Sonstiges

Station F – der größte Startup Campus der Welt
Bild: goo.gl/rj5Cc1

Im Sommer 2017 hat Station F, der größte Startup Campus der Welt in Paris, seine Tore für Gründer, Gründerinnen und Gründungsinteressierte geöffnet.
Station F hat in einer ehemaligen Bahn-Lagerhalle in Paris ein vollständiges Ecosystem mit Entrepreneuren, Investoren und Startup Programmen aufgebaut. Dazu zählen über 34.000 Quadratmeter Nutzungsfläche, die effizient in Arbeitsplätze, Event Bereiche, einem Makerspace, einem Restaurant und vielen weiteren Bereichen umgewandelt wurde. Für 2018 sind zusätzlich Wohngebäude in der Nähe von Station F geplant, die eine Kapazität von bis zu 100 Apartments bietet. Gründer haben dadurch die Möglichkeit, ihre Anfahrtszeiten zu verkürzen und sich dem Aufbau ihres Betriebes zu widmen.

Das Founders Programm
Station F bietet unterschiedliche Programme an, die für jeden individuell zugeschnitten sind. Einerseits gibt es das sog. Founders Program. Dieses Programm ist für Startups entwickelt, die sich noch in der Frühphase ihrer Gründung befinden. Hier bekommt man die Möglichkeit für 195€ im Monat einen privaten Schreibtisch im Gebäude von Station F zu mieten. Zusätzlich erhält man Zugang zu allen Startup spezifischen Ressourcen, einem großen Network an Gründern und kann an den von Station F organisierten Campus Events mit anderen Entrepreneuren teilnehmen.
Um sich für dieses Programm bewerben zu können, muss man sich mit seinem Startup in der Frühphase befinden und Vollzeit dafür arbeiten. Es müssen zusätzlich KPIs oder ein geprüftes Konzept vorgelegt werden. Sobald diese Bedingungen erfüllt sind, kann man sich jeder Zeit auf ihrer Website für dieses Programm bewerben.

Das Fighters Programm
Neben dem Founders Program bietet Station F auch das Fighters Program an. Dieses ermöglicht Gründern, die keine guten Startbedingungen und Voraussetzungen für die Gründung ihres Startups haben kostenlosen Zugang zu allen Vorteilen des Founders Program. Die komplexen Voraussetzungen können hierbei in einem schwierigen persönlichen Hintergrund liegen oder beispielsweise in der Flucht aus einem anderen Land. Für dieses Programm werden also keine speziellen Qualifikationen benötigt, die Gründer müssen hier Kampfgeist zeigen. Allerdings müssen auch hier KPIs oder ein Konzept vorgelegt werden, das Startup sollte sich in der Frühphase befinden und die Gründer müssen Vollzeit in ihrem Startup arbeiten. Zusätzlich liegt die Mindestverpflichtung in diesem Programm bei mindestens einem Jahr, auch hierfür kann man sich ebenfalls online auf der Website von Station F bewerben.

Membership Fee
Zuletzt bietet die Organisation noch eine zusätzliche Option an, die Membership Fee. Diese Möglichkeit kostet 900€ im Jahr pro Person. Dafür erhält man 5 Tage pro Monat Zugang zu Station F. Hierfür werden keine gesonderten Bedingungen benötigt.

Programme Extern
Die Startup Programme in Station F begrenzen sich allerdings nicht nur auf die vom Unternehmen angebotenen, es gibt zusätzlich geförderte Programme die direkt von anderen, großen Firmen gesponsert werden. Zum Beispiel die Startup Garage von Facebook oder das Media Lab von Accelerator. Diverse weitere Startup Programme sollen Gründern helfen Unterstützung in Bereichen zu erlangen die speziell für Ihr Unternehmen zugeschnitten und passend sind.

Services
Die Unterstützung den Gründern in Station F angeboten wird, wird fortwährend ausgeweitet. Zusätzlich zu den Programmen, erhalten Station F Mitglieder besondere Angebote und Services von unterschiedlichsten Unternehmen. Dazu zählen Airbnb, Github oder auch Evernote. Ebenso gibt es in Station F ein sogenanntes Tech Lab. Dort hat jedes Startup die Möglichkeit, Prototypen aller Art zu bauen und sich von Experten beraten zu lassen.

Fazit
Die Mitgliedschaft bietet für Gründer und Gründerinnen aller Art und aller persönlichen Hintergründe die Möglichkeit, ihr Startup zu entwickeln und zu fördern. Station F legt insbesondere großen Wert darauf, allen Gründern die gleichen Voraussetzungen bieten zu können, insbesondere wenn es an finanziellen Mitteln fehlen sollte. Jeder soll hier die Möglichkeit haben, in den Bereich der Entrepreneure einzusteigen und seine Ideen und Visionen entwickeln zu können.

Social Innovation Summit Stuttgart
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Es ist wieder soweit, am 9-10 März findet der Social Innovation Summit im Wizemann Space in Stuttgart statt. Der Social Innovation Summit grenzt sich bewusst von herkömmlichen Konferenzen über Technologie, Digitalisierung, Startups oder Business jeder Art ab. Der Schwerpunkt dieses Zusammenkommens liegt auf der Verwendung von Technologien, Konzepten und Lösungen, um eine bessere Welt zu gestalten.

Um sich einen Platz bei dem Social Innovation Summit zu sichern, müssen hierfür im Voraus Tickets erworben werden. Die Preisspanne dieser reicht von 45€ für Studenten, 90€ für ein reguläres Ticket (für Privatpersonen und Freelancer) und 250€ für ein Corporate Ticket (für Repräsentanten von Unternehmen und Organisationen). Snacks und Wasser sind für alle kostenfrei im Ticketpreis mit inbegriffen.

Inhaltlich umfasst das Programm diverse Diskussionen, wie Projekte finanziert oder digitale Routen für Social Innovation geschaffen werden können. Darüber hinaus werden Top Unternehmer aus der Politik oder Business inspirierende Reden halten und Einblick in Ihren Arbeitsbereich geben.

Da viele der Diskussionen und Workshops eine begrenzte Teilnehmerzahl haben, sollten Sie sich auf der Homepage des Social Innovation Summit registrieren und sich eine der begehrten Tickets sichern und Ihr persönliches Programm zusammenstellen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unter folgendem Link gelangen Sie zur Homepage des Social Innovation Summit und können sich über das Programm und vieles weitere genauer informieren: http://sisummit.de/

CERIecon Startup Finale
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Die besten Startups Europas im Wettbewerb – „Pitch and Play Time“ in Stuttgart
Es ist soweit: Die erste SANDBOX-Kohorte neigt sich dem Ende zu und findet ihren krönenden Abschluss im „Pitch & Play Time. 1st CERIecon Startup Finals“, deren Ausrichter das HdM Startup Center gemeinsam mit der WRS ist.

Junge Unternehmensgründer aus ganz Europa werden in Stuttgart gegeneinander antreten und ihre Geschäftsideen vor einer Jury präsentieren. Den Siegern winkt eine Förderung inklusive kostenloser Arbeitsräume. Aus der Region Stuttgart sind zwei Startups nominiert: ScreenInk Studios und deinklub.
Insgesamt 16 Startups werden ab dem 22. Februar 2018 in Stuttgart gegeneinander antreten. Die besten vier kommen am 23. Februar in das Finale. Die 16 Teams sind als beste Teilnehmer aus sieben europäischen Regionen hervorgegangen. Sie haben zuvor eine sechsmonatige Qualifizierung in speziellen Co-Working-Spaces, sogenannten Playparks, durchlaufen. Die Playparks befinden sich in Bratislava/Slowakei, Brno/Tschechien, Krakau/Polen, Rijeka/Kroatien, Venetien/Italien, Wien/Österreich und Stuttgart. Sie sind im Rahmen des EU-Projekts Ceriecon (Central Europe Regional Innovation Ecosystems Network) entstanden.
Die beiden Nominierten aus der Region Stuttgart, deinklub und ScreenInk Studios, sind in den Kategorien „Social Innovation“ beziehungsweise „Economic Innovation“ nominiert. ScreenInk Studios wollen Virtual Reality Games mit erzählerischem Fokus produzieren, deinklub möchte die Außendarstellung von Amateursportvereinen professionalisieren und zukunftsfest machen (Hierzu haben wir erst kürzlich mit den Gründern ein sehr interessantes Interview geführt, dass Sie unter folgendem Link finden können: https://innovative-entrepreneurship.de/2018/01/29/startup-im-fokus-deinklub/).
Beide Teams wurden im Playpark der Region Stuttgart, der an der Hochschule der Medien (HdM) angesiedelt ist, gefördert und haben sich im regionalen Vorentscheid für das Finale qualifiziert.

Wir erwarten kreative Pitches der Finalisten, spannende Impulsvorträge von Nathalie Schaller, Gründerin von [eyd] clothing und Niklas Dorn, Gründer von Filestage und viele Möglichkeiten zum Netzwerken. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt sein, die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Markieren Sie sich also noch heute den 23. Februar in ihrem Kalender und unterstützen Sie die Stuttgarter Teams vor Ort im CERIecon Startup Finale. Eine Anmeldung unter https://inopai.com/webform/D6ztGA4qp3aSIix5/ ist aufgrund der begrenzten Platzzahl im Theaterhaus bis zum 15. Februar dringend erforderlich und verbindlich.

Sandbox Bewerbungsschluss
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Im April geht die Sandbox – der Accelerator für Gründungen aus der Kreativwirtschaft – in die zweite Runde. Das sechsmonatige Programm bietet ein Training und stellt ein Netzwerk zu Mentoren, Startups und Branchenpartnern zur Verfügung. Zusätzlich wird im neuen Coworking-Space „Playpark“ ein kostenloser Arbeitsplatz für die Dauer von sechs Monaten zur Verfügung gestellt.

Bis zum 15. Februar können sich Einzelpersonen oder Teams mit einer innovativen Geschäftsidee aus allen Bereichen der Kreativwirtschaft (Musikwirtschaft, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Buchmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt, Software-/ Games- Industrie, Architekturmarkt, Darstellende Künste, Designwirtschaft, Kunstmarkt) um einen Platz bewerben. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos und berufs- und studienbegleitend möglich. Die Bewerbung erfolgt über die Website: https://startupcenter-stuttgart.de/sandbox

Die Sandbox startet mit einem umfangreichen Training. Experten aus der Praxis vermitteln den Gründern in Seminaren und Workshops unternehmerisches Wissen sowie praktische Tipps zur Entwicklung und Umsetzung der eigenen Geschäftsidee. Um die bloße Idee zu einem tragfähigen Geschäftsmodell werden zu lassen, erhalten alle Teams zusätzliche Unterstützung von Mentoren. Sie stehen den Gründern in der Ausarbeitung des Geschäftsmodells beratend zur Seite, vermitteln Branchenwissen und Kontakte.

Neben Training und Mentoring spielt Internationalisierung eine wichtige Rolle in der Sandbox. Durch die Teilnahme an einem Austauschprogramm mit Gründerteams aus anderen EU-Regionen und durch die Qualifizierung für einen internationalen Pitch-Wettbewerb im September 2018, erhalten die Stuttgarter Teams Einblicke in die Gründerszenen der Partnerregionen und werden Teil eines europäischen Startup-Netzwerks.

Warten Sie also nicht lange und setzen Sie noch heute den ersten Schritt für Ihre Geschäftsidee und bewerben Sie sich für das Sandbox Programm.
Weitere Informationen zur Sandbox und zur Bewerbung finden Sie unter: https://startupcenter-stuttgart.de/sandbox

Das Richtige gründen: Werkzeugkasten für Unternehmer – Von der Idee zum tragfähigen Geschäftsmodell
(Quelle: das-richtige-gruenden.de)
(Quelle: das-richtige-gruenden.de)

Etwas gründen, was Sinn und Nutzen stiftet, etwas, was in dieser Art noch nicht da war. Das ist wohl die Intention mit welcher Gründer an die Entwicklung einer Geschäftsidee gehen. Im Januar 2017 veröffentlichte Patrick Stähler sein Buch: „Das Richtige gründen. Werkzeugkasten für Unternehmer“. Die Lektüre bietet einen guten Einstieg in die Gründerszene. Stähler leitet die Lesenden durch einen Werkzeugkasten, um diese an die Entwicklung eines Geschäftsmodells heranzuführen. Begrifflichkeiten wie die Kundenanalyse, das Marktverständnis, die Ideenentwicklung und das Prototyping bis hin zur Identifikation des passenden Geschäftsmodells werden thematisiert. Anhand dessen lernen die Lesenden ihre Überlegungen zu ihrem Geschäftsmodell zu reflektieren, weiterzuentwickeln und nachzujustieren. Gespickt von unterhaltenden und praxisnahen Beispielen wird das Buch zu einer angenehmen Lektüre. Auch die Aufmachung des Buchs spricht für sich. Eine große Schrift mit kurzen Texten bieten ausreichend Weißraum zum Notieren, Mitdenken und Visualisieren. Ein großes Plakat und eine Geschäftsmodellkarte unterstützen den Arbeitsprozess. Auch weit nach vollzogener Gründung ist Stählers Buch ein wahrer Geheimtipp.

 

 

 

Sprint: Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst
Sprint: Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst (Foto: amazon.de)
Sprint: Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst (Foto: amazon.de)

Projekte treten durch unendliche Diskussionen und Meetings viel zu oft auf der Stelle. Ideen kommen nicht voran und Probleme bleiben ungelöst. Der Entwickler Jake Knapp entwickelte einen Prozess bei Google, um innerhalb von fünf Tagen Ideen zu testen und Probleme zu lösen. Knapp beschreibt das Ganze so:“ Sprints bieten einen Weg, mit dem sich große Probleme lösen und neue Ideen testen lassen, mit dem sich generell mehr erledigen lässt, und das auch noch in wesentlich kürzerer Zeit als zuvor. „In seinem Buch „Sprint: Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst“ beschreibt Knapp mit den Autoren John Zeratsky und Braden Kowitz seinen entwickelten Prozess des Sprints. Gemeinsam haben die drei mehr als 100 Sprints in Firmen aus verschiedensten Branchen durchgeführt.

Innerhalb des Buchs werden die Lesenden Schritt für Schritt an den Prozess des Sprints herangeführt. Die Definition der Problemstellung, die Zusammensetzung des Teams sowie die Umsetzung des Sprints werden von den Autoren ausführlich beschrieben. Mithilfe von anschaulichen Beispielen, Skizzen und Fotos wird der Prozess transparenter und inspiriert zum Ausprobieren.

 

 

Rückblick auf den Intra- und Entrepreneurship (tech) Kick-off 2017
Studierende des Intra- und Entrepreneurship Wintersemesters 2017/18 (Foto: Martin Papendieck)
Der zweite Jahrgang des Intra- und Entrepreneurship Masterangebots zum Wintersemester 2017/18 (Foto: Martin Papendieck)

Ein Jahr ist es nun her, als wir den ersten Jahrgang des berufsbegleitenden Kooperationsstudiengangs der Universität Stuttgart und der Hochschule der Medien auf dem Vaihinger Campus in Empfang genommen haben. Am Wochenende vom 17. und 18. November 2017 startete die zweite Runde an Erstsemestlern in ihr Masterstudium. Die Lehrenden sowie das Studiengangsteam hießen die Neuankömmlinge an der Universität Stuttgart und an der Hochschule der Medien in Stuttgart herzlich Willkommen. Auch dieses Wintersemester haben wir wieder Studierende, die ihr berufsbegleitendes Studium in Unternehmen der unterschiedlichsten Größenordnung absolvieren: Von großen Weltkonzernen bis hin zum kleinen Start-up haben wir alles vertreten.

Die Studierenden verfolgen gespannt die Vorträge. (Foto: Martin Papendieck)
Die Studierenden verfolgen gespannt die Vorträge. (Foto: Martin Papendieck)

Wie im letzten Jahr fanden neben der Auftaktveranstaltung die ersten Präsenzvorlesungen statt. Auf der Agenda standen zwei Themengebiete: System Dynamics bei Prof. Dr. Meike Tilebein und Entrepreneurship bei Prof. Dr. Nils Högsdal.

Am ersten Veranstaltungstag wurden unsere Erstsemestler an der Universität Stuttgart herzlich begrüßt. Studiendekanin Prof. Dr. Meike Tilebein sowie Dr. Ulrich Eggert (Master:Online-Akademie) und Jan Wunderlich (Universität Stuttgart) wiesen die Studierenden in die Grundlagen des Masterstudiums ein. Bei einem anschließenden Mittagessen der Studierenden konnten sich diese untereinander austauschen und kennen lernen. Der restliche Verlauf des Tages war dem  Modul „System Dynamics“ von Prof. Dr. Meike Tilebein gewidmet.

 

Prof. Dr. Nils Högsdal gibt Einblicke in sein Modul "Entrepreneurship I". (Foto: Martin Papendieck)
Prof. Dr. Nils Högsdal gibt Einblicke in sein Modul „Entrepreneurship I“. (Foto: Martin Papendieck)

Der zweite Tag der Auftaktveranstaltung fand an der Hochschule der Medien statt. Studiengangsleiter Prof. Dr. Nils Högsdal und Martin Papendieck vom Studiengangsmanagement präsentierten sich und ihr Aufgabengebiet. Anschließend referierte Prof. Dr. Nils Högsdal zu seinem Modul „Entrepreneurship I“. Nach einer Führung durch die wichtigsten Räumlichkeiten der Hochschule der Medien, wie beispielsweise die Bibliothek, wurden die Studierenden zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Bis in den frühen Abend wurde die inhaltliche Arbeit zum Thema „Entrepreneurship“ fortgesetzt.

Insgesamt war der Kick-off ein erfolgreicher Startschuss in eine lehrreiche und aufregende Zeit mit ungezügeltem Wissensdurst seitens der Studierenden. Wir wünschen allen Erstsemestlern gutes Gelingen und ein inspirierendes Studium!

 

Intra- und Entrepreneurship (tech) auf dem Masterinfotag an der Hochschule der Medien

Am 10. November 2017 war es wieder soweit: Wir präsentierten den Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) auf dem Masterinfotag an der Hochschule der Medien. Viele neugierige Interessenten kamen mit uns ins Gespräch. Fragen wie: „Welche Zulassungsvoraussetzungen sind für den Studiengang zu beachten? Ist es möglich nur einzelne Module zu belegen? Kann ich den Studiengang auch ohne berufliche Begleitung absolvieren?“ wurden von unserem Team geklärt. In einem großen Plenum wurde zu den Möglichkeiten zum berufsbegleitenden Studieren an der HdM im Rahmen eines Kontakt- und Masterstudiums referiert.

 

Das Silicon-Valley-Mindset – Was wir vom Innovationsweltmeister lernen und mit unseren Stärken verbinden können
Das Silicon Valley Mindset. (Foto: https://dassiliconvalleymindset.com/)
Das Silicon Valley Mindset. (Foto: https://dassiliconvalleymindset.com/)

Was ist das Geheimnis des Silicon Valleys? Warum ensteht hier der Großteil aller wirklichen Innovationen? In seinem Buch „Das Silicon-Valley-Mindset – Was wir vom Innovationsweltmeister lernen und mit unseren Stärken verbinden können“ lässt uns Autor Dr. Mario Herger an seinem Erfahrungsschatz aus dem Silicon Valley teilhaben und gibt Antworten.

Bereits seit 2001 lebt Herger im Silicon Valley und leitet das Boutique Beratungsunternehmen Enterprise Garage Consultancy. Hierdurch verfügt er über ein umfangreiches Wissen über die Prozesse und persönlichen Einstellungen vor Ort. Als Insider klärt Herger über Klischees und Halbwissen des Silicon Valleys auf. Er gibt hautnahe Einblicke in diese Welt und stellt Unternehmer und Unternehmen vor. Zudem zeigt Herger, wie man die eigenen europäischen Tugenden mit der amerikanischen Mentalität des Silicon Valleys verbindet, um genialen Ideen auf die Sprünge zu helfen. Diese Innovationsmentalität sei laut ihm erlernbar. Darüber hinaus setzt Herger wertvolle Impulse: Es ist an der Zeit Dinge neu zu Denken, neuen Ideen den Weg zu bahnen und nicht ständig abzuwägen, welche Gefahren diese bergen. Erzählungen, Interviews, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Denkansätze führen die Lesenden durch das Buch.

Auf den letzten Seiten fasst Herger zusammen: „Der größte Feind, der uns davon abhält etwas zu schaffen, sind wir selbst.“
Und er fügt hinzu: „Der Erfindungsreichtum von Menschen, die Motivation, der Drang, etwas zu schaffen, egal wie viele oder wenige Ressourcen man zur Verfügung hat, das ist es, was die Menschheit antreibt und weiterbringt.“

Jeder Gründungsinteressierte, der schon immer mal mehr über die Abläufe und Innovationsprozesse im Silicon Valley erfahren wollte, liegt mit diesem Buch genau richtig!

 

Startup im Fokus: NEON alpha
Daniel Thommes (Foto: NEON alpha)
Daniel Thommes (Foto: NEON alpha)

Einst an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Studiengang Mobile Medien App-Entwicklung gelehrt, arbeitet Daniel Thommes heute an seinem eigenen Projekt NEON alpha, einer Softwareplattform, das im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wenn’s gut läuft, strebt sein Team und er langfristig den Verkauf der Firma an Apple oder Google an, sagt er schmunzelnd. Doch bis es soweit ist, haben wir Daniel und sein Projekt in einem Interview unter die Lupe genommen.

Welche Geschäftsidee steckt hinter deinem Startup? Wie bist du auf diese Idee gekommen? Wann hast du dein Startup gegründet?
Ich habe an der HdM im Studiengang Mobile Medien App-Entwicklung für Android, iOS und andere Plattformen gelehrt. Dabei habe ich erkannt, wie kompliziert und unterschiedlich native App-Entwicklung für die bestehenden Plattformen ist. Gleichzeitig habe ich sehr oft gesehen, wie unschön und wenig performant Apps sind, die mit Cross-Plattform-Lösungen, also nicht nativ entwickelt wurden. Dennoch sind Cross-Plattform-Frameworks gerade im Unternehmensumfeld häufig im Einsatz, weil sie die Entwicklungskosten signifikant senken können.

Im Rahmen meiner Doktorarbeit habe ich dann an einer Lösung für das Problem gearbeitet. Entstanden ist das RemoteUI System, eine Softwareplattform für die Entwicklung sicherer mobiler Applikationen für Android und iOS. Dieses System liegt unserer Geschäftsidee zu Grunde. Unsere Kunden können mit dem System super-produktiv Apps entwickeln und so viel Geld sparen, ohne Kompromisse beim Look & Feel oder der Sicherheit einzugehen.

Henrik Wirth (Foto: NEON alpha)
Henrik Wirth (Foto: NEON alpha)

Seit Oktober 2016 arbeite ich Vollzeit an dem Projekt und seit März 2017 werden Henrik Wirth (Studierender der HdM) und ich mit einem Exist-Stipendium dabei unterstützt. Die Gründung der NEON alpha GmbH ist für das vierte Quartal 2017 geplant (http://www.neonalpha.com).

Welches Produkt/ welchen Service bietest du deinen Kunden an?
Unser Produkt ist das RemoteUI App Framework, das wir an Entwickler lizenzieren. Wir bieten das Framework in unterschiedlichen Varianten an. Eine bestehende Freemium-Version (http://start.remoteui.org) erlaubt die kostenlose Entwicklung von Apps. Geplant sind Starter- und Professional-Varianten mit einem App- und Feature-basierten Lizenzmodell. In der bereits erhältlichen Enterprise-Variante sind alle Features sowie entsprechende Service Level Agreements und Support enthalten.

Welche Kundenzielgruppe sprichst du mit deiner Geschäftsidee an? Seid ihr international aufgestellt?
Unsere Kunden sind App-Entwickler und Unternehmen, die eigene Entwicklungsabteilungen betreiben. Wir bieten aber auch Individualentwicklung auf Basis unseres Produktes und Schulungen sowie Beratung rund um das Produkt an. Wir vertreiben das Produkt u.a. über eine Web-Plattform, so dass wir internationale Kunden bedienen können.

Wie lautet der USP deines Geschäftsmodells?
Das RemoteUI Framework erlaubt die signifikante Steigerung der Produktivität bei Entwicklung, Integration, Betrieb und Wartung mobiler Anwendungen. Und das, ohne Kompromisse bei Look & Feel und Performanz. In dieser Kombination gibt es z.Z. keine bessere Lösung am Markt.

(Foto: NEON alpha)
(Foto: NEON alpha)

Welche möglichen Schwierigkeiten gab es beim Aufbau deines Startups?
Das größte Problem war und ist, ein gutes Team zusammenzustellen. Viele Leute finden es cool, ein Startup zu gründen. Aber jeder hat unterschiedliche, aus meiner Sicht manchmal illusorische Vorstellungen, wie ein Startup funktioniert. Die Idee, man bräuchte lediglich eine Vision, und könne dann loslegen, indem man notwendige Produktentwicklungsaufgaben an andere beauftragt, ist so eine. Oder die Überbewertung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen im Unternehmen, auch wenn das Produkt noch in den Anfängen steht.

In einem Startup funktioniert es auch nicht, dass man strikt 9-5 arbeitet oder mal eben über den Jahreswechsel drei Wochen unerreichbar ist. Man muss äußerst flexibel mit seiner Einkommenssituation umgehen können. Da bedarf es aus meiner Sicht eines Partners oder einer Partnerin, die Engpässe auffangen und Unterstützung leisten kann. Was das angeht sehe ich ein Manko in bestehenden Förderprogrammen wie Exist. Diese erlauben nicht, dass Teams im Verlauf der Förderung wachsen – hier ist alles recht starr und kann schon mal bedeuten, dass man viele Monate völlig ohne Einkommen arbeitet, nur um einen synchronen Start aller Beteiligten in das Förderprogramm sicherzustellen.

Arbeitest du in deinem Startup nebenberuflich oder hauptberuflich?
Ich arbeite hauptberuflich für das Startup.

Ansgar Gerlicher (Foto: NEON alpha)
Prof. Dr. Ansgar Gerlicher unterstützt NEON alpha als Mentor im EXIST-Programm. (Foto: NEON alpha)

Aus wie vielen Personen setzt sich dein Team zusammen?
Wir sind zu dritt. Henrik Wirth studiert z.Z. noch und Prof. Dr. Ansgar Gerlicher ist unser Mentor im Exist-Programm und wird als Teilhaber an der NEON alpha GmbH mitwirken.

Welche Botschaft/Empfehlungen möchtest du Neugründern auf den Weg geben?
Für alle, die noch überlegen, ob sie diesen Weg gehen möchten, empfehle ich dringend die Standford-Vorlesungsreihe „How to start a startup“: http://startupclass.samaltman.com/

Für alle, die schon im Startup-Business sind: Viel Glück! – wer eine gute App braucht, soll sich melden ;-).

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft deines Geschäftsmodells gesetzt?
Wir haben sehr sehr viele Ideen für weitere Features und Plattformen, auf denen wir unser Framework einsetzen möchten. Wir richten uns hier aber vor allem nach den Wünschen unserer Kunden. Natürlich streben wir langfristig den Verkauf der Firma an Apple oder Google und danach den Ruhestand an ;-).

Vielen Dank an Daniel für das Interview. Weitere Infos zu NEON alpha finden Sie unter: https://www.neonalpha.com/