit den Modulen „Von der Idee zum Geschäftsmodell: Design Thinking und Business Model Generation“ und „Softskills fürs Marketing: Vertrieb, Verhandlung, Teamführung“ sind die ersten beiden Kontaktstudienmodule erfolgreich gestartet. Insgesamt zwölf Teilnehmer aus Startups und etablierten Unternehmen aus der Region nutzten die Gelegenheit, bereits ECTS zu sammeln, die später auf den Studiengang angerechnet werden können. Die beiden Module decken wesentliche Elemente der Innovationsentwicklung und -vermarktung ab.

 

Von der Idee zum Geschäftsmodell – Wie mache ich meine Geschäftsidee marktfähig?
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Prof. Dr. Nils Högsdal

Im Fokus des ersten Moduls „Von der Idee zum Geschäftsmodell“ stand der Prozess, wie mit Design Thinking und Business Model Generation strukturiert aus einer Idee ein Geschäftsmodell entwickelt wird. Unter Anleitung der HdM-Dozenten Prof. Dr. Nils Högsdal, Dr. Hartmut Rösch und Johanna Kutter M.A. durchliefen die Teilnehmer den gesamten Design Thinking Prozess und erarbeiteten in Kleingruppen zunächst innovative Geschäftsideen wie z.B. eine Plug-In-Lösung, die Falschinformationen aus dem Internet filtert, und eine Methode, die die Bürgerbeteiligung bei kommunalen Initiativen erhöhen soll. Kreative Elemente wie z.B. Lego Serious Play regten das Innovationspotenzial und die Fantasie der Teilnehmer an und brachten interessante Ideen hervor.

In den mehrwöchigen Selbststudiumsphasen galt es nicht nur, das Gelernte zu vertiefen und für die eigene Idee zu durchdenken. Die Teams führten Interviews mit potenziellen Kunden und werteten diese Aus, um die Idee zu validieren und weiter zu schärfen. Mithilfe des Business Model Canvas entwickelten die Teams anschließend das Geschäftsmodell und brachten ihre Geschäftsidee bis zur Marktreife. Am Ende des Moduls stand dann die Ausarbeitung das Geschäftsmodell als schriftliche Ausarbeitung.

Die Vor- und Nachbereitung der Präsenztage, die Ausarbeitung der Prüfungsleistung und den Austausch in den Selbststudiumsphasen unterstützen sowohl eine virtuelle Lernplattform und Online-Tools, aber auch regelmäßige selbstorganisierte Gruppentreffen.

 

Softskills fürs Marketing – Wie verhandle ich mit Investoren und Kunden und bringe meine Idee auf den Markt?
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Prof. Dr. Jürgen Seitz

Vertrieb, Verhandlung und Teamführung waren die zentralen Themen des zweiten Moduls „Softskills fürs Marketing. Prof. Dr. Nils Högsdal und Prof. Dr. Jürgen Seitz vermittelten den Teilnehmern nicht nur theoretische Grundlagen zum Aufbau von Strukturen und Prozessen, sondern trainierten auch praxisorientiert in Rollenspielen die Vertriebs- und Verhandlungsfähigkeiten der Teilnehmer.

Ein großes Thema war dabei auch „Traction“ – Nils Högsdal und die Teilnehmer diskutierten anhand von zahlreichen Beispielen, wie erfolgreich und nachhaltig Traction generiert und die ersten Kunden für ein Unternehmen gewonnen werden können.

In einem Planspiel wurden abschließend an einem der Präsenztermine auch die Unternehmensführung simuliert, sodass die Teilnehmer sich intensiv und praxisorientiert mit dem Thema Unternehmenskultur, Teamgestaltung und Mitarbeiterführung auseinandersetzen konnten.

 

Zertifikat und Anrechnung auf den Masterstudiengang

Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten die TeilnehmerInnen ein Hochschulzertifikat, das die erworbenen Kompetenzen bestätigt und ECTS-Credits ausweist. Diese können für das weiterführende Studium im berufsbegleitenden Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech), aber auch auf ein anderes weiterführendes Studium an einer anderen Hochschule angerechnet werden. Damit ist ein erster Schritt hin zum Master of Business Engineering (MBE) in Intra- und Entrepreneurship (tech) gemacht.

 

Weitere Kontaktmodule im Sommer 2016

Wer bereits jetzt in den berufsbegleitenden Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) einsteigen möchte, hat auch in nächster Zeit dazu Gelegenheit: Bis Herbst stehen weitere neue Module auf dem Programm des Kontaktstudiums Entrepreneurship, die einzeln belegt und später angerechnet werden können. Im Rahmen einer Summerschool im Juli vermittelt z.B. Prof. Dr. Högsdal und weitere DozentInnen umfassendes Wissen aus den Bereichen Investitionsrechnung, Unternehmensfinanzierung, -bewertung und -besteuerung sowie Mergers & Akquisition.

Das Modul zu Design Thinking und Business Model Generation findet im Oktober zum zweiten Mal statt.

 

Alle Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten finden Sie auch unter www.e-education.center

 

Design Thinking und Business Model Generation

Wie entwickelt man eine innovative Geschäftsidee und macht diese marktfähig? Ganz einfach: Indem man die zukünftigen Kunden nach Ihren tatsächlichen Bedürfnissen fragt und darauf aufbauend eine passende Lösung erarbeitet.Wie mit den Methoden Design Thinking und Business Model Generation aus einer Idee ein Geschäftsmodell strukturiert entwickelt wird, lernten die Teilnehmer des ersten Moduls im Kontaktstudium Entrepreneurship an der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM). Sie absolvieren das neue, berufsbegleitende Weiterbildungsangebot, das auf den Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) angerechnet werden kann.

 

Kreative und innovative Geschäftsideen

Wer ein eigenes Startup führt, Innovationsprojekte leitet oder ein Geschäftsfeld entwickelt, der kann bereits jetzt in das berufsbegleitende Masterstudium einsteigen und sein Fach- und Praxiswissen vertiefen.  Die Teilnehmer des ersten Moduls „Von der Idee zum Geschäftsmodell – Design Thinking und Business Model Generation“ nutzten diese Möglichkeit, um sich gezielt weiterzubilden.

Unter Anleitung von Dr. Hartmut Rösch, Johanna Kutter M.A. und Prof. Dr. Nils Högsdal entwickelten sie an der HdM an vier Präsenztagen im Dezember und Januar innovative Geschäftsideen. Dabei durchliefen sie den gesamten Design Thinking Prozess und nutzten Tools der Business Model Generation sowie kreative Methoden wie Lego Serious Play. Entstanden sind in den Gruppen eine Plug-In-Lösung, die Falschinformationen aus dem Internet filtert, und eine Methode, die die Bürgerbeteiligung bei kommunalen Initiativen erhöhen soll.

 

Vertiefung im Selbststudium und Prüfung

Die Präsenztage wurden in der Weiterbildung durch Selbststudiumsphasen ergänzt. So galt es nach dem ersten Präsenzblock, das Gelernte individuell zu vertiefen und im Team die Geschäftsidee und das Geschäftsmodell zu validieren und zu schärfen. Anschließend fand eine weitere Selbststudiumsphase statt, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Know-How reflektierten, ergänzende Lernmaterialien bearbeiteten und weitere Inhalte aufarbeiteten. Eine Online-Plattform mit Materialien und Kommunikationstools unterstützte das Selbststudium, das sich dank der freien Zeiteinteilung gut mit der Berufstätigkeit verbinden lässt.

Im März hieß es schließlich für alle, die erworbenen Kompetenzen in einer Prüfungsleistung nachzuweisen.

 

Praxisbezug und Hochschulzertifikat

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommt die Kombination aus intensiver Wissensvermittlung durch die erfahrenen Dozenten der HdM und begleiteten Selbstlernphasen gut an:  „Die Weiterbildung ist eine gute Mischung aus Theorie, praxisbezogenen Beispielen und Erfahrungsaustausch. Die Tipps der Dozenten sind nicht nur für Gründer interessant, sondern lassen sich auch sehr gut auf Aufgaben in einem Unternehmen übertragen“, resümierte einer der Teilnehmer das Weiterbildungsangebot.

Und die Weiterbildung hat Zukunft: Die erworbenen Kompetenzen werden mit einem Hochschulzertifikat und ECTS-Credits bestätigt. Diese können auf das weiterführende, berufsbegleitende Masterstudium „Intra- und Entrepreneurship (tech)“ der HdM und der Universität Stuttgart (geplanter Start: Herbst 2016) angerechnet werden.