Team im Fokus

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„Vermittelt werden soll, was möglich, was machbar, was riskant, was unklug und was unmöglich ist“
Prof. Dr. Nicolai Schädel
Prof. Dr. Nicolai Schädel

„Wählen Sie das Modul nur, wenn Sie ernsthaftes Interesse haben und bereit sind für geistige Schmerzen“ empfiehlt Prof. Dr. Nicolai Schädel, Professor des Masterstudiengangs Intra- und Entrepreneurship. Die Rede ist von dem Modul „Recht & Intellectual Property Management für Intra- und Entrepreneure“. Nicolai Schädel unterrichtet als erfahrener Rechtsexperte den Schwerpunkt „Gesellschaftsrecht und IP Management“.

Wir haben Nicolai Schädel getroffen und ihm fünf aufschlussreiche Fragen zum Modul gestellt. Er gibt Einblicke in die vermittelnden Inhalte und Kompetenzen sowie die Relevanz der Vorlesungen für den Studiengang. Darüber hinaus erfahren Sie, welche Grundlagen die Studierenden für die Teilnahme mitbringen sollten und für wen die Wahl dieses Moduls empfehlenswert ist.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Moduls?

Schwerpunkte des Moduls sind wesentliche rechtliche Rahmenbedingungen und deren wirtschaftliche Bedeutung für unternehmerisches Handeln sowie die in diesem Rahmen bestehenden Gestaltungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten.

Welche Kompetenzen werden in dem Modul vermittelt?

Vermittelt werden soll ein Blick dafür, was möglich, was machbar, was riskant, was unklug und was unmöglich ist. Zudem soll den Studierenden die Bedeutung des Rechts für Unternehmen vermittelt werden, und zwar insbesondere auch in den wirtschaftlichen Kategorien Aufwand, Risiko und Sicherheit.

Welche Relevanz hat das Modul für den Studiengang?

Die Kenntnis der durch Recht gesetzten Grenzen und der innerhalb dieser Grenzen bestehenden Gestaltungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten hat für Unternehmen eine vergleichbare wirtschaftliche Bedeutung wie beispielsweise die Bereiche IT und Vertrieb. Dennoch bestehen im Verhältnis zum Bereich Recht oft weitergehende „Berührungsängste“ als im Verhältnis zu anderen Bereichen. Dieses Modul soll dadurch Bedeutung für die Studierenden erlangen, dass etwaige Berührungsängste abgebaut werden.

Werden Grundlagen für den Besuch des Moduls vorausgesetzt?

Teilnehmer des Moduls sollten im Rahmen ihrer bisherigen Ausbildung zumindest eine Grundlagenveranstaltung zum (Wirtschafts-)Recht besucht haben und daher mit der Bedeutung bestimmter Grundbegriffe und -konzepte (beispielsweise „Vertrag“ und „Vertragsfreiheit“) vertraut sein. Zudem sollten die Teilnehmer in der Lage sein, Sachverhalte wirtschaftlich zu verstehen, zu analysieren und zu erläutern.

Möchten Sie noch etwas besonders hervorheben?

Wählen Sie das Modul nur, wenn Sie ernsthaftes Interesse haben und bereit sind für geistige Schmerzen. Programmieren Sie gerne eigene Software? Sind oder waren Sie Leistungssportler(in)? Machen Sie gerne Musik? Vertragsgestaltung ist ähnlich.

 

Zur Person: 

Prof. Dr. Nicolai Schädel LL.M. ist seit 2013 Professor für Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschafts-, Bilanz- und Steuerrecht sowie Verpackungs- und Patentrecht an der Hochschule der Medien. Seit 2001 ist er als Rechtsanwalt tätig, zunächst in Düsseldorf, ab 2004 in Stuttgart. 2005 promovierte er zum Dr. jur. an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nicolai Schädel legte 1997 sein erstes juristisches Staatsexamen in München ab, 1999 sein zweites juristisches Staatsexamen in Bayern und erhielt 2001 den Master of Laws (LL.M.) der University of London.

Weitere Informationen zum Modul „Recht & Intellectual Property Management für Intra- und Entrepreneure“ finden Sie unter:

https://innovative-entrepreneurship.de/kontaktstudium/ueberblick/

 

Jan Wunderlich, Maria Bertele, Martin Papendieck
Team im Fokus: Das Studiengangs­management im Interview

Maria Bertele (HdM) und Jan Wunderlich (Universität Stuttgart, links) haben als Studiengangsmanager gemeinsam die Entwicklung des Masterstudiengangs koordiniert und das Kontaktstudium aufgebaut. Nachdem nun die Konzeptionsphase des Studiengangs erfolgreich abgeschlossen ist, haben wir Ihnen abschließend einige Fragen rund um das Studium Intra- und Entrepreneurship (tech) und die letzten Monate gestellt. Einen Blick in die Zukunft wagt dabei Martin Papendieck (HdM, rechts), der zukünftig die Aufgaben von Maria Bertele an der HdM übernehmen wird.

 

 

Herr Wunderlich, Sie haben die Entwicklung des Studiengangs begleitet – Was waren dabei die größten Herausforderungen der letzten Monate?

Als Projektmanager an der Universität Stuttgart war ich im Wesentlichen für die Konzeption und Organisation des Studiengangs eingebunden und habe mich viel mit den anderen Projektmitgliedern, Dozenten, der E-Learning-Abteilung und den Gremien abgestimmt. Es war ein sehr spannender Prozess, ein gemeinsames Verständnis für den Studiengang, dessen Inhalte und Ziele zu entwickeln. Einen regen Austausch hatte ich dabei immer mit meiner Projektkollegin Maria Bertele, die an der HdM die Entwicklungsarbeit geleistet hat – diese Zusammenarbeit hat das Projekt vorangetrieben und die Kooperation der beiden Hochschulen gestärkt. Ich denke, mit dem jetzigen Konzept haben wir ein tolles Ergebnis, das die vielfältigen Kompetenzen aller Projektpartner verbindet.

Frau Bertele, welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Neben der Entwicklungsarbeit für das Studiengangskonzept war für mich vor allem auch mein eigenes kleines ‚Startup‘ spannend: Nämlich der Aufbau und die Durchführung der ersten Kontaktmodule für den Studiengang, die wir vonseiten der HdM angeboten haben. Dieses Pilotprojekt hat uns viele Anregungen für die weitere Arbeit am Studiengang gegeben haben. Insgesamt konnte ich durch das Kooperationsprojekt spannende Einblicke in die Strukturen beider Hochschulen gewinnen und die jeweiligen Prozesse besser kennen lernen.

Wer schon jetzt starten will, kann das Kontaktstudium Entrepreneurship belegen. Was erwartet Studierende?

Das Kontaktstudium ist ein Einstieg in den Masterstudiengang: Bereits jetzt können und konnten Studieninteressierte einzelne Module in den Bereichen Design Thinking, Vertrieb, Recht und Finanzierung im Sinne von berufsbegleitenden Weiterbildungen belegen. Damit kann man das Studienkonzept nicht nur kennen lernen, sondern auch bereits Credit-Points sammeln und später auf den Masterstudiengang anrechnen lassen. Im Juli wird es das nächste Modul „Advanced Finance“ geben.

Diese Flexibilität wird auch weiterhin bestehen: Wer sich nicht schon für das gesamte Masterstudium einschreiben will, kann alle Module des Masterstudiengangs auch einzeln als Kontaktstudium belegen. So kann man sich entweder gezielt fortbilden oder langfristig Schritt den Masterabschluss erarbeiten.

Frau Bertele, die Entwicklungsphase des Studiengangs ist nun vorbei, sie übernehmen nun weitere Aufgaben – wie verändert sich das Studiengangsteam?

Da ich mich neuen Aufgaben in der zentralen Weiterbildungsabteilung der HdM widme, übergebe ich das Studiengangsmanagement an meinen Kollegen Martin Papendieck. Zukünftig steht er als Studiengangsmanager an der HdM allen Studieninteressierten und Studierenden, aber insbesondere auch Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern eine berufliche Weiterbildung ermöglichen möchten, für alle Fragen rund um das Masterstudium zur Verfügung.

Herr Papendieck, wie geht es für Sie und das Studiengangsteam die nächsten Monate weiter?

Bis zum Studienstart im Herbst diesen Jahres gilt es nun, beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Genehmigung des Studiengangs zu beantragen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Bewerbungsphase vorzubereiten, das Semester zu planen und für den inhaltlichen Feinschliff der Module zu sorgen, sodass wir wie geplant im Herbst 2016 starten können. Wer sich für das Studium interessiert, kann sich bereits jetzt umfassend bei uns informieren oder gleich mit ersten Kontaktmodulen beginnen. Wir freuen uns auf alle Studierenden!

(hb)

 

Zur Person

Maria Bertele war seit 2014 für das Studiengangs- und Projektmanagement an der HdM und das Kontaktstudium Entrepreneurship verantwortlich. Vor ihrer Projekttätigkeit war sie an der HdM in der Stabsstelle für Qualitätsmanagement und Hochschulentwicklung tätig und dort u.a. für die Organisation der Qualitätssicherung der Studiengänge verantwortlich. Zukünftig wird sie die Programmentwicklung und das Programmmanagement im neu eingerichteten Weiterbildungszentrum der HdM übernehmen.

Jan Wunderlich ist seit 2014 für das Studiengangs- und Projektmanagement an der Universität Stuttgart verantwortlich. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Diversity Studies in den Ingenieurwissenschaften (IDS) der Universität Stuttgart und Ansprechpartner für alle Studieninteressierten und Studierenden im Weiterbildungsstudiengang.

Martin Papendieck ist Projektmanager im Startup Center der Hochschule der Medien und für die HdM als Projekt- und Studiengangsmanager für den Masterstudiengang Intra- und Entrepreneurship (tech) tätig. In dieser Funktion wird er auch erster Ansprechpartner für Unternehmen & Kooperationspartner sein, die am Weiterbildungsangebot interessiert sind.