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Start-up-Gipfel Baden-Württemberg
(Foto: startup-stuttgart.de)
(Foto: startup-stuttgart.de)

Am 14. Juli war es soweit: Auf der Landesmesse in Stuttgart luden die Stadt Stuttgart und Startup Stuttgart e.V. zum  Startup-Gipfel Baden-Württemberg ein. Auch der Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship war vor Ort und kam mit zahlreichen Interessenten ins Gespräch.

In anregender Unterhaltung mit Gründern, Gründungsinteressierten, Innovationsaffinen und  Neugierigen erfuhren wir mehr über ihre Geschäftsideen und ihren beruflichen Werdegang. Zugleich informierten über unseren Masterstudiengang und die angebotenen Module. In diesem Zusammenhang brachte eine Interessentin die hohe Relevanz des Moduls System Dynamics auf den Punkt: „Wenn mehr Menschen die Prinzipien von System Dynamics verstehen und anwenden würden wäre die Welt besser.“

Eröffnung des Start-up-Gipfels BW

Der Rahmen, in welchem sich der Studiengang präsentierte, war riesig. Über 2.600 Teilnehmer wurden mit einer Eröffnungsrede von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Empfang genommen. „Nirgendwo sonst werden jetzt schon mehr Patente pro Einwohnerin und Einwohner angemeldet als in Baden-Württemberg. Nirgendwo sonst wird – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – so viel in Innovationen investiert. Und nirgendwo sonst arbeitet ein so hoher Anteil der Beschäftigten in forschungsintensiven Industriezweigen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Nicole Hoffmeister-Kraut ergänzt in einem Interview: „Mit ,Start-up BW‘ professionalisieren wir unsere Gründungsförderung – von der Schule über Acceleratoren und Finanzierung bis zur Existenzfestigung junger Unternehmen. Wir sind ein Gründungsland mit Tradition und Impulsgeber für die Start-up-Szene der Zukunft. Unsere Landeskampagne ,Start-up BW‘ kommt genau zur richtigen Zeit.“ Die Aufgabe der Landeskampagne Start-up BW sei es deshalb, die regionalen Start-up-Landschaften und die Stärken Baden-Württembergs insgesamt als Start-up-Standort verstärkt zu bündeln und dessen Attraktivität national wie international sichtbarer zu machen. Unter anderem hat das Wirtschaftsministerium eine neue Internetplattform unter dem Link www.startupbw.de veröffentlicht. Des Weiteren wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet mithilfe dessen die Start-up-Aktivitäten im Land über verschiedenste Wege unterstützt werden sollen.

Kennenlernen und Netzwerken

Im Fokus des Start-up-Gipfels BW stand das Netzwerken und Austauschen der Teilnehmer. Von Start-up-Finanzierer, Gründungsexpertinnen und -experten aus Kammern, Verbänden und öffentlicher Hand über Manager von Acceleratoren, Inkubatoren, Co-Working-Spaces bis hin zu Hubs, Boot Camps sowie Gründer- und Technologiezentren waren aus dem Start-up Szene vor Ort.

Die neun Start-up-Regionen des Landes waren in Halle 5 der Messe vertreten. Sie präsentierten ihre Start-ups in Kurzvorträgen. Auf einer zehnten Insel standen über 30 Landeseinrichtungen und Landesinitiativen den Start-ups in Fragen zu fachspezfischem Know-How, Zuschussprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten beratend zur Seite. Ein „Playground“ lud zum Testen und Ausprobieren von Start-up-Innovationen aus Baden-Württemberg ein. Eine große Bandbreite an technischen Erfindungen waren vertreten – von Virtual Reality-Anwendungen bis zu Bike-Innovationen.

Nachmittags fand eine Start-up-Party im Innenhof der Messe mit Musik und Gründerpitches statt.

(Quelle: https://wm.baden-wuerttemberg.de)

Mapping Innovation: A playbook for navigating a disruptive age
Mapping Innovation (Quelle: amazon.de)
Mapping Innovation (Quelle: amazon.de)

In der Vorlesung „Entrepreneurship II“ des Masterstudiengangs Intra- und Entrepreneurship beschäftigen sich die Studierenden umfassend mit dem Thema Innovation. Der Student Michael Machalz referierte in diesem Zusammenhang über das, im Mai/Juni 2017, erschienene Buch „Mapping Innovation: A playbook for navigating a disruptive agedes“. Der Autor Greg Satell erklärt den Lesern, wie sie für das eigene Unternehmen die richtige Innovationsstrategie finden. Ihnen wird eine Anleitung, um ein eigenes Innovationshandbuch zu entwickeln, an die Hand gegeben. Darüberhinaus wird anhand von Innovationsführern wie Google, Apple, IBM, P&G, GE und Experian gezeigt, wie sie Innovationsstrategien in ihrem Segment bereits erfolgreich implementiert haben.

Das Buch setzt sich aus den drei Kernthemen zusammen:

  • Wie sich Innovation wirklich abspielt
  • Erarbeiten des Innovationsspielraums
  • Innovation im Digitalzeitalter

Machalz beschreibt seine Eindrücke zum Buch: „Bereits in der Einleitung beginnt dieses Buch mit detaillierten, historischen Geschichten über große und disruptive Innovationen. Der Autor beschreibt jeweils den Prozess entlang dieser Innovationswege von der ersten Idee über den identifizierbaren Innovationsmoment zum oft sehr langwierigen Prozess des wirtschaftlichen Erfolgs. Zusätzlich erhält der Leser Einblicke in die spezifischen Innovations-Strategien von hochinnovativen Welt-Unternehmen. Es wird herausgearbeitet, dass es kein Patentrezept für Innovation gibt, dass jede Unternehmung den eigenen Weg zur Innovation individuell für sich erarbeiten muss – konform zu den vorhandenen „Ressourcen“, der „Unternehmens-Kultur“, und „-Strategie“. Das Buch stellt einen Rahmen zur Verfügung der dazu führen kann die optimale Innovations-Strategie zu finden um am Ende in der heutigen, disruptiven Zeit entsprechend erfolgreich zu sein.“

„Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Innovationsweg bestreiten“, erklärt Machalz. „Innovation ist Sisyphusarbeit: Final wird dazu geraten Spaß daran zu entwickeln ‚den Fels den Berg rauf zu schieben und kurz vor dem Gipfel zu erkennen, dass alles wieder von vorne anfängt‘. Außerdem wird empfohlen den jeweiligen Neubeginn unermüdlich als Chance zu sehen und mit Hilfe von Zuversicht und Zeit zum Ziel zu gelangen.“

 

Vielen Dank an Michael Machalz für das Zurverfügungstellen seiner Dokumentation.

Start Up: A practice based guide for new venture creation
Start Up: A practice based guide for new venture creation. Zu bestellen auf Amazon.de oder direkt beim Verlag unter http://bit.ly/book-start-up (Quelle: Inge Hill)
Start Up: A practice based guide for new venture creation. Zu bestellen auf amazon.de oder direkt beim Verlag unter http://bit.ly/book-start-up (Quelle: Inge Hill)

Das Buch „Start Up: A practice based guide for new venture creation“ gilt als Mentor für Start-ups. In einfacher Sprache bietet das Handbuch Einblicke in die Geschäftsprozesse der Unternehmensgründung für jedermann, unabhängig von unternehmerischem Vorwissen oder Erfahrungen in der Selbständigkeit. Das englischsprachige Buch begleitet GründerInnen von der Idee bis hin zum Einstieg in die offizielle Geschäftsaufnahme. Dr. Inge Hill vereint in ihrem Buch fundierte Forschungsergebnisse mit ihrem Praxiswissen als Gründerin sowie Beraterin. Bei Multimillionären stieß das Buch auf großen Anklang. Der erfolgreiche Unternehmer Peter Harrington lobte beispielsweise: „If we are serious about helping people who want to setup in business, we must support them with pragmatic, specific and realistic advice. Too many books and publications provide vague, impractical and/or unrealistic guidance. Fortunately, Inge Hill’s book ‚Start-up‘, offers a wealth of detailed realistic tips and recommendations which are all rooted in her personal entrepreneurial experience. If people want to know how to think about, prepare for and start running a business successfully, they should read and re-read Inge’s work – it will save them much heartache, time and money“. „Start-Up“ wird weltweit in Ländern wie beispielsweise USA, Australien, Großbritannien und Indien in der Lehre und Beratung angewendet.

Einzigartige Inhalte des Buches:

  • Ein neues selbst entwickeltes Geschäftsmodell, das beim Prozess der Gründung hilft, der Business Model Cube®.
  • Inspirierende und erfolgreiche Start-ups von Studierenden aus Romänien, Hong Kong, den USA, GB werden vorgestellt.
  • Die Industriezweige reichen von Fotografie, Unternehmensberatung, Fruchtgelee Produktion bis hin zu einem Sozialunternehmen in der psychotherapeutischen Beratung.
  • Sozialunternehmensgründungen werden in jedem Kapitel vergleichend diskutiert.

 

Autorin Dr. Inge Hill (Quelle: Inge Hill)
Autorin Dr. Inge Hill (Quelle: Inge Hill)

Die deutsche Autorin Dr. Inge Hill gründete in Großbritannien drei Kleinunternehmen und arbeitete freiberuflich für die anerkannte öffentlich finanzierte Unternehmensberatung, die kostenlos Klein- und Mittelstandsunternehmen beriet. Unternehmensberatung Business Link. Sie ist eine oft eingeladene Expertin zu Coachings, Workshops, Vorlesungen und Seminaren (in Helsinki, Finnland, Stuttgart, Berlin, Pakistan). Beispielweise war Inge Hill als Coach beim EBMC in Stuttgart zu Gast und referierte zum Business Model Cube®. Sie ist regelmäßig als Beirat in Sozialunternehmen tätig. Sie trägt hierbei eine entscheidende Rolle bei der Etablierung von unabhängigen Einkommenswegen für finanzielle Stabilität jenseits von EU Programmen und Regierungsaufträgen.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung in einem deutschen mittelständigen Unternehmen in NRW beendete Inge Hill ihr Studium an der Universität Münster mit einer Promotion. Sie erhielt ein DAAD Postdoktoranden Stipendium zur Forschung an der London School of Economics. Dort begann sie ihre Lehrtätigkeit, forschte und unterrichtete als Dozentin in Kingston und Oxford Brookes Universitäten. Anschließend führte sie für sieben Jahre ihre Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf Strategie und angewandter forschungsbasierter Politikberatung. Inge Hill ist momentan Dozentin an der Birmingham City Universität und leitet den Masterstudiengang Management und Entrepreneurship. Sie rief eine universitätsweite Arbeitsgruppe ins Leben, die KollegInnen dabei unterstützt Lernen über unternehmerische Selbstständigkeit in den normalen Lehrplan zu integrieren. Inge Hill freut sich jederzeit über Kontakte auf Twitter (@strategyinge) und LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/dringehillstrategy/).

EBMC-Finale mit Herz und Verstand
 Sieben Teams aus sieben Ländern nahmen am EBMC Ideenwettbewerb teil. (Quelle: Petra Rösch)
Sieben Teams aus sieben Ländern nahmen am EBMC Ideenwettbewerb teil. (Quelle: Petra Rösch)

Der demographische Wandel als Innovationsquelle: Am 30. und 31. Mai 2017 fand an der Hochschule der Medien (HdM) und im Rathaus Stuttgart das Finale des internationalen Ideenwettbewerbs Entrepreneurial Brains Made on Campus (EBMC) statt. Dabei stellten 32 Studierende von neun europäischen Hochschulen ihre Projekte vor.

Sieben Teams, die die Vorrunde an ihrer jeweiligen Hochschule Anfang des Jahres gewonnen hatten, trafen sich zum Finale in Stuttgart. Qualifiziert hatten sich Studierende der Birmingham City University BCU (England), University of Abertay/Dundee Business School (Schottland), Johannes-Kepler-Universität Linz (Österreich), Inholland University Amsterdam (Niederlande), University of Malaga (Spanien), Budapest Metropolitan University (Ungarn), der HdM sowie der Hochschulen Aalen und Reutlingen (Deutschland).

Der vom Startupcenter der HdM initiierte Wettbewerb ging im Januar 2017 in die achte Runde und wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart und der bwcon GmbH durchgeführt. Die deutsche Vorrunde fand am 31. März und 1. April 2017 in Stuttgart statt. Angetreten sind 16 Studierende der Hochschulen Aalen und Reutlingen sowie der HdM Stuttgart. Die HdM kooperiert derzeit mit den Hochschulen Aalen und Reutlingen im Projekt „Spinnovation“ (spinnovation.info), um den Gründergeist noch mehr zu stärken.

An der Hochschule der Medien bereiteten sich die Teams auf das Finale vor. (Quelle: Petra Rösch)
An der Hochschule der Medien bereiteten sich die Teams auf das Finale vor. (Quelle: Petra Rösch)

Social Entrepreneurship im Fokus

In dieser Saison galt es Probleme zu lösen, die mit dem demographischen Wandel einhergehen. In den Vorrunden entwickelten die Teams innerhalb von zwei Tagen Lösungen für die Bereiche Alters-, Bevölkerungs-, Einkommens- und Bildungsstruktur, die auf digitalen Technologien basieren.

Die Geschäftsmodelle wurden während des ersten Finaltages gemeinsam mit den Coaches Dr. Inge Hill (BCU), Hannah Schneider (HdM), Martin Cremer (bwcon), Florian Demaku (HdM), Prof. Dr. Jürgen Münch (HS Reutlingen), Veljko Sekelj (pag.es) und Joaquin Soucheiron (bwcon) verfeinert. Die Teams wurden darüber hinaus von ihren Dozenten Ana Muñiz Fernández, Helen Smith, Hannah Jacob, Ferenc Kiss, Richard Leighton, Alexander Stockinger und Bart Terhorst unterstützt. Valentina Grillea (bwcon) gab wertvollen Input in Sachen Geschäftsmodell-Validierung.

„Der EBMC erfindet sich immer wieder neu. Unternehmerische Qualifikation bedeutete diesmal auch die Sensibilisierung für soziale Probleme“, erklärte Magdalena Weinle, Organisatorin des Wettbewerbs am Generator HdM Startup Center.

„Entrepreneurial Mindset and Heartset“

EBMC-Finale fand im Rathaus in Stuttgart statt. (Quelle: Petra Rösch)
Das EBMC-Finale fand im Rathaus in Stuttgart statt. (Quelle: Petra Rösch)

Am zweiten Finaltag wurden die Ideen nach einem intensiven Pitchtraining mit der Münchener Schauspielerin und Sängerin Bettina Ullrich vor großem Publikum im Rathaus Stuttgart präsentiert. Acht Juroren, nämlich Sandra Baumholz (Wirtschaftsförderung Stadt Stuttgart, Simona Pede (bwcon), Margit Wolf (WRS), Alexander Bernhard (Wizemann Space Stuttgart), Dr.-Ing. Alexander Erhard (Innovationszentrum Aalen), Stuart Simpson (European Office Vienna), Thomas Rehmet (Hochschule Reutlingen) sowie Arndt J. Upfold (ifex, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg), durften die Pitches bewerten. In seiner Laudatio stellte Stuart Simpson vom European Office Vienna fest, wie wichtig nicht nur ein „Entrepreneurial Mindset“, sondern auch ein „Entrepreneurial Heartset“ sei. Beides stellten alle Teams in unterhaltsamen aber auch nachdenklich stimmenden Auftritten unter Beweis.

Die Mannschaft der Baden-Württembergischen Hochschulen belegte den ersten Platz in der Kategorie „Best Business Model“. Ihre Idee war es, wohnungssuchende Studenten und ältere, hilfsbedürftige Personen, die Wohnraum anbieten können, zusammenzubringen. Der Preis für den „Best Pitch“ ging an das Herrenteam aus Malaga, das eine App zur Verkürzung der Wartezeiten in Notaufnahmen entwickelt hat. Der „Greatest Social Impact“ wurde der App der schottischen Damenmannschaft bescheinigt, die es ausländischen Studierenden erleichtern soll, in Schottland den Alltag zu meistern. Die „Craziest Idea“ kam aus Linz, nämlich eine Videoplattform, die die Erinnerungen und Geschichten von Oma und Opa archiviert. In einem spannenden Rennen um den Publikumspreis machte die Senioren-Online-Community aus Birmingham kurz vor der Amsterdamer Uni-Such-App und dem Budapester Karriere-Guide das Rennen.

Für entspannte Finaltage sorgte unter anderem das Getränkesponsoring des Startups Tranquini mit leckerer Relax-Limo. Umso ausgelassener wurde danach in der Schankstelle gefeiert, wo “Closed for Holidays” ein exklusives EBMC-Konzert gab.

Die Teilnehmer am EBMC-Finale hatte sichtlich Spaß! (Quelle: Petra Rösch)
Die Teilnehmer am EBMC-Finale hatten sichtlich Spaß! (Quelle: Petra Rösch)

Ana Muñiz Fernández von der Universität Malaga fasste zusammen: „It has been a real pleasure to share with you, and all the students, these intense days of competition in which we have all won in experiences, knowledge, new friends and, above all, a lot of fun.“

startupcenter-stuttgart.de/ebmc

 

 

Der Studiengang auf dem Entrepreneur’s Day + Generation Media Start-Up
Martin Papendieck beantwortet die neugierigen Fragen der Studiengangsinteressierten. (Foto: Laura Bohnet)
Martin Papendieck beantwortet Fragen der Studieninteressierten. (Foto: Laura Bohnet)

Am 19. Mai war es endlich soweit: Die Hochschule der Medien öffnete zum „Entrepreneur’s Day + Generation Media Start-Up“ für alle Gründungsinteressierten, Jungunternehmer und Gründer auf 14:15 Uhr die Türen, um gemeinsam einen Tag rund um das Thema Gründung zu erleben. Der Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) war mit einem Stand vertreten. Um 16:30 Uhr präsentierte der Studiengangsdekan- und das team in einem einstündigen Programmpunkt das Angebot des Masterstudiengangs und gaben Einblicke in die interaktive Lehre. Viele Interessenten waren vor Ort und stellten ihre Fragen, um sich ein genaues Bild vom Studiengang zu verschaffen. Ein buntes Rahmenprogramm führte durch den Tag. Von Input Talks über eine Open Stage mit Elevator Pitches bis hin zu einer Speed Dating Messe – jedermann war mit spannenden Inhalten versorgt. Anschließend wurde in entspannter Atmosphäre bei erfrischenden Getränken und Grillerei genetzwerkt und das Wochenende eingeläutet.

Jan Wunderlich präsentiert das Angebot des Masterstudiengangs. (Foto: Laura Bohnet)
Jan Wunderlich präsentiert das Angebot des Masterstudiengangs. (Foto: Laura Bohnet)

 

 

 

 

 

Intra- und Entrepreneurship (tech) auf dem Masterinfotag an der Hochschule der Medien
Studiendekan Prof. Dr. Nils Högsdal berät interessierte Studenten zum Masterangebot. (Foto: HdM Startup Center)
Studiendekan Prof. Dr. Nils Högsdal berät interessierte Studenten zum Masterangebot. (Foto: HdM Startup Center)

Am 12. Mai präsentierten sich die Masterstudiengänge der Hochschule der Medien am Masterinfotag an der HdM. Auch der Master Intra- und Entrepreneurship war mit einem Stand vor Ort und beantwortete Studieninteressierten ihre Fragen rundum das Studium. „Welche Zulassungsvoraussetzungen sind für den Studiengang zu beachten? Ist es möglich nur einzelne Module zu belegen? Kann ich den Studiengang auch ohne berufliche Begleitung absolvieren?“ diese und weitere Unklarheiten beseitigte das Studiengangsteam in offenen Gesprächen. Florian Demaku, aktueller Student des Studiengangs, berichtete aus erster Hand über seine Erfahrungen zu den Vorlesungen und die Vereinbarkeit von Studium und Beruf. In einem großen Plenum präsentierten Prodekanin Prof. Cornelia Vonhof, Prof. Dr. Udo Mildenberger, Martin Papendieck und Maria Bertele die Möglichkeiten zum berufsbegleitenden Studieren an der HdM: Kontakt- und Masterstudium, Bibliotheks- und Informationsmanagement, International Business, Data Science and Business Analytics, Intra- und Entrepreneurship (tech). Martin Papendieck referierte zu Letzterem und freute sich über das rege Interesse.

 

 Student Florian Demaku erzählt aus erster Hand von seinen Erfahrungen zum Studium des Intra- und Entrepreneurship Studiengangs. (Foto: HdM Startup Center)
Student Florian Demaku erzählt aus erster Hand von seinen Erfahrungen zum Studium des Intra- und Entrepreneurship Studiengangs. (Foto: HdM Startup Center)
Der Masterstudiengang auf dem Kongress „IHK – Stuttgart gründet“

Der Masterstudiengang präsentierte sich am 12. Mai auf dem Kongress „IHK – Stuttgart gründet“ im Stuttgarter IHK Haus. An einem Infostand konnten Studieninteressierte ihre Fragen rund um den Masterstudiengang an das Intra- und Entrepreneurteam stellen. Es war ein erfolgreicher und inspirierender Tag mit interessanten Gesprächen und spannenden Einblicken in die regionale Start-Up Szene. Viele Gründungsinteressierte sowie Jungunternehmerinnen und -unternehmer trafen sich zum Networken vor Ort. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm mit Fachforen und Erfolgsgeschichten von Startups war der Tag ein voller Erfolg. In der anschließenden Wettbewerbsreihe „Elevator Pitch BW“ traten zehn Startups in einer „Gründerlounge Stuttgart“ vor einer Expertenjury und Publikum gegeneinander an.

Das Studiengangsteam war mit einem Stand vor Ort. (Foto: HdM Startup Center)
Das Studiengangsteam war mit einem Stand vor Ort. (Foto: HdM Startup Center)
In anregenden Gesprächen wurde genetzwerkt. (Foto: HdM Startup Center)
In anregenden Gesprächen wurde genetzwerkt. (Foto: HdM Startup Center)

 

 

 

 

Business Model Generation
Das Handbuch "Business Model Generation" (Quelle: management-journal.de)
Das Handbuch „Business Model Generation“ (Quelle: management-journal.de)

Geschäftsmodellinnovation ist nichts Neues. Die Spur ist bis ins 15. Jahrhundert zurückzuverfolgen, als Johannes Gutenberg nach Anwendungsmöglichkeiten für die mechanische Druckmaschine suchte, die er erfunden hatte.

Sie agieren als Führungskraft, Berater oder Unternehmer und möchten neue und ungewöhnliche Wege der Wertschöpfung gehen? Wie Sie innovative Geschäftsmodelle entwickeln oder bereits bestehende erfolgreich erneuern können, zeigen Alexander Osterwalder und Yves Pigneur in ihrem Handbuch „Business Model Generation“. 470 Experten aus 45 Ländern haben für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer ihr Wissen rundum Geschäftsmodelle auf 285 Seiten gepackt. Von traditionellen über höchstmoderne Geschäftsmodelle werden ihre Dynamiken und Innovationstechniken beschrieben, sowie Ratschläge zur Positionierung und Neugestaltung von Geschäftsmodellen gegeben.

Visuell anschaulich und inhaltlich verständlich aufbereitet, vermittelt das praktische Handbuch alle Grundlagen, die Sie zum Thema „Geschäftsmodelle“ wissen sollten. Mithilfe von Grafiken, Fallstudien Übungen, Workshop-Szenarios und einer Online-Community (www.BusinessModelGeneration.com/hub) zum Buch können innovative Geschäftsmodelle entwickelt und überarbeitet werden.

Die Unternehmenslandschaft wird von einer hohen Dynamik bestimmt: Stetig werden neue Geschäftsmodelle auf dem Markt eingeführt, bestehende werden angepasst und bis zur Perfektion getrimmt. Die Unternehmen müssen sich anpassen, um den Auswirkungen stand zu halten. Neue Branchen formen sich heraus, während die alten sich auflösen. Newcomer fordern die alte Garde heraus, von denen manche fieberhaft versuchen, sich selbst neu zu erfinden. Bei der Geschäftsmodellinnovation geht es um die Wertschöpfung für Firmen, Kunden und die Gesellschaft. Überholte Modelle müssen ersetzt werden und neue innovative Geschäftsmodelle müssen geschaffen werden, um einem Unternehmen eine dominante Kraft in ihrem Segment zu geben.

Folgende Fragen werden geklärt: Wie können neue, durchsetzungsfähige Geschäftsmodelle systematisch erfunden, gestaltet und umgesetzt werden? Wie können alte, überholte Modelle hinterfragt, auf den Prüfstand gestellt und umgewandelt werden? Wie können visionäre Ideen in spielverändernde Geschäftsmodelle, die das Establishment herausfordern, verwandelt werden – oder es verjüngen, falls wir selbst die Betroffenen sind?

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Die Grundlagen der Business Model Canvas sind neun Geschäftsmodellbausteine. (Quelle: businessmodelgeneration.com)

Zu Beginn des Buchs wird die Business Model Canvas vorgestellt, die Ausgangspunkt zur Beschreibung, Visualisierung, Bewertung und Veränderung von Geschäftsmodellen ist. Hiermit lässt sich das Geschäftsmodell von Ihrem Unternehmen oder Ihren Mitbewerbern unter die Lupe nehmen. Die Canvas hat sich bereits weltweit bewährt und findet beispielwese Anwendung bei IBM, Ericsson und Deloitte. Es ist ein funktionierendes Konzept, um Geschäftsmodelle zu erfassen und erfolgreich neue Wege einzuschlagen. Ein Geschäftsmodell lässt sich anhand der folgenden neun Bausteine beschreiben: Schlüsselaktivitäten, Schlüsselpartner, Schlüsselressourcen, Kostenstruktur, Kundenbeziehungen, Kundensegmente, Wertangebote, Kanäle und Einnahmequellen. Diese zeigen, aufgrund welcher Logik ein Unternehmen Geld verdienen möchte. Die neun Bausteine bilden die Grundlage für die Business Model Canvas, ein praxisorientiertes Tool, um ein Geschäftsmodell zu visualisieren und zu testen, ob dieses unternehmerisch sinnvoll ist. Im Handbuch wird der Leser schrittweise an das Konzept herangeführt, um es letztendlich selbst anwenden zu können.

Startup im Fokus: Roomtailors
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v. l. n. r. Die Roomtailors Gründer: Michael Hilkert, Clemens Hildebrandt, Tobias Lange (Foto: Roomtailors)

Nach Feierabend saßen Tobias Lange und Clemens Hildebrandt zusammen und dachten nach. Sie waren bei Tobias zu Hause, mitten in einem Sammelsurium aus urwaldähnlichen Pflanzen, Requisiten aus früheren Wohnbeständen und Bergen aus Papier und Zeitschriften. Sie fragten sich, was wohl „Schöner Wohnen“ zur Einrichtung sagen würde. Zwar könnten sie selber das Niveau der Hochglanzseiten nicht erreichen, aber ein passenderes Gesamtbild würden sie schon selbst hinbekommen – und irgendwie müsste es dazu doch ein System geben. Sie weihten Michael Hilkert in ihre Gedanken und Ideen ein, der nach einer kurzen Bedenkzeit dem Vorhaben der beiden zustimmte. Welche Geschäftsidee die drei Gründer generierten, erfuhren wir in einem aufschlussreichen Interview.

Welche Geschäftsidee steckt hinter eurem Startup? Wann wurde es gegründet?

Wir sind gestartet mit Outfittery für Möbel, d.h. Nutzer konnten auf unserer Plattform ihren Stil rausfinden und anschließend ihren Raum durch uns planen lassen, indem sie uns ihren Grundriss zugeschickt haben. Wir haben das Zimmer geplant mit Positionierung der Möbel im Raum und passenden Produkten. Dazu hatten wir 20 Partner angeschlossen, von Ikea über Westwing bis XXXL, Home24 und Otto. Der Service war kostenlos, für jedes Möbelstück, das die Nutzer dann gekauft haben, haben wir eine Provision bekommen.

Ende 2016 haben wir gemerkt, dass das Modell so nicht profitabel ist, da es auch mit viel manuellem Aufwand verbunden war. Wir bieten nun nach wie vor einen Stilfinder an, allerdings passiert dies vollautomatisch, und das Ganze ist ein Tool, das Möbelshops auf ihrer Seite platzieren. Die Shops zahlen uns eine Adaptierungsgebühr auf ihr CI und Leadgebühren für jeden Shopkunden, der das Tool nutzt.

Wir haben vor ca. 5 Jahren angefangen, zusammen zu arbeiten. Damals hatten wir das Ganze neben unseren Jobs gemacht (2 bei Daimler, ein selbstständiger Innenarchitekt). Ende 2015 haben wir alle gekündigt, um uns ab Januar 2016 in Vollzeit dem zu widmen. Wir sind nach wie vor eine GbR, seit März 2016 haben wir eine Gewerbeanmeldung.

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Das innovative Tool führt den Kunden durch einen detaillierten Stilcheck. (Foto: Roomtailors)

Wie funktioniert der Service für den Kunden? Und wie teuer ist die Beratung?

Der Service für den Endnutzer ist nach wie vor kostenlos. Er geht auf einen Banner/ Call to Action auf der Webshop-Seite und dann öffnet sich ein interaktiver Fragebogen in einem Overlay. Am Ende der Fragen gibt er seine Email-Adresse an, um das Ergebnis zugeschickt zu bekommen und bekommt dann seine individuelle Auswertung angezeigt. Dabei ist das Ganze eine individuelle Kombinatorik, keine Auswahl aus 5 Optionen.

Woher bezieht ihr euer Sortiment?

Unser Sortiment heute entspricht dem Sortiment aus dem Shop, wo wir jeweils platziert sind.

Wie seid ihr auf eure Geschäftsidee gekommen?

Die ursprüngliche Idee von Roomtailors haben wir nüchtern aus verschiedenen anderen Ideen ausgewählt, die wir uns vorher ausgedacht haben. Uns hatte die Idee von Outfittery für Möbel gefallen, weil wir den Bedarf selber hatten, als wir neu umgezogen sind, und es viele gibt, die sich mit dem Thema nicht wirklich beschäftigen, und denen solche Entscheidungen schwer fallen.

Die neue Idee war eine Ableitung aus der ersten, nachdem wir mit Shops gesprochen haben und gemerkt haben, dass diese ein solches Konzept interessant finden. Als wir eine erste mündliche Zusage hatten, haben wir uns ganz auf das neue Modell konzentriert.

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Der Roomtailors Service ist auch als App auf dem Smartphone verfügbar. (Foto: Roomtailors)

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurer Idee an? Seid ihr sowohl auf den B2C als auch auf den B2B Markt ausgerichtet?

Wir haben ein B2B2C Modell. Unsere Kunden sind die Möbelshops, also B2B, das Produkt selbst wendet sich aber an die Endkunden, also B2C. Das macht es etwas schwerer für uns, denn wir müssen beide Seiten gut kennen. Genauso überzeugen wir aber den B2B-Kunden, wenn wir seine Kunden wiederum kennen und verstehen.

Wie lautet euer USP?

Wenn man von einem USP überhaupt sprechen kann, dann ist es wohl die Erfahrung, die wir in der Übersetzung von Bildwelten in Kundenpräferenzen gemacht haben. Aber mal ehrlich: wenn eine Firma mit viel Geld kommt und das gleiche machen will, dann sehen wir schnell klein aus. Unsere Lösung ist wesentlich günstiger als eine Neuentwicklung – möchte dies ein Shop also einsetzen, insbesondere um es erstmal zu pilotieren, ist er mit unserem Produkt gut bedient.

Welche möglichen Schwierigkeiten gab es beim Aufbau eures Startups?

Eine Schwierigkeit war definitiv das richtige Geschäftsmodell zu finden, das eine echte Nachfrage im Markt generiert und mittelfristig die Perspektive hat, wirtschaftlich rentabel zu werden. Wir haben viele verschiedene Modelle entwickelt, untersucht, getestet und dann wieder verworfen. Unser jetziges Modell ist vielleicht nicht mehr ganz so sexy wie das ursprüngliche und klingt banal, zumindest merken wir aber, dass es dafür Bedarfe im Markt gibt. Von hier aus können wir uns so weiterentwickeln, sodass wir unsere Kunden noch besser verstehen können und die Lösung weiter darauf ausbauen.

Arbeitet ihr in eurem Startup nebenberuflich oder hauptberuflich?

Seit 2016 hauptberuflich. Der nebenberufliche Übergang über mehrere Jahre war sicherlich gut, um nicht bei 0 zu starten. Damit es erstmal läuft vergeht sehr viel Zeit, das unterschätzt man gerne, vor allem wenn man noch keine einschlägige Erfahrung als Gründer vorher hatte (es sei denn man hat viel Glück und es läuft von vorneherein alles glatt). Gegen Ende dieser Zwitterlösung war es aber dann Zeit sich zu entscheiden. Wir hatten den Eindruck, wir arbeiten viel (nach der Arbeit abends und am Wochenende), im Endeffekt ist aber unser Unternehmen nur sehr langsam gewachsen und der Markt hat uns links und rechts überholt. Das war etwas frustrierend.

Wie viele Personen seid ihr aktuell im Team?

Wir sind nach wie vor 3 Gründer. Bis Ende Februar diesen Jahres hatten wir über ein Jahr das Exist Gründerstipendium vom Bund. Mit den Sachinvestitionen konnten wir uns Unterstützung von Werkstudenten, freien Mitarbeitern und Bacheloranden/ Praktikanten leisten. Zu Hochzeiten waren wir 10 Leute, das war sehr cool.

Welche Botschaft möchtet ihr Neugründern auf den Weg geben?

Das wichtigste ist der Spaß an der Sache. Und man muss auch daran denken: Wenn man ein Unternehmen gründet, trägt man dafür Verantwortung. Und um eine verantwortungsvolle Position in einem Konzern zu erlangen muss man auch hart arbeiten, das fällt einem ebenso wenig in den Schoß.

Welche Ziele habt ihr euch für die Zukunft eures Geschäftsmodells gesetzt?

Wir wollen in erster Linie mal einen konstanten Umsatzfluss erreichen, wachsen und dafür sorgen, dass wir uns endlich selbst tragen können, da unsere Finanzierung vor ein paar Wochen ausgelaufen ist. Für das Geschäftsmodell gibt es gerade eine Reihe von Unsicherheiten, die wir zunächst lösen müssen. Ziel ist aber, das Produkt so zu entwickeln, dass wir es leicht reproduzieren, adaptieren und in die Masse tragen können. Dazu haben wir noch ein paar Aufgaben vor uns.

Vielen Dank liebe Roomtailors für das Interview!

Weitere Informationen zu Roomtailors finden Sie unter https://www.roomtailors.de

Modul im Fokus: Business Model Generation

Wir haben uns mit Professor Dr. Högsdal getroffen und ihm einige Fragen zum Modul ‚Business Model Generation‘ gestellt.

(Zum Videointerview geht es hier oder durch einen Klick auf das Bild unten)

Nachfolgend finden Sie ein Transkript des obigen Videos.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Moduls?

Das Modul Business Model Generation, was übrigens auch Design Thinking beinhaltet, ist mal vereinfacht der Weg von der ersten Idee bis hin zum tragfähigen, nachhaltigen Geschäftsmodell. Es geht also auch wirklich darum – und da kommt der altbekannte Spruch rein „Innovation ist die Fähigkeit, auch eine Rechnung für eine Idee zu stellen.“ – also die Frage, wie man – wie gesagt – aus einer Idee echte Umsätz erzielen kann, wie das funktionieren kann.

Welche Kompetenzen werden in dem Modul vermittelt?

Also fangen wir hier beim Modul Business Model Generation mit den Methoden an. Wir setzen sehr stark auf Action Learning. Das heißt, die Studierenden werden wirklich an einem eigenen Beispiel, an einer eigenen Idee, Schritt für Schritt die Idee und die Hypothesen zum Geschäftsmodell validieren. Man geht heraus, man spricht mit potentiellen Kunden, man spricht mit potentiellen Partnern, man findet heraus, wie der Markt funktioniert. Man wird in vielen Fällen auch mal scheitern, feststellen, das funktioniert so nicht, wie man sich das gedacht hat. Aber lieber im Kleinen scheitern, einen Pivot – eine Anpassung des Geschäftsmodells – vornehmen und dann am Schluss mit einem durch validierten Geschäftsmodell erfolgreich gründen.

Welche Relevanz hat das Modul für den gesamten Studiengang?

Also im Gesamtkontext Entrepreneurship zu Business Model Generation möchte ich sehr plakativ sagen: Früher hat man Entrepreneurship-Lehre irgendwie als „Was mit Businessplänen“ definiert, vielleicht noch andere Aspekte. Wenn ich sehe, wie sich die Forschung und die Erkenntnis verändert hat, wissen wir heute, dass Entrepreneurship eigentlich die Lehre davon ist, wie neue Geschäftsmodelle entstehen. Das ist relevant für Startups, aber am Ende scheitern Startups nicht am Geld, sondern daran, dass sie kein tragfähiges Geschäftsmodell haben und in etablierten Unternehmen geht es genau so weiter: Es geht viel weniger um Produktinnovationen, sondern um Geschäftsmodellinnovationen und darauf gibt die klassische Betriebswirtschaftslehre kaum eine Antwort, aber Entrepreneurship-Education in diesem Modul ‚Geschäftsmodellentwicklung‘ in meinen Augen sehr wohl.

Werden Grundlagen für den Besuch des Moduls vorausgesetzt?

Also das Interessante ist: Beim Besuch des Moduls ‚Business Model Generation‘ geht es weniger um klassische Betriebswirtschaftslehre bei den Grundlagen, sondern eher um die Fähigkeit, fast schon wissenschaftlich arbeiten zu können. Warum? Ich habe eine Idee, ich habe eine Hypothese. Diese Hypothese wird entweder validiert oder falsifiziert. Ich muss erkennen, dass Scheitern ein Teil des Weges ist, dass Scheitern zum Prozess gehört und das ist nichts anderes, als wenn ein Sozialwissenschaftler Experimente durchführt oder wenn ein Naturwissenschaftler im Labor Experimente durchführt. Also von daher, ein gewisses, akademische Grundverständnis, wie man an so etwas herangeht und dass man offen an Hypothesen herangeht, ist mit A und O die wichtigste Grundqualifikation. Alles andere lerne ich im Laufe des Studiums hier.

Möchten Sie noch etwas besonders hervorheben?

Ich denke, zu den Besonderheiten des Moduls ‚Geschäftsmodellentwicklung‘ ist tatsächlich, dass man nicht seiner eigenen Idee hereinkommt, sondern, dass man wirklich offen in ein Team hereinkommt, in ein Team herein geht und sich durchaus auf etwas Anderes auch einlässt und in der Lage ist, mal ganz wilde Ideen in Geschäftsmodellen umzusetzen und zu validieren und das ist meine Erfahrung aus den Pilotmodulen, es ist auch sehr stark ein Lernen voneinander. Und das Spannende an dem Modul ist: Gerade in der Gruppenarbeit sind gemischte Teams, in denen Ingenieure mit Wirtschaftswissenschaftlern zusammenarbeiten, meistens die erfolgreichsten Teams.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Professor Högsdal!