Startup im Fokus

Coral Innovation – Das Vitamin B der Innovationslandschaft

Das junge Startup “Coral Innovation” der Universität Stuttgart hat mit seinem Produkt eine online-Plattform geschaffen, auf der Technologie-Transfer über Branchen-Grenzen hinweg stattfinden kann und fördert so Innovationen. Neue Technologie-Profile, die eine größere Reichweite benötigen werden auf der Beta-Version inhaltlich aufgearbeitet und leicht verständlich präsentiert und dann über personalisiertes Matchmaking mit interessierten Firmen verknüpft.

Welches Konzept steckt hinter Ihrem Startup?

Neue Technologien entstehen nicht einfach aus dem Nichts. Sie resultieren aus dem ständigen neukombinieren von bereits bestehenden Technologien. Deshalb kann man eine Art Technologie-DNA basierend auf der Herkunft der Technologie ableiten. Wir zielen darauf ab, Technologien basierend auf ihrer Technologie-DNA miteinander zu vernetzen. Die Vorteile, die damit realisiert werden können, nennen wir VitaminTECH.

Ähnlich wie Vitamin B, mit dem man neue Geschäftspartner über soziale Kontakte findet, soll VitaminTECH helfen, sich mit neuen Technologiepartnern zu vernetzen oder auch ganz abstrakt technische Informationen zu finden.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sogenanntes Matchmaking für technologische Problemstellungen anzubieten?

Grundsätzlich sind alle Bausteine, die für neue Innovationen benötigt werden, irgendwo vorhanden. Es ist aber unheimlich schwer und ineffizient diese zu finden. Es gibt unzählige technische Neuerungen und Anwendungen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Branchen, die wir alleine nicht überblicken oder kennen können. Hierfür brauchen wir neue Partner und ein breiteres Netzwerk über alle Branchen hinweg.

Aktuell gibt es viele Aktivitäten, um riesige Konzerne mit Startups zu vernetzen. Unsere Idee „Matchmaking für technologische Problemstellungen“ zielt darauf ab, einen praktikablen und effizienten Weg zu finden, um kleine und mittlere Unternehmen oder Mittelständler mit dem richtigen Startup oder auch mit anderen Technologiepartnern wie Forschungseinrichtungen zusammen zu bringen. Wenn das richtige KMU mit dem richtigen Startup vernetzt wird, dann kann daraus eine sehr fruchtbare Kooperation auf Augenhöhe entstehen, da die Entscheidungswege hier viel kürzer und schneller sind als auf Konzernebene.

 

Was hat es mit dem Namen Ihres Unternehmens „coral-innovation“ auf sich?

Der Name Coral Innovation hat seinen Ursprung im Bereich der Ökosysteme, speziell der Korallenriffe.

Ein Korallenriff ist eine Plattform in einem viel tieferen Sinne: Der Hügel, die Platten und Spalten des Riffs schaffen Lebensraum für Millionen anderer Arten, quasi eine Unterwassermetropole von immenser Vielfalt. Es wird angenommen, dass irgendwo zwischen einer Million und zehn Millionen verschiedener Arten in Korallenriffen auf der ganzen Welt leben, obwohl diese Riffe nur ein Zehntel eines Prozents der Planetenoberfläche besetzen.

Das Ökosystem, mit dem wir uns beschäftigen, ist ebenso gefüllt von unterschiedlichen Anbietern, Technologien, etc. wie die Korallenriffe. Wir sorgen nun dafür, dass innerhalb dieser übermäßigen Vielfalt eine Vernetzung von Wissen über neue Technologien mit den richtigen Partnern möglich ist. Damit unterstützen wir die Entwicklung von branchenübergreifenden Innovationen. Coral Innovation schafft also ein Ökosystem für Innovationen, um Kreativität durch den Austausch von Ideen und entsprechenden Kooperationen nachhaltig zu unterstützen.

 

Welche positiven Auswirkungen streben Sie mit Ihrer Technologie an?

Wir bauen ein digitales Ökosystem für Innovation auf. Unsere Plattform soll tausende innovativen Technologien aus der Forschung oder von Startups und innovativen Unternehmen, über die aktuell oft nur das direkte Umfeld Bescheid weiß, in die Breite tragen. Wir wollen auch kleinen und mittleren Unternehmen einen einfachen Zugang zu technologischen Entwicklungen und Wissen aus neuen Branchen ermöglichen.

Die Plattform – ein zentraler Ort für Technologien. Quelle: www.coral-innovation.de

 

Was wollen Sie mit Ihrem Zitat „Innovation + Wissen = Zukunft“ ausdrücken?

Innovation steht für: Neue Entwicklungen / Ideen angehen

Wissen steht für: Aufbau von neuem Wissen und Möglichkeiten

Zukunft steht für: Sicherheit, Weiterentwicklung, Erfolg

Indem Wissen aufgebaut wird und neue Ideen / Innovationen angegangen werden, können Unternehmen sich weiterentwickeln und Sicherheit für die Zukunft schaffen.

 

Wie lautet der USP Ihres Geschäftsmodells?

Unser USP ist VitaminTECH – die Technologie zu Vernetzung von technischen Inhalten jeglicher Art. Darauf bauen wir verschiedene Produkte auf.

 

Welchen Schwierigkeiten sind Sie bei dem Aufbau Ihres Startups begegnet?

Eine große Schwierigkeit bei dem Aufbau unseres Startups ist, eine einfache Erklärung für das zu finden, was wir tun. Jeder erwartet heutzutage den One-Sentence Pitch wie Uber für xy oder Film: Speed = Die hard on a bus.  Wir entwickeln mit der Vernetzung von Technologien jedoch etwas grundsätzlich Neues, was schwierig vergleichbar ist. Mit der TechnologieDNA und VitaminTECH haben wir da schon große Fortschritte gemacht.

Schwierig ist für uns auch die Balance zwischen Altem und Neuem zu finden. Feedback basiert ja grundsätzlich auf den Erfahrungen der Personen, welche sie in der Vergangenheit gemacht haben. Dies ist auch durchaus wertvoll. Um jedoch etwas Neues, Innovatives entwickeln zu können, muss man die Balance finden zwischen den Dingen aus der Vergangenheit, die noch Gültigkeit besitzen und denen, die man neu erfinden kann.

 

Das Team von Coral Innovation. Quelle: www.coral-innovation.de

 

Welche Botschaft möchten Sie Neugründern mit auf den Weg geben?

Arbeitet sehr früh an dem Thema Unternehmenskultur und Philosophie. Dass das Team einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für jedes Startup ist, ist allgemein bekannt. Aber dass die Punkte Unternehmens- und Teamphilosophie dafür sorgen, dass jeder im Team eine ähnliche Erwartungshaltung und ähnliche Ziele hat, wird sehr oft übersehen. Kümmert man sich auch um diese Themen, übersteht man auch schwierige Phasen, weil die Philosophie wie ein Kompass das Team lenken kann. Auch helfen diese Dinge dabei, schwierige Entscheidungen zu treffen. Das betrifft auch direkt unsere zweite Botschaft an Neugründer: Setzt euch mit dem Thema Entscheidungsfindung auseinander, da dies langfristig eure wichtigste Aufgabe wird. Code schreiben, Marketingmaterial designen, oder allgemein „hustlen“ können auch andere Leute für euch erledigen. Eure Aufgabe wird sein, alle Informationen zu bündeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen um alles in die richtige Richtung zu lenken.

 

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft für Ihr Geschäftsmodell gesetzt?

Wir wollen ein Pilotprojekt für unsere Matchmaking-App durchführen, wobei es darum geht, bei Events oder Netzwerkveranstaltungen eine digitale Komponente zur besseren Vernetzung der Teilnehmer zu liefern. Die Vernetzung basiert auch wieder auf dem VitaminTECH, sodass Teilnehmer mit passenden technologischen Interessen einander vorgeschlagen werden können.

 

                                                                              Quelle: www.coral-innovation.de

 

Weitere Informationen zum Start-up finden Sie hier:

 https://coral-innovation.de

Oder auf Facebook @Coralinnovation

 

Blickshift – die nächste Generation der Eye-Tracking-Analyse
Quelle: www.blickshift.com

 

Das Startup „Blickshift“ entwickelt neue Methoden und Werkzeuge, um die Eye-Tracking-Analyse auf ein neues Level zu bringen! Ihre im globalen Vergleich fortschrittlichsten Tools sollen die Interaktion von Mensch und Maschine verbessern und für Bereiche, wie die Automobilindustrie oder Medizintechnik neue Optimierungsmöglichkeiten bieten.

 

1. Welches Konzept steckt hinter Ihrem Startup?

Die Vision von Blickshift ist es, dass in einer Vielzahl von Anwendungsfeldern es in naher Zukunft wichtig sein wird, die visuelle Wahrnehmung von Nutzern auszuwerten. Ein bekanntes Beispiel ist das automatisierte Fahren. Mit Eye-Tracking und den passenden Algorithmen kann beispielsweise Müdigkeit am Steuer erkannt werden. In der virtuellen Realität wird die automatische Auswertung der visuellen Wahrnehmung die User Experience deutlich verbessern. Und mit Augmented Reality am Horizont wird sich der Anwendungsbereich nochmals deutlich erweitern. Die Hardware ist für all diese Anwendungen heute schon vorhanden und wird auch in einem Preisbereich angeboten, der eine Serienanwendung attraktiv macht. Was bisher fehlte, sind die Werkzeuge, mit denen man den aufgenommenen Augenbewegungen einen tieferen Sinn geben kann. Diese Werkzeuge bietet Blickshift an.

 

 

2. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Eye Tracking Software zu entwickeln?

Die Idee von Blickshift basiert auf unseren Forschungsarbeiten am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart. Dort haben alle drei Gründer promoviert. Als wir drei uns überlegt haben, wie wir nach unserer Promotion weitermachen könnten, hatten wir die Idee, gemeinsam eine Firma zu gründen. So setzten wir uns dann hin und haben einen klassischen Business-Canvas ausgefüllt, um unsere Stärken zu identifizieren und zu erkennen, welche Kombination unserer Expertise auf eine Marktlücke treffen wird. Das Ergebnis war die Idee, die Analyse von Augenbewegungen durch den Einsatz der sogenannten Visual-Analytics-Methode einen deutlichen Schritt voranzubringen.

 

Quelle: www.blickshift.com

 

3. Was hat es mit dem Namen Ihres Unternehmens „blickshift“ auf sich?

Als Informatiker sind wir bei der Namensfindung sehr strukturiert vorgegangen und hatten uns zunächst Punkte definiert, die uns für unseren Firmennamen wichtig sind. Dabei waren Aspekte wie, dass der Name auch im Englischen eindeutig aussprechbar sein sollte, zeitlos sein und modern klingen sollte. Das Ergebnis nach einem internen Ranking war dann Blickshift – ein Wortspiel aus dem Verlauf des Blicks und einem deutlichen Shift in der Effizienz der Datenauswertung.

 

4. Welche positiven Auswirkungen streben Sie mit Ihrer Technologie an?

Wir adressieren drei Märkte: den Automobilbereich, die Wissenschaft und die Virtual- bzw. Augmented-Reality. Im Automobilbereich bieten wir Werkzeuge an, mit denen die Mensch-Fahrzeug-Interaktion sicherer und komfortabler gestaltet werden kann. Wissenschaftler erhalten mit unseren Produkten einen bisher nicht möglichen Einblick in die kognitiven und perzeptiven Prozesse ihrer Probanden. Am Horizont zeichnet sich der umfangreiche Einsatz von Eye-Tracking in VR- und AR-Brillen ab. Hier reicht das Potential unserer Werkzeuge von der Optimierung der User-Experience bis hin zu möglichen Anwendungen in der Medizintechnik und frühzeitigen Diagnose und damit Heilung von Augenerkrankungen.

 

5. Was hat Ihr Produkt mit künstlicher Intelligenz zu tun?

Unser Produkt basiert auf zwei Methoden: Visualisierungen, mit denen unsere Nutzer übersichtlich ihre in Nutzerexperimenten aufgenommenen Blickdaten darstellen können. Und Analyse-Komponenten, die automatisch Muster in den Blickdaten finden. Diese Kombination heißt Visual-Analytics und erlaubt es unseren Kunden, Algorithmen aus der Künstlichen Intelligenz zu trainieren, optimieren und zu validieren. So setzen wir KI für die Entwicklung von KI ein.

 

6. Wie lautet der USP Ihres Geschäftsmodells?

Der USP unseres Geschäftsmodells definiert sich eindeutig darüber welche Möglichkeiten wir unseren Kunden geben, ihre Daten sehr effizient auszuwerten. Mit unserem Hauptprodukt, Blickshift Analytics, bieten wir die fortschrittlichste Software zur Analyse des Blickverhaltens der Welt an. Das Schöne an unserem Unternehmen finde ich immer wieder, dass diese Lösung nicht aus Kalifornien, sondern aus Baden-Württemberg kommt!

 

Quelle: www.blickshift.com

 

7. Arbeiten Sie hauptberuflich für Ihr Startup?

Ja. Wir verfolgen die Prämisse: Ganz oder gar nicht.

 

8. Welchen Schwierigkeiten sind Ihnen bei dem Aufbau Ihres Startups begegnet?

Rückblickend denke ich, war die größte Herausforderung, dass man auf dem Markt am Anfang unbekannt ist. Man fängt buchstäblich bei Null an. Wir haben schnell gelernt, dass hier Netzwerken das A und O ist, um auf das Potential unserer Produkte aufmerksam zu machen. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen oder kleinen Firmen funktioniert als Startup relativ leicht, aber je größer die Firmen werden, umso mehr spielen standardisierte Prozesse eine Rolle. Und diese kosten sehr viel Zeit.

 

9. Welche Botschaft möchtet Sie Neugründern auf den Weg geben?

Nach unserer Erfahrung spielen folgende Punkte bei der erfolgreichen Gründung eines Unternehmens eine Rolle:

1.) Team: Findet die richtigen Mitstreiter,

2.) Idee: Für diese müsst ihr brennen,

3.) Marktpotential: Natürlich sollte auch jemand euer Produkt kaufen wollen

4.) Prototyp: Ist immer besser einen zu haben

5.) Netzwerk: Sprecht mit möglichst vielen Leuten über eure Idee

6.) Pitchen: Geht zu Gründerveranstaltungen und lernt eure Idee effizient, begeistert zu präsentieren

7.) Investoren: Ein gutes Team, eine frische Idee mit Marktpotential und eine gute Präsentation bringen euch über euer Netzwerk dann zu den passenden Investoren.

 

10. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft für Ihr Geschäftsmodell gesetzt?

Blickshift soll mit seinen Werkzeugen einen wesentlichen Beitrag zu einer neuen Form der Mensch-Maschine-Interaktion leisten.

 

Blickshift GmbH

Homepage: www.blickshift.com

Youtube: @Blickshift

Twitter: @blickshift

Ein Interview mit dem Startup NAiSE über die Fabriken der Zukunft

Wie sehen die Fabriken der Zukunft aus? Diese Frage haben sich die Gründer von „NAiSE“ gestellt und die Antwort in ihrem Startup realisiert. Intralogistik ist das Stichwort, denn Mensch und Maschine müssen auf dem Werksgelände effizient zusammenspielen. Warum das Startup „NAiSE“ heißt, weshalb die Gründer nicht jede Einladung zu Veranstaltungen annehmen und welche Botschaft sie an Neugründer weitergeben wollen – das alles lesen Sie hier im ganzen Interview. 

1. Welches Konzept steckt hinter Ihrem Startup? 

NAiSE wurde mit der Vision gegründet, autonome Prozesse für die Fabrik der Zukunft zu ermöglichen.
Industrie 4.0 bietet viele Möglichkeiten, muss innerhalb von Gebäuden aber zwei zentrale Problemfelder lösen: fehlende Transparenz und mangelnde Flexibilität. Beide Probleme lassen sich durch unser System zur autonomen Intralogistik, d.h. den Warentransport auf dem Werksgelände, überwinden. Dabei bieten wir eine umfassende Lösung für alle Teilnehmer der Intralogistik – von Menschen, über Waren bis hin zu mobilen Robotern – das Zusammenspiel aller wird durch NAiSE möglich gemacht. Die Umsetzung erfolgt durch unser System zur präzisen und zuverlässigen Indoornavigation, bestehend aus Hard- und Software. 

Unsere Kunden erhalten dadurch die Möglichkeit Prozesse in Echtzeit zu optimieren, Warenbewegungen autonom durchführen zu lassen, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu erhöhen und dabei auch Kosten zu sparen. 

2. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihre Lokalisierungslösung und Ihr Kommunikationsnetzwerk auf die Intralogistik Branche anzuwenden? 

Am Anfang stand die technische Lösung, die wir anfangs ein wenig anders umgesetzt hatten. Die Grundidee war aber damals bereits dieselbe, mit dieser sind wir dann mit mehreren potenziellen Kunden aus unterschiedlichen Branchen in Kontakt getreten. Die größte Nachfrage kam dabei aus dem Bereich der Intralogistik, sicherlich auch begünstigt durch die aktuellen Trends der Digitalisierung und Industrie 4.0. Aber auch persönlich fühlen wir uns in dem Markt sehr wohl, da wir alle im Gründerteam bereits vorher B2B- Erfahrungen gesammelt haben. 

3. Was hat es mit dem Namen Ihres Unternehmens „NAiSE“ auf sich? 

Phonetisch spricht man unseren Namen wie das englische Wort „nice“ aus. Das war das Erste was uns in den Sinn kam, als wir unseren ersten Prototyp in Betrieb genommen haben.
Wir dachten, der Begriff passt zum Produkt und bleibt dem ein oder anderen vielleicht im Gedächtnis. Besonders hat uns aber gefallen, dass sich der Name für eine Menge Wortwitze anbietet – was ganz gut zu unserem Humor im Gründerteam passt. 

 

4. Welche positiven Auswirkungen streben Sie mit Ihrer Technologie an? 

Ein Kernaspekt unserer Lösung ist es, Menschen und Roboter auf derselben Fläche effizient miteinander zu verbinden. Wir sind davon überzeugt, dass der Mensch auch in Zukunft unersetzbar sein wird, da er Eigenschaften und Fähigkeiten besitzt, die z.B. von Robotern nur umständlich oder gar nicht umgesetzt werden können. 

Mit stetig wachsenden Produktvarianten geht es darum, sowohl möglichst flexibel als auch schnell zu sein. Beides ist mit unserem System möglich und zwar dadurch, dass wir die physische Zusammenarbeit von Menschen und Transportrobotern auf derselben Fläche möglich machen. Der Mensch steht dabei als Impulsgeber im Mittelpunkt der Prozesse. Weiterhin erhöhen wir mit unserem System die Sicherheit für den einzelnen Mitarbeiter. 

5. Wie steht Ihre Technologie in Zusammenhang mit Gabelstaplern? 

Mit unserer Technologie lassen sich Gabelstapler komplementär ausstatten. Dadurch erhalten unsere Kunden nicht nur Erkenntnisse über die Auslastung der Fahrzeuge, sondern auch aktuelle Daten zu den Routen bzw. zu den angefahrenen Stationen. Diese Informationen sind vor allem für die Neuanschaffung von Gabelstaplern, sowie für die Gestaltung des Lagerlayouts entscheidend. Und im Gegensatz zu Kamerasystemen bleiben alle Mitarbeiter dabei anonym. 

Außerdem bieten wir den Mitarbeitern noch einen weiteren Vorteil: durch unsere integrierte Kommunikation erhalten sowohl Fußgänger als auch Fahrer ein Frühwarnsystem, das frühzeitig vor Kollisionen warnt. 

6. Wie lautet der USP Ihres Geschäftsmodells? 

Die Realisierung echter autonomer Logistikprozesse in Industrieanlagen und die Verknüpfung von Menschen und Robotern auf derselben Fläche.
Dies gelingt uns durch ein System, das einfach in der Anwendung und auf die gesamte Intralogistik skalierbar ist, da wir von Menschen über Gabelstapler und mobilen Robotern bis hin zu Drohnen alle Teilnehmer der Intralogistik ausstatten. 

7. Arbeiten Sie hauptberuflich für Ihr Startup? 

Ja, wir arbeiten alle hauptberuflich für unser Startup. Die Entwicklung von Hard- und Software ist äußerst zeitaufwendig, weshalb wir uns Vollzeit damit 

beschäftigen möchten und müssen, um dies sinnvoll zu bewältigen und voran zu kommen. Bislang finanzieren wir uns über eigene Umsätze und externe Finanzierungen. 

8. Welchen Schwierigkeiten sind Sie bei dem Aufbau Ihres Startups begegnet? 

Da gibt es eine Menge. Aktuell ist die Planung des eigenen Unternehmenswachstums unsere größte Herausforderung. Zwischen Kundenprojekten, der Einstellung neuer Mitarbeiter und der Teilnahme an Veranstaltungen / Gründerwettbewerben mussten wir leider bereits öfters absagen. Natürlich tut uns das leid, da in vielen Fällen die Personen von sich aus auf uns zukommen. Wir hoffen aber in nächster Zeit diese Möglichkeiten erneut aufnehmen zu können.
Als Startup hat man leider nur begrenzte Kapazitäten, die man möglichst fokussiert einsetzen sollte. Das hilft zwar das eigene Geschäftsmodell zu schärfen, führt aber auch dazu, dass man lernen sollte „nein“ zu sagen. 

9. Welche Botschaft möchten Sie Neugründern auf den Weg geben? 

Lieber wenige Partnerschaften intensiv pflegen, als zu viele oberflächliche Beziehungen. Selbstverständlich geht es darum sein Produkt möglichst flächendeckend bekannt zu machen. In der Vergangenheit haben wir jedoch die Erfahrung gemacht, dass nachhaltige Partnerschaften für alle Beteiligten den größten Mehrwert bieten. 

10. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft für Ihr Geschäftsmodell gesetzt? 

Wir haben eine klare Vorstellung davon wie wir uns im Markt positionieren möchten. Dies gilt es in den kommenden Monaten weiterzuentwickeln bzw. zu bestätigen. Dazu wollen wir die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern weiter intensivieren, um ein Produkt anbieten zu können, das den Kundenerwartungen voll entspricht. 

Natürlich haben wir auch einige weitere Dinge vor, die wir etwas konkreter formulieren könnten. Aber gewisse Betriebsgeheimnisse würden wir gerne noch für uns behalten 😉 

Startup im Fokus – Swabian instruments
Bild: https://goo.gl/THTfts

Swabian instruments bietet Lösungen zur digitalen Signalerfassung für Anwendungen in den Lebenswissenschaften oder auch der Quantentechnologie an. Mit ihrer Technologie wollen sie die Grundlagenforschung einen Schritt nach vorne bringen und das Leben von Doktoranden und Masteranden der Naturwissenschaften deutlich einfacher gestalten. Hierfür bieten Sie einfache und mächtige Tools zur Signalerfassung an, deren Fokus auf einfacher Benutzbarkeit und einer starken Programmierschnittstelle liegt. Der Name Swabian, der repräsentativ für die hohe Qualität und Ingenieurskunst der Schwaben stehen soll, ist hierbei stets Programm.

 

1. Welches Konzept steckt hinter Ihrem Startup?

Swabian Instruments bietet Lösungen zur digitalen Signalerfassung für Anwendungen in den Lebenswissenschaften und den aufstrebenden Quantentechnologien, sowie der optischen Datenkommunikation.

Dahinter steckt ein denkbar einfaches Konzept. Wir nehmen die Messtechnik, die wir für unsere eigene wissenschaftliche Arbeit entwickelt haben und die sich als nützlich erwiesen hat und stellen sie der globalen wissenschaftlichen Community zur Verfügung. Ein großer Vorteil dabei: über unsere eigenen Netzwerke haben wir sehr schnell Kontakte zu unseren Kunden. Die wissenschaftliche Arbeit lag in diesem Fall im Bereich Quantenphysik.

 

2. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihre Systeme für den Research-Bereich und die Industrie im Allgemeinen zu entwickeln?

Ganz ehrlich, bei mir (Helmut Fedder) lag es daran, dass ich zu der Zeit gerade keine Professur bekommen habe. Bei meinem Mitgründer Michael Schlagmüller war die Motivation mehr zu bewegen, als es als „kleines Rad“ bei einem großen Technologieunternehmen in der Region möglich ist. Ein bisschen Idealismus war schon dabei. Wir hatten eine nützliche Technologie entwickelt und es wäre schade gewesen, sie in der Schublade liegen zu lassen. Wir wollten unsere Technologie der wissenschaftlichen Community zugänglich machen.

 

3. Was hat es mit dem Namen Ihres Unternehmens „Swabian“ auf sich?

Das „schwäbisch“ in unserem Namen steht für hohe Qualität, gut durchdachte Ingenieurskunst und – natürlich – Kosteneffizienz. Die meisten unserer Kunden sind von unserem Namen sehr angesprochen. Wir haben uns tatsächlich schonmal überlegt Spätzlepressen als Werbegeschenke zu verteilen, denn die Spätzlepresse ist doch das schwäbisch’ste Instrument schlechthin. Vor allem in den USA käme das sicher sehr gut an. Wir haben das nur deshalb bisher nicht umgesetzt, weil die meisten unserer Kunden keine signifikanten Werbegeschenke annehmen dürfen. Irgendwann machen wir das.

 

4. Welche positiven Auswirkungen streben Sie mit Ihrer Technologie an?

Wir bringen die Grundlagenforschung weltweit einen Schritt nach vorne, allen voran die aufstrebende Quantentechnologie – und wir machen Doktoranden und Masteranden in den Naturwissenschaften das Leben leichter, indem wir ihnen mächtige Tools zur Signalerfassung bereitstellen.

 

5. Welche unterschiedlichen Produkte bieten Sie an?

Wir bieten Laborgeräte zur Messung und Generierung sehr schneller digitaler elektrischer Signale an. Bei allen unseren Produkten liegt der Fokus auf einfacher Benutzbarkeit und einer mächtigen Programmierschnittstelle.

 

6. Wie lautet der USP Ihres Geschäftsmodells?

Einfache und mächtige Programmierschnittstellen.

 

7. Arbeiten Sie hauptberuflich für Ihr Startup?

Ja.


8. Welchen Schwierigkeiten sind Sie bei dem Aufbau Ihres Startups begegnet?

Eigentlich keine. Wir hatten das große Glück mit einem fast fertigen Produkt an den Markt zu gehen.


9. Welche Botschaft möchten Sie Neugründern auf den Weg geben?

Neben den üblichen Fragen, wie „Welches Problem lösen wir?“, „Können wir heute in die Königsstraße gehen und unser Produkt verkaufen?“, „Können wir davon leben?“, ist vor allem die Aufgabenverteilung im Team essentiell. Dabei kommt es nicht darauf an, alle unterschiedlichen Richtungen, wie Entwicklung, Betriebswirtschaft, Marketing als Personal im Team zu haben, viel wichtiger ist, dass jeder wichtige Aufgabenbereich von einem Teammitglied mit vollem Einsatz abgedeckt wird. Bei mir ist das Geschäftsentwicklung und Vertrieb. Man muss keinen betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben, um erfolgreich im Vertrieb zu sein. Ganz im Gegenteil: die meisten unserer Kunden sind promovierte Physiker. Da ist ein Hintergrund in der Physik schon fast Voraussetzung. Wichtig ist aber, dass einer im Team den Bereich „Vertrieb“ mit vollem Einsatz übernimmt. So bin ich von der Grundlagenforschung zum Vertriebler geworden.

 

10. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft für Ihr Geschäftsmodell gesetzt?

Wir haben uns eine Industrieanwendung herausgekuckt, die wir innerhalb der kommenden zwei Jahre pushen wollen. Dabei geht es um ein Messgerät, mit dem sich die nächste Generation Laserdioden und Modulatoren für die optische Datenkommunikation genau ausmessen lassen. Dabei werden wir elektrische Signale mit einer Genauigkeit von etwa einer Pikosekunde vermessen. Um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: In dieser Zeit legt Licht eine Entfernung von etwa 0.3 mm zurück. Mit unserer Technologie tragen wir zu den kommenden Ausbaustufen der weltweiten Internet Backbones bei.

Startup im Fokus: deinklub

Einst in den heimischen Sportvereinen groß geworden, haben die Gründer von deinklub, Aaron und Lukas, ihre Bestimmung gefunden.
Sie helfen Sportvereinen dabei, sich in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts zurecht zu finden. Denn laut den Beiden interessieren sich leider immer weniger Menschen für Vereine und engagieren sich dementsprechend immer weniger für diese. Diesem rückläufigen Strom wollen die Zwei mit ihrem tollen Konzept entgegenwirken. Gegen ein kleines monatliches Entgeld können so Vereine Unterstützung in der digitalen Vermarktung ihres Clubs erhalten. Dazu zählt sowohl die Erschließung der relevanten Social Media Kanäle, wie Facebook und Instagram aber auch Whatsapp. Nachdem diese Kanäle insbesondere für die junge Generation einen hohen Stellwert haben, soll dadurch das Interesse bei dieser Zielgruppe gesteigert werden und so die Attraktivität der Vereine erhöht werden. Was die beiden Jungs neuen Gründern mit dem Zitat „Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut.“ mitgeben wollen, können Sie in dem ganzen Interview nachlesen.

 

 


 

Bild: https://deinklub.de/wp-content/uploads/2017/11/deinklub_aaronundlukas.jpg

Welches Konzept steckt hinter eurem Startup?

Sportvereine spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Sie leisten einen großen Beitrag zu Bildung, Integration und Gesundheit. Leider sprechen sie nicht darüber da sie gefühlt im Jahr 1980 stehen geblieben sind.

Und da grätschen wir ein. Mit deinklub wollen wir den Vereinen helfen, das auch in der digitalen Welt in die Öffentlichkeit zu tragen. Gemeinsam mit den Vereinen erschließen wir die für sie relevanten Social Media Kanäle / Facebook, Instagram, WhatsApp. Wir füllen diese mit vereinsindividuellen Inhalten wie Texten, Grafiken und Videos, ohne dass der Verein auch nur einen Finger rühren muss.

Damit verbessern wir die Außendarstellung der Vereine und bringen sie ins 21. Jahrhundert. Das macht die Vereine interessanter für die junge Generation und ebnet den Weg in eine sichere Zukunft.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen Sportvereine zu unterstützen?
Wir sind beide als kleine Stöpsel in die heimischen Sportvereine gestolpert und in diesen groß geworden. Dort haben sich Freundschaften entwickelt die bis heute anhalten. Lukas kümmert sich immer noch Ehrenamtlich in seinem Verein um die Erstellung der Vereinszeitung, den Internetauftritt und die Facebookseite. In den eigenen und den umliegenden Vereinen haben wir dann festgestellt, dass sich immer weniger Menschen freiwillig für diese engagieren.

Mit welchen Kosten muss man bei euch als Kunde rechnen?
Für unser Grundpaket muss der Verein 65 Euro im Monat investieren. Wenn sich jedoch ein Verein noch individueller und emotionaler nach außen präsentieren möchte, arbeiten wir gerne noch enger mit diesem zusammen. Dann erhält der Verein ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot von uns. Da der Verein erstmalig auf seinen sozialen Kanälen Werbepartner einbinden kann, sind die anfallenden Kosten schnell gedeckt und neue Einnahmen generiert.

Welche positiven Auswirkungen kann eine Zusammenarbeit mit euch für einen Verein haben?
Der Verein präsentiert sich ab sofort lebendig und professionell. Er kann neue Mitglieder und Fans gewinnen sowie bestehende langfristig binden. Zudem bieten Digitale Kanäle neue Möglichkeiten Einnahmen zu generieren, da der Verein attraktiver für Werbepartner wird. Das Beste, da wir uns um alles kümmern, ist der Verein nicht auf das Engagement der sowieso schon schwindenden Ehrenamtlichen Mitarbeiter angewiesen.

Richtet sich euer Angebot an lokale Vereine oder seid ihr bundesweit unterwegs?
Im Moment sind wir im Großraum Stuttgart unterwegs. Wir wollen zukünftig jedoch digitale Lösungen für alle Sportvereine schaffen.

Wie lautet der USP eures Geschäftsmodells?
Wir schaffen bezahlbare Lösungen zur Verbesserungen der internen und externen Kommunikation für Sportvereine. Gegenüber vorhandenen Tools setzen diese keinerlei Kompetenz für digitale Medien voraus und bieten unabhängig jeglicher personeller und zeitlicher Ressourcen einen nachhaltigen Mehrwert.

Arbeitet ihr hauptberuflich für euer StartUp?
Ja, deinklub – 7 Tage die Woche.

Welchen Schwierigkeiten seid ihr bei dem Aufbau eures StartUps begegnet?
Zu wissen welche Aufgaben wichtig sind oder zumindest, welche als nächste erledigt werden sollte. An unserem ersten gemeinsamen Arbeitstag wollten wir direkt mit dem Businessplan durchstarten. Im Endeffekt war es eine der letzten Aufgaben, die wir erst letzte Woche fertiggestellt haben.

Welche Botschaft möchtet ihr Neugründern auf den Weg geben?
Ganz nach dem Motto, ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut, sollte man sich Dinge einfach trauen und ausprobieren.

Welche Ziele habt ihr euch für die Zukunft für euer Geschäftsmodell gesetzt?
Wir wollen unser jetziges Produkt ständig weiterentwickeln um noch mehr Lösungen zu schaffen, die den Vereinen das Überleben sichern und deren Alltag erleichtern.

Vielen herzlichen Dank an Aaron und Lukas für das Interview. Weitere Infos zu deinklub finden Sie unter: deinklub.de

Startup im Fokus: NEON alpha
Daniel Thommes (Foto: NEON alpha)
Daniel Thommes (Foto: NEON alpha)

Einst an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Studiengang Mobile Medien App-Entwicklung gelehrt, arbeitet Daniel Thommes heute an seinem eigenen Projekt NEON alpha, einer Softwareplattform, das im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wenn’s gut läuft, strebt sein Team und er langfristig den Verkauf der Firma an Apple oder Google an, sagt er schmunzelnd. Doch bis es soweit ist, haben wir Daniel und sein Projekt in einem Interview unter die Lupe genommen.

Welche Geschäftsidee steckt hinter deinem Startup? Wie bist du auf diese Idee gekommen? Wann hast du dein Startup gegründet?
Ich habe an der HdM im Studiengang Mobile Medien App-Entwicklung für Android, iOS und andere Plattformen gelehrt. Dabei habe ich erkannt, wie kompliziert und unterschiedlich native App-Entwicklung für die bestehenden Plattformen ist. Gleichzeitig habe ich sehr oft gesehen, wie unschön und wenig performant Apps sind, die mit Cross-Plattform-Lösungen, also nicht nativ entwickelt wurden. Dennoch sind Cross-Plattform-Frameworks gerade im Unternehmensumfeld häufig im Einsatz, weil sie die Entwicklungskosten signifikant senken können.

Im Rahmen meiner Doktorarbeit habe ich dann an einer Lösung für das Problem gearbeitet. Entstanden ist das RemoteUI System, eine Softwareplattform für die Entwicklung sicherer mobiler Applikationen für Android und iOS. Dieses System liegt unserer Geschäftsidee zu Grunde. Unsere Kunden können mit dem System super-produktiv Apps entwickeln und so viel Geld sparen, ohne Kompromisse beim Look & Feel oder der Sicherheit einzugehen.

Henrik Wirth (Foto: NEON alpha)
Henrik Wirth (Foto: NEON alpha)

Seit Oktober 2016 arbeite ich Vollzeit an dem Projekt und seit März 2017 werden Henrik Wirth (Studierender der HdM) und ich mit einem Exist-Stipendium dabei unterstützt. Die Gründung der NEON alpha GmbH ist für das vierte Quartal 2017 geplant (http://www.neonalpha.com).

Welches Produkt/ welchen Service bietest du deinen Kunden an?
Unser Produkt ist das RemoteUI App Framework, das wir an Entwickler lizenzieren. Wir bieten das Framework in unterschiedlichen Varianten an. Eine bestehende Freemium-Version (http://start.remoteui.org) erlaubt die kostenlose Entwicklung von Apps. Geplant sind Starter- und Professional-Varianten mit einem App- und Feature-basierten Lizenzmodell. In der bereits erhältlichen Enterprise-Variante sind alle Features sowie entsprechende Service Level Agreements und Support enthalten.

Welche Kundenzielgruppe sprichst du mit deiner Geschäftsidee an? Seid ihr international aufgestellt?
Unsere Kunden sind App-Entwickler und Unternehmen, die eigene Entwicklungsabteilungen betreiben. Wir bieten aber auch Individualentwicklung auf Basis unseres Produktes und Schulungen sowie Beratung rund um das Produkt an. Wir vertreiben das Produkt u.a. über eine Web-Plattform, so dass wir internationale Kunden bedienen können.

Wie lautet der USP deines Geschäftsmodells?
Das RemoteUI Framework erlaubt die signifikante Steigerung der Produktivität bei Entwicklung, Integration, Betrieb und Wartung mobiler Anwendungen. Und das, ohne Kompromisse bei Look & Feel und Performanz. In dieser Kombination gibt es z.Z. keine bessere Lösung am Markt.

(Foto: NEON alpha)
(Foto: NEON alpha)

Welche möglichen Schwierigkeiten gab es beim Aufbau deines Startups?
Das größte Problem war und ist, ein gutes Team zusammenzustellen. Viele Leute finden es cool, ein Startup zu gründen. Aber jeder hat unterschiedliche, aus meiner Sicht manchmal illusorische Vorstellungen, wie ein Startup funktioniert. Die Idee, man bräuchte lediglich eine Vision, und könne dann loslegen, indem man notwendige Produktentwicklungsaufgaben an andere beauftragt, ist so eine. Oder die Überbewertung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen im Unternehmen, auch wenn das Produkt noch in den Anfängen steht.

In einem Startup funktioniert es auch nicht, dass man strikt 9-5 arbeitet oder mal eben über den Jahreswechsel drei Wochen unerreichbar ist. Man muss äußerst flexibel mit seiner Einkommenssituation umgehen können. Da bedarf es aus meiner Sicht eines Partners oder einer Partnerin, die Engpässe auffangen und Unterstützung leisten kann. Was das angeht sehe ich ein Manko in bestehenden Förderprogrammen wie Exist. Diese erlauben nicht, dass Teams im Verlauf der Förderung wachsen – hier ist alles recht starr und kann schon mal bedeuten, dass man viele Monate völlig ohne Einkommen arbeitet, nur um einen synchronen Start aller Beteiligten in das Förderprogramm sicherzustellen.

Arbeitest du in deinem Startup nebenberuflich oder hauptberuflich?
Ich arbeite hauptberuflich für das Startup.

Ansgar Gerlicher (Foto: NEON alpha)
Prof. Dr. Ansgar Gerlicher unterstützt NEON alpha als Mentor im EXIST-Programm. (Foto: NEON alpha)

Aus wie vielen Personen setzt sich dein Team zusammen?
Wir sind zu dritt. Henrik Wirth studiert z.Z. noch und Prof. Dr. Ansgar Gerlicher ist unser Mentor im Exist-Programm und wird als Teilhaber an der NEON alpha GmbH mitwirken.

Welche Botschaft/Empfehlungen möchtest du Neugründern auf den Weg geben?
Für alle, die noch überlegen, ob sie diesen Weg gehen möchten, empfehle ich dringend die Standford-Vorlesungsreihe „How to start a startup“: http://startupclass.samaltman.com/

Für alle, die schon im Startup-Business sind: Viel Glück! – wer eine gute App braucht, soll sich melden ;-).

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft deines Geschäftsmodells gesetzt?
Wir haben sehr sehr viele Ideen für weitere Features und Plattformen, auf denen wir unser Framework einsetzen möchten. Wir richten uns hier aber vor allem nach den Wünschen unserer Kunden. Natürlich streben wir langfristig den Verkauf der Firma an Apple oder Google und danach den Ruhestand an ;-).

Vielen Dank an Daniel für das Interview. Weitere Infos zu NEON alpha finden Sie unter: https://www.neonalpha.com/

Startup im Fokus: KONKRUA
(Foto: Konkrua)
(Foto: Konkrua)

KONKRUA heißt wörtlich übersetzt „derjenige, der seine Zeit gerne in der Küche verbringt“ – und genau das bildet das Herzstück der Philosophie des Startups KONKRUA. KONKRUA wurde 2017 von Pornpim Ampikitpanich gegründet. Pim ist eine waschechte Thailänderin, die seit 6 Jahren Deutschland ihr Zuhause nennt. Während ihres Werbung und Marktkommunikationsstudiums an der Hochschule der Medien hat Pim durch gemeinsame Thai-Kochabende und Besuche in Thairestaurants ihre besten Freundinnen in Deutschland mit der thailändischen Küche bekannt gemacht. Sie hat ihnen beigebracht, wie verschiedene Thaigerichte richtig zubereitet und gewürzt werden, ihnen gezeigt, wo sie die passenden Zutaten in Deutschland kaufen können und wie diese richtig verarbeitet werden. In einem Interview hat uns Pim Einblicke in ihr Startup gegeben.

Welche Geschäftsidee steckt hinter deinem Startup?

Die Konkrua Thai Kochbox bringt den Zauber von Thailand in die heimische Küche. Die Kochbox beinhaltet die Zutaten für ein komplettes Gericht und eine ausführliche Rezeptbeschreibung. Die Zutaten sowie die Originalrezepte werden aus Thailand importiert und sind frei von Glutamat und anderen Zusatzstoffen. Neben gutem Essen kann man damit auch Gutes tun, denn mit jeder Box werden Menschen in Thailand unterstützt. Die Gerichte sind alle innerhalb von 30 Minuten zubereitet und schmecken authentisch wie in Thailand.

Wie bist du auf diese Idee gekommen? Wann hast du dein Startup gegründet?

Früher habe ich meinen deutschen Freundinnen beigebracht, wie sie thailändische Gerichte selbst zu Hause kochen können. Nach und nach habe ich gemerkt, dass sie ihre Gäste immer mit meinen Rezepten bekochen, weil sie einfach und lecker sind. So kam ich auf die Idee, meine Liebe für die thailändische Küche in das Leben und die Küche der Deutschen zu bringen. Mit meinen Kochboxen will ich Europäern zeigen, wie lecker die thailändische Küche tatsächlich schmeckt und wie mühelos sie Thaigerichte selbst zaubern können. Außerdem reisen mehr als 600.000 Deutsche jährlich nach Thailand. Sie sind nicht nur in das Land verliebt, sondern auch in die thailändischen Gerichte. Daher sehe ich hier sehr großes Potenzial. KONKRUA wurde erst im April 2017 in Stuttgart gegründet.

Die stolze Gründerin Pornpim Ampikitpanich mit ihren KONKRUA Kochboxen. (Foto: Konkrua)
Die stolze Gründerin Pornpim Ampikitpanich mit ihren KONKRUA Kochboxen. (Foto: Konkrua)

Wie läuft der Service für Kunden ab? Sind deine Boxen nur online oder auch im Einzelhandel zu kaufen?

Meine Endkunden können die Boxen online bestellen. Wir haben aber auch noch Partner. Ein paar Firmen und Organisationen bestellen unsere Kochboxen gerne als Premium-Geschenk für ihre Kunden. Da werden Bestellungen nicht über die Onlineplattform abgewickelt, sondern nur durch persönliche Kontakte. Momentan suchen wir noch nach weitere Partner und Distributionskanäle.

Wie wählst du die Rezepte für die Boxen aus? Woher beziehst du die Zutaten?

Hauptsächlich wählen wir thailändische Gerichte, die die Deutschen bereits kennen, sodass wir ihnen nicht von Grund auf erklären müssen wie diese Gerichte schmecken oder warum sie besonders sind. Alle Zutaten werden aus Thailand importiert. Wir suchen die besten Zutaten von den besten Importeuren in Europa aus. Dadurch sparen wir Kosten und Zeit.

Du engagierst dich sozial für die Menschen in Thailand. Wie unterstützt du sie?

Die Bambusboxen werden in einem Dorf in Thailand von Hand hergestellt. 7% von dem Verkaufspreis wird dem Dorf gespendet. Dadurch können unsere Kunden nicht nur das leckere Essen genießen, sondern auch die armen alten Frauen unterstützen, die von der Herstellung solcher Bambusprodukte leben. Außerdem haben wir kostenlose Workshops für Kinder organisiert, welche die Kunst und Art der Herstellung der Bambusprodukte lernen wollen. Dadurch bekommen die Kinder ein Gespür für die Schönheit ihrer Kultur und können in ihrer Freizeit selbst Bambusprodukte herstellen. Wir hoffen so einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser traditionsreichen Handwerkskunst zu leisten.

Wie lautet der USP deines Geschäftsmodells?

In drei Wörtern zusammengefasst: Superlecker, supergesund, supereinfach mit 100% authentischem Erlebnis.

Die thailändischen Boxen gibt es in verschiedensten Geschmacksrichtungen. (Foto: Konkrua)
Die thailändischen Boxen gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. (Foto: Konkrua)

Arbeitest du in deinem Startup nebenberuflich oder hauptberuflich?

Hauptberuflich, alleine und ständig.

Welche Botschaft möchtest du Neugründern auf den Weg geben?

“There are no secrets to success. It is the result of preparation, hard work and learning from failure.” Seit einem Jahr habe ich diesen Spruch als Hintergrundbild auf meinem Laptop und nun kann ich ihn zu 100% bestätigen. Je mehr Fehler man macht, desto mehr lernt man und desto mehr entwickelt man sich weiter. Vernetzten ist sehr wichtig. Was man von den erfahrenen Menschen lernen darf, ist unschätzbar. Nutze jede Gelegenheit aus, geh zu wertvollen Veranstaltungen und glaube an deine Vision. Es klingt vielleicht zu optimistisch, aber das Glauben ist sehr wichtig am Anfang. Ich hätte nie gedacht, dass ich, ein Mädchen aus einem Drittweltland, in einem Jahr so viel erreichen könnte.

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft deines Geschäftsmodells gesetzt?

Wenn die Deutschen an thailändisches Kochen denken, sollen sie an KONKRUA denken. Das ist unser höchstes Ziel. Wir steigern momentan unsere Markenbekanntheit im B2C Bereich und versuchen noch mehr in die Medien zu kommen. Aber gleichzeitig haben wir auch schon angefangen mit unterschiedlichen Partnern im B2B Bereich zu kooperieren. Die Kontakte sind schon entstanden und wir hoffen auf positive Ergebnisse.

Vielen Dank an Pim für das Interview. Weitere Infos zu KONKRUA finden Sie unter: https://www.konkrua.com/

Begeistere Genießer der Konkrua Boxen. (Foto: Konkrua)
Begeistere Genießer der KONKRUA Boxen. (Foto: Konkrua)
Startup im Fokus: Roomtailors
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v. l. n. r. Die Roomtailors Gründer: Michael Hilkert, Clemens Hildebrandt, Tobias Lange (Foto: Roomtailors)

Nach Feierabend saßen Tobias Lange und Clemens Hildebrandt zusammen und dachten nach. Sie waren bei Tobias zu Hause, mitten in einem Sammelsurium aus urwaldähnlichen Pflanzen, Requisiten aus früheren Wohnbeständen und Bergen aus Papier und Zeitschriften. Sie fragten sich, was wohl „Schöner Wohnen“ zur Einrichtung sagen würde. Zwar könnten sie selber das Niveau der Hochglanzseiten nicht erreichen, aber ein passenderes Gesamtbild würden sie schon selbst hinbekommen – und irgendwie müsste es dazu doch ein System geben. Sie weihten Michael Hilkert in ihre Gedanken und Ideen ein, der nach einer kurzen Bedenkzeit dem Vorhaben der beiden zustimmte. Welche Geschäftsidee die drei Gründer generierten, erfuhren wir in einem aufschlussreichen Interview.

Welche Geschäftsidee steckt hinter eurem Startup? Wann wurde es gegründet?

Wir sind gestartet mit Outfittery für Möbel, d.h. Nutzer konnten auf unserer Plattform ihren Stil rausfinden und anschließend ihren Raum durch uns planen lassen, indem sie uns ihren Grundriss zugeschickt haben. Wir haben das Zimmer geplant mit Positionierung der Möbel im Raum und passenden Produkten. Dazu hatten wir 20 Partner angeschlossen, von Ikea über Westwing bis XXXL, Home24 und Otto. Der Service war kostenlos, für jedes Möbelstück, das die Nutzer dann gekauft haben, haben wir eine Provision bekommen.

Ende 2016 haben wir gemerkt, dass das Modell so nicht profitabel ist, da es auch mit viel manuellem Aufwand verbunden war. Wir bieten nun nach wie vor einen Stilfinder an, allerdings passiert dies vollautomatisch, und das Ganze ist ein Tool, das Möbelshops auf ihrer Seite platzieren. Die Shops zahlen uns eine Adaptierungsgebühr auf ihr CI und Leadgebühren für jeden Shopkunden, der das Tool nutzt.

Wir haben vor ca. 5 Jahren angefangen, zusammen zu arbeiten. Damals hatten wir das Ganze neben unseren Jobs gemacht (2 bei Daimler, ein selbstständiger Innenarchitekt). Ende 2015 haben wir alle gekündigt, um uns ab Januar 2016 in Vollzeit dem zu widmen. Wir sind nach wie vor eine GbR, seit März 2016 haben wir eine Gewerbeanmeldung.

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Das innovative Tool führt den Kunden durch einen detaillierten Stilcheck. (Foto: Roomtailors)

Wie funktioniert der Service für den Kunden? Und wie teuer ist die Beratung?

Der Service für den Endnutzer ist nach wie vor kostenlos. Er geht auf einen Banner/ Call to Action auf der Webshop-Seite und dann öffnet sich ein interaktiver Fragebogen in einem Overlay. Am Ende der Fragen gibt er seine Email-Adresse an, um das Ergebnis zugeschickt zu bekommen und bekommt dann seine individuelle Auswertung angezeigt. Dabei ist das Ganze eine individuelle Kombinatorik, keine Auswahl aus 5 Optionen.

Woher bezieht ihr euer Sortiment?

Unser Sortiment heute entspricht dem Sortiment aus dem Shop, wo wir jeweils platziert sind.

Wie seid ihr auf eure Geschäftsidee gekommen?

Die ursprüngliche Idee von Roomtailors haben wir nüchtern aus verschiedenen anderen Ideen ausgewählt, die wir uns vorher ausgedacht haben. Uns hatte die Idee von Outfittery für Möbel gefallen, weil wir den Bedarf selber hatten, als wir neu umgezogen sind, und es viele gibt, die sich mit dem Thema nicht wirklich beschäftigen, und denen solche Entscheidungen schwer fallen.

Die neue Idee war eine Ableitung aus der ersten, nachdem wir mit Shops gesprochen haben und gemerkt haben, dass diese ein solches Konzept interessant finden. Als wir eine erste mündliche Zusage hatten, haben wir uns ganz auf das neue Modell konzentriert.

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Der Roomtailors Service ist auch als App auf dem Smartphone verfügbar. (Foto: Roomtailors)

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurer Idee an? Seid ihr sowohl auf den B2C als auch auf den B2B Markt ausgerichtet?

Wir haben ein B2B2C Modell. Unsere Kunden sind die Möbelshops, also B2B, das Produkt selbst wendet sich aber an die Endkunden, also B2C. Das macht es etwas schwerer für uns, denn wir müssen beide Seiten gut kennen. Genauso überzeugen wir aber den B2B-Kunden, wenn wir seine Kunden wiederum kennen und verstehen.

Wie lautet euer USP?

Wenn man von einem USP überhaupt sprechen kann, dann ist es wohl die Erfahrung, die wir in der Übersetzung von Bildwelten in Kundenpräferenzen gemacht haben. Aber mal ehrlich: wenn eine Firma mit viel Geld kommt und das gleiche machen will, dann sehen wir schnell klein aus. Unsere Lösung ist wesentlich günstiger als eine Neuentwicklung – möchte dies ein Shop also einsetzen, insbesondere um es erstmal zu pilotieren, ist er mit unserem Produkt gut bedient.

Welche möglichen Schwierigkeiten gab es beim Aufbau eures Startups?

Eine Schwierigkeit war definitiv das richtige Geschäftsmodell zu finden, das eine echte Nachfrage im Markt generiert und mittelfristig die Perspektive hat, wirtschaftlich rentabel zu werden. Wir haben viele verschiedene Modelle entwickelt, untersucht, getestet und dann wieder verworfen. Unser jetziges Modell ist vielleicht nicht mehr ganz so sexy wie das ursprüngliche und klingt banal, zumindest merken wir aber, dass es dafür Bedarfe im Markt gibt. Von hier aus können wir uns so weiterentwickeln, sodass wir unsere Kunden noch besser verstehen können und die Lösung weiter darauf ausbauen.

Arbeitet ihr in eurem Startup nebenberuflich oder hauptberuflich?

Seit 2016 hauptberuflich. Der nebenberufliche Übergang über mehrere Jahre war sicherlich gut, um nicht bei 0 zu starten. Damit es erstmal läuft vergeht sehr viel Zeit, das unterschätzt man gerne, vor allem wenn man noch keine einschlägige Erfahrung als Gründer vorher hatte (es sei denn man hat viel Glück und es läuft von vorneherein alles glatt). Gegen Ende dieser Zwitterlösung war es aber dann Zeit sich zu entscheiden. Wir hatten den Eindruck, wir arbeiten viel (nach der Arbeit abends und am Wochenende), im Endeffekt ist aber unser Unternehmen nur sehr langsam gewachsen und der Markt hat uns links und rechts überholt. Das war etwas frustrierend.

Wie viele Personen seid ihr aktuell im Team?

Wir sind nach wie vor 3 Gründer. Bis Ende Februar diesen Jahres hatten wir über ein Jahr das Exist Gründerstipendium vom Bund. Mit den Sachinvestitionen konnten wir uns Unterstützung von Werkstudenten, freien Mitarbeitern und Bacheloranden/ Praktikanten leisten. Zu Hochzeiten waren wir 10 Leute, das war sehr cool.

Welche Botschaft möchtet ihr Neugründern auf den Weg geben?

Das wichtigste ist der Spaß an der Sache. Und man muss auch daran denken: Wenn man ein Unternehmen gründet, trägt man dafür Verantwortung. Und um eine verantwortungsvolle Position in einem Konzern zu erlangen muss man auch hart arbeiten, das fällt einem ebenso wenig in den Schoß.

Welche Ziele habt ihr euch für die Zukunft eures Geschäftsmodells gesetzt?

Wir wollen in erster Linie mal einen konstanten Umsatzfluss erreichen, wachsen und dafür sorgen, dass wir uns endlich selbst tragen können, da unsere Finanzierung vor ein paar Wochen ausgelaufen ist. Für das Geschäftsmodell gibt es gerade eine Reihe von Unsicherheiten, die wir zunächst lösen müssen. Ziel ist aber, das Produkt so zu entwickeln, dass wir es leicht reproduzieren, adaptieren und in die Masse tragen können. Dazu haben wir noch ein paar Aufgaben vor uns.

Vielen Dank liebe Roomtailors für das Interview!

Weitere Informationen zu Roomtailors finden Sie unter https://www.roomtailors.de

STARTUP AUTOBAHN bringt Mobility Ideen auf die Überholspur
Autobahn
(Quelle: Daimler)

Seit Mai 2016 verfügt der Forschungscampus von ARENA2036 über die neuartige Innovationsplattform STARTUP AUTOBAHN in Stuttgart, die aus der Kooperation der Universität Stuttgart, der Daimler AG, Plug and Play und der ARENA2036 entstanden ist. Das Ziel von STARTUP AUTOBAHN ist es Ideen zu beschleunigen und auf die Überholspur zu bringen. Außerdem sollen durch das Programm die Gründerkultur in der Region Stuttgart gefördert, ein intensiver Austausch stattfinden und Partnerkompetenzen gebündelt werden. Im Fokus stehen internationale und regionale Startups mit Hard- und Software Schwerpunkt im Bereich Mobility.

Im Februar hat STARTUP AUTOBAHN mit dem EXPO Day in der ARENA2036 das erste Programm erfolgreich abgeschlossen. Teilgenommen haben die 13 Startups Otonomo, Noveto, blickshift, Gauzy, n-join, TruckPad, Free2Move, Evopark, Vayyar, Hopon, Argus, 4tiitoo und Canatu. Am 9. Februar 2017 präsentierten sie ihre innovativen Ideen zum Themenfeld Mobilität und Industrie 4.0.

Forschungscampus (Quelle: ARENA2036)
Forschungscampus (Quelle: ARENA2036)

Die Entrepreneure profitierten von den Räumlichkeiten in der Forschungsfabrik ARENA2036, die auf dem Campus der Universität Stuttgart lokalisiert ist. Die Coworking Fläche und das Hardware Lab bieten viel Raum für Kreativität, um Erfindergeist zu fördern, Ideen anzuregen und bestenfalls Pilotprojekte mit Kooperationspartnern umzusetzen. In enger Zusammenarbeit mit Daimler-Experten, Coaches und Mentoren aus dem Top-Management entwickelten die Gründer innerhalb von drei Monaten ihre Geschäftsideen erfolgreich weiter. Es wurden talentierte Jungunternehmer mit herausragenden Ideen für STARTUP AUTOBAHN gewonnen, um die Mobilität der Zukunft mit richtungsweisenden Technologien und Innnovationen vorantreiben zu können.

Zum 13. März 2017 ist das Programm 2 auf dem Campus der Universität Stuttgart gestartet. Bis zum 15. Juli 2017 läuft die Bewerbungsphase für Programm 3 von STARTUP AUTOBAHN, das im September 2017 in die dritte Runde geht. Gesucht werden „Hard Tech“-Startups, die an der Schnittstelle von Hardware und Software smarte Lösungen zu Mobilität entwickeln.

Wer steckt hinter ARENA2036?

Der Forschungscampus ARENA2036 (“Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles”) ist eine Kooperationsplattform für Experten aus Forschung und Entwicklung sowie Industrie im Bereich Leichtbau und Produktionstechnologien. Bis zum 150-jährigen Jubiläum des Automobils im Jahre 2036, sollen definierte Ziele im Forschungscampus ARENA2036 implementiert und somit der Weg für den Automobilbau der Zukunft bereitet werden. Der Fokus liegt auf ressourcenschonenden Ergebnissen durch Innovation, der Offenheit gegenüber Modell- und Technologievielfalt sowie auf der in Zukunft angestrebten intuitiven Zusammenarbeit von Mensch und Roboter an Arbeitsstationen. Mit diesem innovativen Ansatz trägt der Forschungscampus ARENA2036 dazu bei, dass Deutschland auch auf lange Sicht als ein weltweit führender Standort der Automobilproduktion erhalten wird.

 

Logo ARENA2036 (Quelle: ARENA2036)
Logo ARENA2036 (Quelle: ARENA2036)

 

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.startup-autobahn.com/de/

Startup im Fokus: DEINE STRASSE

Von Fremden zur Nachbarschaftszusammengehörigkeit – das geht mit der DEINE STRASSE-App.

Fotograf: Ilkay Karakurt

 

Für die Gründerinnen Anja Weiler, Corinna Groß, Esther Fischer und Katharina Kulakow ging Anfang dieses Jahres ein langjähriger Traum in Erfüllung: ihre Nachbarschafts-App DEINE STRASSE ist nun im App-Store und im Google-Play-Store erhältlich.

Die Funktion der App ist simpel: Wer Hilfe aus der Nachbarschaft benötigt, soll über in der eigenen Straße Hilfe erhalten.

Funktionalitäten der App

Über eine Umgebungskarte entdecken User, welche Nachbarn etwas teilen oder leihen möchten. So wird nicht nur das Kennenlernen in der anonymen Großstadt angeregt, sondern durch den Austausch von Gegenständen werden auch Ressourcen geschont.

Vor beinahe drei Jahren nahmen die vier Gründerinnen am ersten Design Thinking-Workshop des Generator Startup Center der Hochschule der Medien Stuttgart teil. Verlassen haben sie die Veranstaltung als Favoriten und der Grundstein zu DEINE STRASSE war gelegt. Während der folgenden Zeit entwickelte sich das Projekt zum Social Business weiter. Durch Zuschüsse, Fördergelder, private Spenden und die positive Rückmeldung bei Wettbewerben und im Bekanntenkreis blieben die jungen Entrepreneure in ihrer Freizeit fleißig am Ball.

Im Jahr 2016 holten sich die vier Gründerinnen, allesamt Absolventinnen der Hochschule der Medien Stuttgart, reichlich ehrenamtliche Unterstützung. Mittlerweile ist das Kernteam sechsköpfig, dank der beiden Programmierer Sascha Riedel und Mathieu Bulliot, durch deren Hilfe letzten Herbst die ersten Testpersonen die App auf ihren Smartphones nutzen konnten.

Das MIE-Team bat Corinna Gross, zuständig für Kommunikation & Presse bei DEINE STRASSE, um ihre Meinung zum erfolgreichen Launch im Januar:

„Wir sind ziemlich stolz, dass das grüne DEINE-STRASSE-Häuschen jetzt als App auf unseren Smartphone-Bildschirmen aufleuchtet – und nicht nur bei uns, sondern auch bei bereits über 1000 anderen Stuttgartern!

Fotograf: Ilkay Karakurt

Es haben sich in den letzten zwei Wochen viel mehr Leute angemeldet, als wir erwartet hätten. Umso mehr freuen wir uns, dass die App so gut ankommt. Wir haben schon eine lange Liste an Neuerungen, die sich aus dem Feedback von unseren Nutzern ergeben haben und die wir in der nächsten Zeit nach und nach umsetzen werden. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Nachbarschaften in Stuttgart über die App vernetzt werden, dass die Leute in Kontakt kommen und sich vor allem auch im echten Leben begegnen. Wer Lust hat, kann sich gern Flyer bei uns abholen oder wir bringen welche vorbei und derjenige oder diejenige kann dann selbst als DEINE STRASSE Botschafter Flyer in der Nachbarschaft verteilen.“

Zukünftig soll die App um einige Funktionen erweitert werden, um noch mehr auf das Zugehörigkeitsbedürfnis der Nutzer einzugehen und das nicht nur on-, sondern auch offline.